Politik Friedrich Merz stellt reduzierte Mehrwertsteuer infrage

Friedrich Merz (Bild: CDU/Laurence Chaperon)

Der Kandidat für den CDU-Parteivorsitz hat bei der Regionalkonferenz in Böblingen gegen die Beibehaltung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes für die Hotellerie argumentiert.

Einem Bericht der “Ostsee-Zeitung” zufolge sagte Merz, von einem CDU-Mitglied auf die Angleichung der Mehrwertsteuersätze angesprochen, dass es Unregelmäßigkeiten etwa bei den Mehrwertsteuersätzen in Hotels gebe. “Das haben uns die CSU und die FDP eingetragen. Allein das zu korrigieren, wäre jeder Mühe wert”, wird Merz von der “Ostsee Zeitung” zitiert.

In diesem Kontext soll Friedrich Merz auf der Regionalkonferenz in Böblingen auch darauf hingewiesen haben, dass eine Mehrwertsteuerangleichung schwierig zu bewerkstelligen sei.

Dehoga unterstreicht verbesserte Wettbewerbsfähigkeit

Der Gegenwind seitens des Gastgewerbes dürfte Merz sicher sein. Erst in der vergangenen Woche machte Dehoga-Präsident Guido Zöllick beim Branchtag in Berlin deutlich, wie durch die Mehrwertsteuersenkung massiv in die Betriebe investiert werden konnte, um die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu verbessern.

Ebenfalls bei Dehoga-Branchentag erteilte Finanzminister Olaf Scholz der Vereinheitlichung der Mehrwertsteuersätze in der Gastronomie eine rigorose Absage.