Online-Vertrieb HRS reagiert auf IHA-Vorstoß

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Nachdem der Hotelverband Deutschland am Donnerstag bekannt gegeben hatte, eine Millionenklage gegen HRS vorzubereiten (Top hotel berichtete), reagierte nun das Kölner Buchungsportal. Man sei überzeugt, dass die Bestpreisklausel zu keinerlei Schäden bei den Hotelpartnern geführt hat. Darüber hinaus korrigiert HRS die zeitliche Abfolge und hält Schadenersatzansprüche für unhaltbar.

Laut IHA-Informationen haben Hotels, die von den Bestpreisklauseln betroffen waren, den Grundsätzen des europäischen und deutschen Kartellrechts nach gegen HRS Anspruch auf Ersatz des Schadens, der beispielsweise durch überhöhte Kommissionszahlungen und Einbußen im Direktvertrieb entstanden ist. „Der Hotelverband Deutschland wird in Deutschland gelegene Hotels hierbei unterstützen und ein kostengünstiges Prozedere anbieten.“, teilte IHA-Hauptgeschäftsführer Markus Luthe mit.   

In einer Stellungnahme vom 8. Dezember reagierte HRS wie folgt:

“HRS hat bereits nach dem Beschluss des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 09.01.2015 von sich aus überprüfen lassen, ob Ansprüche der HRS-Hotelpartner bestehen könnten. Hierfür wurden sowohl juristische als auch ökonomische Experten hinzugezogen. Auf Grundlage dieser ausführlichen Analysen ist HRS überzeugt, dass die Bestpreisklausel zu keinerlei Schäden bei den Hotelpartnern geführt hat. Im Gegenteil: Die Hotellerie hat vom Vermarktungsangebot von HRS profitiert und Auslastung und Zugang zu interessanten Neukunden gesteigert. Bislang hat zudem kein einziger Hotelpartner angebliche Schäden gegenüber HRS geltend gemacht. Die Bestpreisklausel wendet HRS schon seit 2012 nicht mehr an – und nicht erst seit 2017, wie vom Hotelverband unterstellt.

Aus Sicht von HRS und den Sachverständigen sind Schadenersatzansprüche unhaltbar. Gleichzeitig lehnt der Hotelverband jede Gewährleistung dafür ab, dass den Hotels überhaupt Schadenersatz zusteht und eventuelle Ansprüche auch durchsetzbar sind. Dieses Vorgehen ist aus HRS-Sicht nicht seriös und sachlich nicht gerechtfertigt.

Aufgrund der klaren Sach- und Rechtslage sieht HRS keinen Raum für eine „Branchenlösung“. HRS wird sich daher auch nicht an eventuellen Güte- oder ähnlichen Schlichtungsverfahren in diesem Zusammenhang beteiligen. Soweit es tatsächlich dazu kommen sollte, dass angebliche Schadensersatzansprüche gerichtlich geltend gemacht werden, sieht HRS dem mit Gelassenheit entgegen.”

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