Politik Plastik-Strohhalme werden ab 2021 verboten

Alternativen zu Plastikstrohhalmen: Halm bietet Glastrinkhalme an. (Bild: HALM.co, Fotograf: Toni Hauschild)

Am Mittwoch hat das EU-Parlament für ein Verkaufsverbot von Einweg-Kunststoffartikeln wie etwa Teller, Besteck, Strohhalme oder Wattestäbchen aus Plastik gestimmt. Darauf einstellen muss sich ab 2021 auch das Gastgewerbe, das teilweise aber schon Alternativen im Einsatz hat.

Betroffen von dem Verbot auf EU-Gebiet sind ab 2021 folgende Produkte:

  • Einwegbesteck aus Kunststoff (Gabeln, Messer, Löffel und Essstäbchen)
  • Einweg-Plastikteller
  • Strohhalme aus Plastik
  • Wattestäbchen aus Kunststoff
  • Haltestäbe für Luftballons
  • Produkte aus oxo-abbaubaren Materialien wie Beutel oder Verpackungen und Fast-Food-Behälter aus expandiertem Polystyrol

Die Gesetzgebung sieht schließlich eine verpflichtende Kennzeichnung über die negativen Umweltauswirkungen weggeworfener Zigarettenstummel mit Kunststofffiltern sowie anderer Produkte wie Kunststoffbecher, feuchte Reinigungstücher und Hygieneeinlagen vor.

„Diese Rechtsvorschriften werden die Kosten von Umweltschäden um 22 Milliarden Euro senken. Das sind die geschätzten Kosten der Umweltverschmutzung durch Plastik in Europa bis 2030. Europa verfügt nun über einen Rechtsrahmen, den es angesichts des globalen Charakters des Problems der Meeresverschmutzung durch Kunststoffe auf internationaler Ebene zu verteidigen und zu fördern gilt”, erklärt Frédérique Ries (ALDE, BE).

Bereits im Dezember 2018 hatten sich EU-Unterhändler auf die Regelung geeinigt. Für das Gastgewerbe kommt das Verbot somit nicht überraschend. In jüngster Vergangenheit haben verschiedenste Hersteller ohnehin Alternativen zu Plastikstrohhalmen präsentiert. Gläserne Trinkhalme, die sich ebenso spülen lassen wie ihre Pendants aus Edelstahl, gehören ebnso dazu wie Strohhalme aus Silikon.