Overtourism: Die Deutschen bekommen beim Reisen Konkurrenz

Aufgrund der ansteigenden Touristenzahlen in beliebten Reisedestinationen würde laut Umfrage jeder zweite Deutsche ein alternatives Reiseziel wählen. (Bild: Shutterstock)

Nicht nur Destinationen wie Kroatien, Italien oder Spanien werden derzeit von Urlaubern bevölkert, auch Städteziele wie Venedig, Rom und Paris klagen über ausufernden „Overtourism“. Längst haben auch chinesische, japanische und arabische Touristen die Vorzüge europäischer Städte entdeckt. 

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Längst haben auch chinesische, japanische und arabische Touristen die Vorzüge europäischer Städte entdeckt. Hauptanziehungspunkt ist neben den Sehenswürdigkeiten vor allem die große Auswahl an Luxusmarken, die in Europa wesentlich günstiger zu haben sind. Immer neue Hotels und Apartmenthäuser werden hochgezogen, um die steigende Anzahl an Feriengästen unterzubringen.

Stark verändert haben sich auch die Reiseströme in den exotischen Reiseländern, insbesondere in Asien. Hochsaison im südlichen Asien war früher immer dann, wenn Fernreisende aus Mittel- und Nordeuropa dem Winter und dem Schmuddelwetter für ein paar Wochen den Rücken kehrten. Inzwischen ist die Mittelschicht anderer Industrie- und Schwellenländer größer geworden und damit auch der Wunsch, die eigene Heimat und Reiseziele in Übersee zu entdecken.

Chinesen und Inder mit enormen Wachstumszahlen

Heute unternehmen 130 Millionen Chinesen Auslandsreisen, zehnmal so viel wie noch vor zehn Jahren. Ein Trend, der sich fortsetzen dürfte – die große Anzahl asiatischer Billigflieger macht es möglich. Eines der beliebtesten Zielländer ist Thailand: Dort kamen auf 900.000 deutsche Touristen zuletzt zehn Millionen chinesische Urlauber, was bereits zu deutlichen Preissteigerungen in der Hotelerie führte. Besonders deutlich wird das zu Zeiten des chinesischen Neujahrsfestes Ende Januar/Anfang Februar.

In Indien unternimmt mittlerweile die Hälfte der fast 1,4 Milliarden Inder Reisen, vornehmlich Kurzreisen im Inland, was an Wochenenden und über die Jahreswende für überfüllte Strände und lange Schlangen vor Sehenswürdigkeiten wie dem Taj Mahal führt.

Doch auch Brasilianer, Thailänder und Vietnamesen reisen heute mehr als noch im letzten Jahrzehnt, genauso wie Japaner, Koreaner und Nordamerikaner, deren Einkommen auch kostspielige Reisen nach Europa ermöglicht. Der deutschen Hotellerie wird dies weiteren Aufschwung verleihen.

Quelle: Reise-Preise.de

 

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