Hoteltest Adlon Kempinski BerlinNicht voll auf Kurs

Lost & Found

Ich habe auf dem Frühstückstisch eine CD »vergessen« und rufe zwei Stunden später an der Rezeption an, um zu erfahren, ob man sie gefunden hat. Die Mitarbeiterin erkundigt sich kurz im Restaurant »Quarré« wo das Frühstück stattfand: Es ist nichts gefunden worden. Es wird mir versprochen, weiter nach der vermissten CD zu suchen. Ein Rückruf erfolgt jedoch nicht mehr, offenbar wurde nichts entdeckt.
Wertung: ungenügend

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Housekeeping

Ich rufe vor dem Verlassen des Zimmers beim Housekeeping an und bitte darum, das Zimmer zu machen, weil ich nach dem Frühstück dort noch etwas aufzuarbeiten hätte. Der Mitarbeiter verspricht, gleich jemand zu schicken. Als ich 90 Minuten später auf mein Zimmer komme, ist nichts geschehen. Es ist sehr ärgerlich, Gäste in ihrem ­Tagesablauf zu stören. Auch jetzt wurden keine Handtücher ausgetauscht, und die Papiertaschentuch-Box ist immer noch leer.
Wertung: ungenügend

Wäscheservice

Das Housekeeping nahm am Vorabend die beiden auf dem Bett platzierten Wäschesäcke mit (1x Bügelhemd, 1x Reinigung). Das Bügelhemd kommt am nächsten Vormittag gut behandelt auf einem Holzkleiderbügel unter Cellophan zurück (Kosten: 9,50 €), das Reinigungshemd wird am Nachmittag akkurat bearbeitet retourniert (12 €).
Wertung: sehr gut

Concierge

Diese Abteilung ist eine der wichtigsten und effektivsten im Hotel. Ich werde gut beraten und informiert, auch knifflige Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln werden vom freundlichen Mitarbeiter nachvollziehbar beschrieben und aufgezeichnet – obwohl dieser kein Berliner ist. Als es Probleme mit dem Fernseher gibt, wird innerhalb von fünf Minuten ein Fachmann geschickt, der das Problem schnell löst.
Wertung: sehr gut

14:56 – Spa & Pool

Der Poolbereich ist attraktiv gestaltet, nur das Entree wirkt wie ein Hintereingang. Das sechs Meter breite und elf Meter lange Schwimmbecken bietet ausreichend Platz. Whirlpool, Solarium und Sauna ergänzen das Angebot. Das Gym ist mit modernen Geräten ausgerüstet und gut temperiert. Handtücher, Obst und Wasser stehen kostenfrei bereit; auch liegt viel Lektüre aus. Externe zahlen für eine Tageskarte 65 Euro. Spa und Pool liegen gefühlt einige Kilometer auseinander. Eigentlich sollte man davon ausgehen, dass sich diese Abteilungen nahe beieinander befinden, weshalb ich zum Pool gehe, der auch im Aufzug genannt wird, während es dort keinen Hinweis auf das Spa gibt. Gäbe es eine Beschreibung bereits auf dem Zimmer, würde man den Gästen langes Herumirren und viele Fragen ersparen. Die freundliche Mitarbeiterin vom Poolbereich kennt das Problem bereits, nimmt sich meiner an und bringt mich persönlich den weiten Weg ins »Daily Spa«. Dort kommen Hotelgäste mit Externen zusammen, was nicht ganz optimal ist: Während ich im Bademantel auf meine Behandlung warte, sitzen andere bekleidet und mit Straßenschuhen daneben. Mir werden weder eine Lektüre noch ein Getränk angeboten. Den fünf jungen Damen neben mir offeriert man hingegen Wein und verschiedene Tees – sie haben allerdings auch eine Spa-Suite mit Champagner gebucht.

Während in der Spa-Broschüre nur zwei Zeiten (60 oder 90 Minuten) genannt werden, erfahre ich bei der telefonischen Reservierung, dass fast alles von 30 Minuten an gebucht werden kann. Zudem werde ich gefragt, ob ich lieber einen weiblichen oder einen männlichen Mitarbeiter hätte, was leider viel zu selten vorkommt, aber sehr wichtig ist. Ich werde pünktlich von einer freundlichen Therapeutin begrüßt und in eine luftige, gut temperierte und angenehm beleuchtete Behandlungskabine gebracht. Während der »Schwedischen Massage«(45 Minuten für 67,50 €) fragt mich die freundliche Physiotherapeutin, ob Licht, Temperatur, Musik und auch Massagedruck für mich so angenehm sind. Sie ist noch sehr jung, aber handwerklich solide, jeder Griff ist eine Wohltat. Das Spa genügt hohen ästhetischen Ansprüchen, ist sehr schick und proper.
Wertung: gut

Housekeeping

Das Zimmer wurde tipptopp gereinigt, Abfallbehälter sind geleert, benutzte Handtücher erneuert, verbrauchte Guest Supplies ersetzt, ebenso die Notizblöckchen. Nicht ersetzt wurden allerdings die Wäschesäcke und die dazugehörigen Formblätter. Von drei Markierungen im Bad wurden nur zwei entdeckt. Wertgegenstände blieben unangetastet, Notizzettel liegen unverändert an der zurückgelassenen Stelle.
Wertung: noch gut

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