Food-KonzepteNachhaltig gefischt

Die Gäste auf die Problematik der Überfischung aufmerksam zu machen und für das Thema zu sensibilisieren, ist eine Möglichkeit. Eine weitere beginnt bereits beim Einkauf der Fische und Meeresfrüchte. Welche Arten aus welchem Gebiet darf ich kaufen? Zahlreiche Siegel erleichtern die Orientierung und weisen darauf hin, welche Produkte aus nachhaltiger Fischerei stammen. Das wohl bekannteste und meist verbreitete Siegel für wild gefangenen Fisch ist das des Marine Stewardship Council (MSC). Mit diesem sind laut Kristin Pettersen bereits Dreiviertel der aus Norwegen stammenden Fische gekennzeichnet. »Naturland Wildfisch« und »Friend of the sea« sind zwei weitere Zertifizierungen, die neben einer schonenden Befischung der Bestände sowie einem achtsamen Umgang mit dem Ökosystem auch eingehaltene Sozialstandards garantieren. Das deutsche und das EU-Biosiegel kennzeichnen dagegen solche Fische und Meeresfrüchte, die aus Aquakulturen stammen – eine Methode, der Überfischung entgegenzuwirken: Bis 2030 sollen allein 62 Prozent* der Speisefische aus der Fischzucht stammen. Auch Naturland- und Bioland-Siegel weisen auf nachhaltige Produkte aus der Fischzucht hin.

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Darüber hinaus haben Greenpeace** und der WWF*** Einkaufsratgeber herausgegeben, aus denen hervorgeht, welche nicht durch ein Siegel gekennzeichneten Arten »bedenkenlos« verzehrt werden dürfen und welche nicht auf den Tellern der Gäste landen sollten. Auf der roten Liste stehen Zander aus Osteuropa, Viktoriabarsch und Roter Thun. Karpfen, Pazifischer Lachs aus dem Nordost-Pazifik und Kabeljau aus der Ostsee sind dagegen eine gute Wahl.

 

* Fish to 2030: Prospects for Fisheries and Aquaculture; von der FAO, der Weltbank und dem International Food Policy Research Institute (IFPRI)

** Einkaufsratgeber Fisch; www.greenpeace.de

*** Fische und Meeresfrüchte – Einkaufsratgeber www.wwf.de, als Onlineversion sowie downloadbar als App

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