NH Hotels Die Gruppe will den "Drive" weiter beschleunigen

Maarten Markus; nhow Marseille
Maarten Markus; nhow Marseille (Bild: NH Hotels)

Den aktuellen Neunmonatsergebnissen zufolge konnten die NH Hotels ihr Vorjahresergebnis um 3,6 Prozent verbessern. Die konsolidierten Umsätze wurden mit 1,2 Milliarden Euro angegeben. Gegenüber Tophotel erklärte Maarten Markus, Managing Director Northern Europe, die tiefgreifenden Überarbeitungen seit der Krise.

NH Hotels verbesserte seine Umsätze aktuell um 41 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum dank der guten Geschäftsentwicklung in Europa, insbesondere im Raum Benelux, Italien und Zentraleuropa mit vergleichbaren Mehrumsätzen von jeweils 7,0 Prozent, 4,4 Prozent und 3,1 Prozent.

NH Hotels: Asset Light als Maxime

Noch vor sechs, sieben Jahren war an solch ein Wachstum nicht zu denken. Die allgemeine Wirtschaftskrise 2008/2009 und die eigene Situation hatte das an der Madrider Börse notierte Unternehmen NH Hoteles ordentlich ins Straucheln gebracht. Einem Netto-Schuldenberg von mehr als einer Milliarde Euro stand immerhin noch ein hoher Besitz an Hotels gegenüber. Also Asset Light als Maxime – Kapitalerhöhung und Immobilienverkäufe, um vereinbarte Kreditbedingungen einzuhalten.

„Aber so klar das klingt, in der Krise zahlt der Markt nicht viel fur Hotelimmobilien“, deutet Maarten Markus die äußerst schwierigen Entscheidungen in den Krisenjahren an. Es folgte eine umfassende Umstrukturierung des Unternehmens: Aus den 1978 im spanischen Navarra gegründeten NH Hoteles (Navarra Hoteles) wurde 2014 die deutlich internationaler klingende NH Hotel Group – mit einem Fünf-Jahres-Plan bis 2018. Als wichtiger Strategieschritt erwies sich dabei schnell die Aufspaltung in profilschärfere Brands: Neben den NH Hotels gehörten dazu die neu gelaunchte Premiummarke NH Collection, die Designmarke Nhow und der Leisure-Brand Hesperia Resorts.

„Zudem haben wir die Basics in den Zimmern neu diskutiert“, berichtet Maarten Markus. „Was sind wir und wo wollen wir mit unseren Stadt- und Businesshotels hin?“ Allein 2014 flossen insgesamt 31,5 Millionen Euro in Regenduschen, Nespresso- Kaffeemaschinen, speziell angefertigte Boxspringbetten und LED-Fernseher. Auch das Frühstück wurde mit einem neuen Qualitätsanspruch und einer größeren Auswahl aufgewertet.

„Wir haben uns seit der Krise einer tiefgreifenden Überarbeitung unterzogen“, fasst der
seit 1994 für NH tätige Maarten Markus die letzten Jahre zusammen. Das zahlte sich aus:
In den letzten Jahren konnte NH immer wieder Erfolgszahlen verkünden, die einen
raschen Schuldenabbau begünstigten.

Den „NH-Drive“ weiter beschleunigen

Minor International besitzt nach Ablauf der Annahmefrist zu seinem Übernahmeangebot am 22. Oktober mit nunmehr 369,2 Millionen in Aktien der NH Hotel Group und das entspricht einer Beteiligung von 94,1 Prozent an ihrem Aktienkapital.

„Wir sind alle sehr gespannt, wie wir unseren dynamischen Weg weiter gehen können“, sagt Maarten Markus. „Ich vermute, dass es hier und da ein paar Markenwechsel geben wird, aber wir uberschneiden uns in unserem Portfolio nicht sehr. So viel ich weiß, ist Minor an einer langfristigen Strategie und Zusammenarbeit sehr gelegen, und darauf habe ich persönlich wirklich Lust.“

Den vollständigen Artikel “Mit Kreativität aus der Krise: Wie Phoenix aus der Asche wurde aus den hochverschuldeten „NH Hoteles“ mithilfe eines Fünf-Jahres-Plans wieder ein agiles Unternehmen, das prosperierend, innovativ und selbstbewusst in die Zukunft blickt.” lesen Sie in der November-Ausgabe von Top hotel.