Neues PotentialCo-Living-Konzepte halten Einzug in die Hotellerie

Apartmentkonzept von BelForm (Bild: Interboden Gruppe/BelForm)

Hohe Flächeneffizienz und die Möglichkeit an die Lebensmodelle der Generation Z anzuknüpfen lockt nun zunehmend auch jene Anbieter in das Marktsegment, die sich bisher nur mit der Unterkunft für Übernachtungen beschäftigt haben: die Hotellerie. Eine Markteinschätzung von Benjamin Oeckl /BelForm.

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Um für die Zielgruppen der Generation Z attraktiv zu bleiben und den Anforderungen einer modernen Gesellschaft weiterhin zu genügen, sind in der Hotellerie Veränderungen und neue Impulse gefragt. Zimmergröße, Gemeinschaftsflächen und der Aufwand an Services müssen sich anpassen. Nun ist auch das Interesse der Hotelanbieter geweckt, die sich von Mikro-Apartments, Schlaf-Pods, geteilten Apartments und ausgelagerten Gemeinschaftsräumen vor allem eine höhere Flächeneffizienz und Bettanzahl pro Quadratmeter versprechen. Eine Steigerung von bis zu 30 Prozent ist möglich.

Co-Working war der Anfang, Co-Living ist die Ausbaustufe. Im Endeffekt ist dies eine Bürogemeinschaft und Wohngemeinschaft.

Konzipiert rund um das Lebensgefühl der Gemeinschaft und die Bedürfnisse der Gäste legt das Unternehmen BelForm bei der Entwicklung neuer Co-Living Konzepte für Short-, Medium- und Longstay-Aufenthalte den Fokus deswegen auf die „Experience“ – die Gesamterfahrung der Bewohner. Mit einer Mischung von Co-Living Expertise, intelligenter Planung und der Einbindung von Prop-Tech wird die Zielgruppe durch stimmige Gesamterlebnisse in ihrem Lebensstil auf allen Berührungsebenen angesprochen.

„Blended Living“: Neue Hotel-Konzepte auf dem Vormarsch

Es zeigt sich: Eine zunehmende Auflösung der Trennlinie zwischen Immobilienwirtschaft und Hotellerie zwingt sowohl die Immobilien-Branche als auch die Hotellerie zu einem Umdenken. Mit der Übertragung von Co-Living, Sharing Economy sowie Bedürfnis- und Erlebnisorientierung in den Branchen-Kosmos „Hotel“ entstehen so zunehmend neue Konzepte mit ungemeinem Potential.

Eine der spannendsten Marktentwicklungen stellen hybride Lösungen, das sogenannte „Blended Living“, dar: Sie vereinen Aspekte aus der Hotel- mit der Apartmentbranche und lassen in diesem Zuge den Hotel- und Wohnungsmarkt noch näher zusammenrücken. So zum Beispiel das sogenannte open-house-Konzept von Jo&Joe by Accor Hotels oder die neue Marke Ruby Places von Ruby Hotels. Andererseits zeigt die Entwicklung des Co-Living Hotels The Collective in Queens, New York, dass auch klassische Co-Living Anbieter großes Potential in Short-Stay Konzepten sehen.

Autor: Benjamin Oeckl, Geschäftsführer von BelForm, Experte im Bereich Co-Living, Micro-Living und Serviced Apartments.

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