Petitionen, Demos, Aufrufe So verschafft sich das Gastgewerbe Gehör in der Krise

Tim Raue, Jens Sroka, Tim Mälzer und viele weitere Gastronomen und Hoteliers haben am am Wochenende unter dem Hashtag #wirsindgekommenumzubleiben einen Appell gesendet, um auf ihre prekäre Lage aufmerksam zu machen. Damit stehen sie in der Branche nicht alleine da – ein Überblick über die derzeitigen Bewegungen in den sozialen Medien sowie auf den Straßen und Rathausplätzen.

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#wirsindgekommenumzubleiben

Gemeinsam stark – unter diesem Motto haben sich Gastronomen, Hoteliers, Barkeeper und Caterer aus ganz Deutschland mittels Video-Botschaften organisiert, um auf die prekäre Lage der Branche aufmerksam zu machen. Tenor von Jens Sroka, Tim Mälzer & Co.: “Wir kämpfen derzeit für ein einziges Ziel: Unser Gewerbe vor dem Ruin zu bewahren!”


#leerestuehle

Dresdner Gastgeber hatten die Aktion Mitte April initiiert, darauf folgten deutschlandweit hunderte weitere Hoteliers und Gastronomen: Auf Rathaus- und Marktplätzen von Augsburg bis Zwickau wurde auf die Existenzangst der gesamten Branche aufmerksam gemacht, indem leere Stühle in großer Anzahl aufgestellt wurden.

Am 15. Mai folgt die nächste Aktion: “Wir fordern die Politiker auf, die „die Suppe gemeinsam auszulöffeln!“ Dazu fährt eine Delegation von Initiatoren verschiedener Städte zum Bundeskanzleramt. im Gepäck: Tausende Löffel aus Dresden, Leipzig, Greiz, Koblenz etc. Weitere Infos auf www.leere-stuehle.de


#restartgastro

Eine breite Allianz aus Köchen und Restaurantbetreibern, der Großhandelsverband Foodservice, Großhändlern, Lebensmittelproduzenten, Küchenausstattern und Beraterhaben sich mit einem eindringlichen Appell und an die Bundeskanzlerin gewandt. Auch eine Online-Petition wurde gestartet. Die Unterzeichner des offenen Briefes sehen zahlreiche der mehr als 220.000 Gastronomiebetriebe in Deutschland mit ca. 2,4 Millionen Beschäftigten zunehmender Perspektivlosigkeit und damit einem existenziellen Risiko ausgesetzt. Die Forderung: Die schrittweise Öffnung der Restaurants und Hotels müsse unbedingt mit einem Rettungsfond flankiert werden. Ohne solche Maßnahmen werden – insbesondere bei Rückzahlung von gestundeten Mieten und Steuern – trotz der Öffnungsmaßnahmen eine große Anzahl an Gaststätten in den nächsten Wochen in die Knie gehen.


“Rettet Deutschlands Gastgewerbe”

Die Initiative Gastronomie & Hotellerie Deutschland hat unter dem Titel “Rettet Deutschlands Gastgewerbe!” eine Petition gestartet. In mehreren Punkten wird aufgezeigt, was die Branche benötigt, um Betriebe vor der Insolvenz zu retten. Bis zum 13. Mai haben rund 117.000 Personen online unterschrieben.


Demo-Mittwoch mit Autokorso in Berlin

Am heutigen “Demo-Mittwoch” reihte sich die Allianz Selbständiger Reiseunternehmen – Bundesverband e.V. (asr) in die Reihen der zahlreichen Demonstrationen für die Belange der Touristikwirtschaft ein. Die für alle touristischen Unternehmen offene Kundgebung des asr wurde als Autokorso genehmigt, begann um 12.30 Uhr und war auf 50 Fahrzeuge von den örtlichen Behörden begrenzt worden. Angemeldet waren 1000 PKW. Die Route führte von der Straße des 17. Juni über Brandenburger Tor, Bundeskanzleramt und Bundeswirtschaftsministerium zurück zum Startpunkt.

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