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General Manager Interalpen-Hotel TyrolOliver Mathée

Begeistert habe ihn diese »komplett andere Welt«. Eine Welt voller Herausforderungen: »Im ersten Jahr habe ich gar nichts kapiert, dann hat es irgendwann Knack gemacht.« Voller spannender Begegnungen: etwa bei den zahllosen Caterings für die Kölsche Prominenz. Und einem »echten Lehrherren«: »Der hat um 18 Uhr angefangen zu schreien und erst um 22 Uhr wieder aufgehört«, erinnert sich Mathée und grinst. Für Langeweile blieb da kein Raum. Für ein Verharren in der Küche jedoch ebensowenig. Im Gegenteil. »Nach der Ausbildung habe ich mir viele Häuser angeschaut und viele Direktoren nach ihrem Weg gefragt, um daraufhin meinen eigenen zu definieren«, erzählt der Kölner. Bis heute ist er sicher: »Man lernt immer was. Manchmal eben auch, wie man’s nicht machen sollte.«

Dazu gehörte unter anderem, dass er auf keinen Fall auf eine weitergehende Management-Ausbildung verzichten wollte. Doch bevor Mathée ab 1991 an der Heidelberger Hotelfachschule studierte, sammelte er noch weitere Erfahrungen – zunächst bei der Bundeswehr: »Da habe ich erst drei Monate Räuber und Gendarm gespielt und war anschließend Chefkoch bei der Luftwaffe.« Danach folgten noch anderthalb Jahre als Demi chef de cuisine im Excelsior Hotel Ernst. Anschließend ­hakte der Rheinländer das Thema »Auslandserfahrung« ab, indem er jeweils eine Saison im Service des Badrutt’s Palace St. Moritz und des Château Hotel Tremblay sur Mauldre nahe Versaille arbeitete. »Das hat aber auch gereicht«, erklärt Mathée. Denn was zwischen den Zeilen gesprochen wurde, habe er nicht verstehen können. Sagt er zumindest. Denn als er 1993 seine Diplomarbeit abgab, umfasste diese nicht weniger als 100 Seiten in französischer Sprache!

Nächste Station war das Brenners Park-Hotel & Spa Baden-Baden, wo er ein halbes Jahr als Night Auditor tätig war. Hier kam es auch zur ersten Begegnung mit Richard Schmitz – ein wohl unvergessliches Erlebnis für jeden aufstrebenden Hotelier: »Richard Schmitz ist DER Grandseigneur der Hotellerie. DAS ist Gastgebertum«, schwärmt der ansonsten eher zurückhaltende Mathée.
Mit dem Diplom in der Tasche wechselte der junge Kölner 1995 schließlich nach Hamburg, zu einem anderen Großmeister der Gastronomie: Als stellvertretender Restaurantleiter und F&B Trainee in der »Piazza« von Eugen Blocks Elysée Hotel habe er gelernt, »ständig alles in Frage zu stellen«, lobt er die vorbildhafte Ausstrahlung seines Eigners. »Der ist immer durchs Haus und zu den Mitarbeitern gegangen und hat geguckt, wo man noch was besser machen kann.«
Auf zwei Jahre Rothenbaumchaussee folgten zwei weitere bei Fred Hürst im neueröffneten Hyatt Regency Köln. Zurück in der Heimat verantwortete der Deutzer im Winter den Bankettverkauf und während des Sommers den Biergarten am Rhein. »Wussten Sie, dass dort der größte Weißbierumsatz außerhalb Bayerns gemacht wird?«, fragt er. Und vergisst über diesen Stolz sogar den üblichen – gemeinhin dem Kölsch geltenden – Lokalpatriotismus.

Nachdem Mathée im Hyatt alles verinnerlicht hatte, ging er in den Quellenhof Aachen. Doch mangels Herausforderungen folgte nur sechs Monate später das Sofitel Vienna Airport, wo er als F&B Manager verantwortlich zeichnete. Allerdings auch dies nur für gut ein Jahr, denn nachdem aus dem Sofitel ein Astron wurde, wechselte Mathée ins Kur- & Sporthotel Sonnenalp. Immerhin: In Wien habe er gemerkt, dass er kein Kettenmensch ist. »Dass die Weine aus einer entfernten Zentrale vorgegeben werden – das bin einfach nicht ich.«

Wer ihn nach seiner eigenen Führungsphilosophie fragt, bekommt erst einmal ein donnerndes Lachen zu hören: »Ich bin Anhänger der Monarchie«, feixt er. Dann erklärt er jedoch, dass ihm viel daran liege, die Stärken seiner 260 Mitarbeiter herauszuheben und sie selbstständig arbeiten zu lassen. »Aber ich bin immer für sie da«, schiebt er hinterher. Genauso wie für seine Gäste auf diesem Gipfel in ­Tirol.

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