OpeningMarias Platzl startet mit Wirtshaus und Eventsaal

34 Zimmer voller “Heimatgefühl und Hopfenliebe” machen das Marias Platzl aus, das jüngst in München als kleine Schwester des bekannten Platzl Hotels an den Start gegangen ist. Jetzt hat auch das angeschlossene Wirtshaus “Ayinger in der Au” eröffnet.

Unscheinbar wirkt sie, die Fassade von Marias Platzl im grünen Münchner Stadtteil Au. Davon sollten sich die Gäste des Hauses, das im Drei-Sterne-Bereich angesiedelt ist, aber nicht täuschen lassen. Denn wer einmal die Eingangstür zur Lobby geöffnet hat, betritt die modern-urbayerische Welt des Hotels, zu dem auch das angeschlossene Wirtshaus “Ayinger in der Au” mit Biergarten sowie ein großer Veranstaltungsraum für bis zu 200 Personen, ein ehemaliger Pfarrsaal, gehört.

Das Ensemble des einstigen Golden Leaf Hotel Altmünchen samt Wirtshaus hat die Ayinger Privatbrauerei von der katholischen Kirche gepachtet und für insgesamt vier Millionen Euro von Grund auf sanieren lassen. Mit Erfolg. Einen ersten Vorgeschmack auf die authentische Einrichtung im Inneren geben da schon die 1000 Vintageteller, verziert und unverziert, die im Eingangsbereich des Hotels hängen. Teilweise stammen sie sogar aus dem Fundus des großen Schwesterhotels.

Blau-weiße Farben, Kiefernholz, an den Wänden hängende Keramik-Weihwasserschälchen, Emailschüsseln als Waschbecken und Tapeten im Dirndlschürzen-Look führen das Interiorkonzept in den 34 Einzel-, Doppel- und Familienzimmern fort. Kreiert wurde die Einrichtung vom durch die Ausstattung einiger 25hours Hotels bekannten Designbüro Dreimeta. Und eine gewisse Ähnlichkeit zum ebenfalls bayerisch beeinflussten Interior des 25hours Hotel The Royal Bavarian nahe des Münchner Hauptbahnhofs lässt sich zumindest in den Emailschüsseln und dem hellen Holz erkennen. Dass die beiden Häuser in Konkurrenz zueinander stünden, findet Heiko Buchta, Direktor des Platzl Hotels und ebenfalls verantwortlich für Marias Platzl, allerdings nicht. “Das 25hours Hotel ist laut, wir sind dagegen eher zurückgenommen”, sagt er.

Marias Platzl mit Gastronomie in Grün

Auch durch die traditionelle Gastronomie hebt sich Marias Platzl von Mitbewerbern ab. Alleine in die Küche des Wirtshauses “Ayinger in der Au” investierten die Pächter rund 900.000 Euro. 120 Gäste finden in dem zeitgemäß eingerichten Raum, der seine Stammtisch-Atmosphäre trotz allem nicht verliert, Platz. Herzstück des Saals: Die einsehbare Bar mit Kupfer-Schankbalken und zwölf Zapfhähnen. Dominierende Farbe bleibt hier Dunkelgrün – ein Querverweis auf das Ayinger-Logo. Und überhaupt machen auch diesen Raum die Details aus: Die von der Decke grüßenden klassischen Lüftlmalereien genauso wie die handgeschnitzten süddeutschen “Lüsterweiberln”.