Neue Strukturen im Hotel Die Sonne FrankenbergMitarbeiter bewerten Betriebsklima per App

Mit Hilfe von “Reverse Thinking” haben die Verantwortlichen die Strukturen im Relais & Chateaux Hotel Die Sonne im hessischen Frankenberg komplett umgestaltet. Unter anderem haben die Mitarbeiter nun die Möglichkeit, das Betriebsklima per App zu bewerten.

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Ziel der Umstrukturierungen, die Geschäftsführer Gerhard Pohl im Oktober 2017 angestoßen hat, ist eine Steigerung der Gäste- und Mitarbeiterzufriedenheit. Für die Umstrukturierung bedienten sich die Verantwortlichen der Methode des „Reverse Thinking“. Damit bezeichnet man ein Vorgehen, bei dem das gewünschte Kundenerlebnis im Vordergrund steht und bei dem man die Prozesse hinter den Kulissen quasi „rückwärts“ darauf zuschneidet.

Im ersten Schritt wurde eine Blaupause für Ziel-Werte in den Bereichen gewünschtes Gasterlebnis, Mitarbeiterverhalten, Arbeitsklima und Führungsstil erstellt. „Wir haben uns ganz genau angeschaut, wo Führungsstrukturen Sinn machen und wo wir den Mitarbeitern mehr Eigenverantwortung geben können. Teilweise haben wir Hierarchie-Ebenen abgebaut, teilweise einfach an der Kommunikation zwischen Führungskraft und Mitarbeiter gearbeitet“, erklärt Gerhard Pohl.

Neue App zur Bewertung des Betriebsklimas

Auch eine interne App hat das Relais & Châteaux Hotel Anfang des Jahres aufgelegt, um schnell, unkompliziert und umfassend mit seinen Mitarbeitern in Kontakt zu treten und den internen Austausch anzuregen. Neben unternehmensbezogenen Daten wie Hotelinfos oder Terminen, beispielsweise für Erste-Hilfe-Kurse, stehen dem Sonne-Team auch Content wie Weintipps von der Sommelière oder neue Speisekarten sowie Mitarbeitervorteile bei ausgewählten Partnern zur Verfügung. Integrierte Dienstplan- und Zeiterfassungstools geben einen Überblick über Einteilungen und Schichten. Zudem können Mitarbeiter Urlaub über die App einreichen, sich im Chat austauschen oder private Angebote an einem schwarzen Brett teilen. Das wohl wichtigste Tool in Sachen Mitarbeiterzufriedenheit ist aber das Sonne Spiritmeter, über das die Teams regelmäßig Möglichkeit haben, Arbeitsklima und Führungsstil anonym zu bewerten. Die jeweiligen Teamleiter besprechen Fortschritte und Defizite und unterstützen bei der Entwicklung.

Umsetzung der Umstrukturierung

Um die abstrakten Ziele in individuelle und umsetzbare Handlungsschritte herunterzubrechen, hatte vorab eine Leadership Journey mit allen Führungskräften stattgefunden. In deren Rahmen erhielten die Teilnehmer Einblicke in innovative Führungsmethoden. Zudem wurde für jeden ein Profil erstellt, in welchem vier Denkpräferenzen von analytisch über strukturell und sozial bis zu konzeptionell sowie drei Verhaltenspräferenzen (Ausdruckskraft, Durchsetzungskraft und Anpassungsfähigkeit) gemessen wurden. Ziel war es, dass die Teilnehmer sich selbst und ihre Rollen im Unternehmen besser verstehen lernen und in Perspektive zum gewünschten Profil setzen können. Zusätzlich gab es einen „Train-the-Transformer“-Workshop, bei dem ausgewählte Mitarbeiter Trainer-Kenntnisse und Methoden zur Umsetzung des Blueprint an die Hand bekamen. Diese Mitarbeiter führen seit Mitte des Jahres einmal wöchentlich 15-minütige Mini-Trainings mit ihren jeweiligen Teams durch und begleiten sie auf dem Weg zum gewünschten Ergebnis.

 

 

 

 

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