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Start Coronakrise Nach Kritik des Dehoga: Institut der deutschen Wirtschaft äußert sich zu Zeitungsbericht

Nach Kritik des DehogaInstitut der deutschen Wirtschaft äußert sich zu Zeitungsbericht

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat auf Anfrage des Dehoga Stellung zum Bericht in der “Welt am Sonntag” genommen. In diesem war auf Basis einer IW-Berechnung die Rede davon, das Gastgewerbe würde mehr Hilfen erhalten, als es einnehmen würde, wären die Betriebe geöffnet (wir berichteten).

Mit Bezug auf eine Aussage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) wurde in dem Beitrag kritisiert, dass Betriebe aus Gastronomie oft mehr erhielten, als wenn sie geöffnet hätten. Der Dehoga-Bundesverband wandte sich diesbezüglich an den Direktor des IW sowie die Presse und stellte unter anderem klar, dass sich abhängig vom Betriebstyp die Fixkosten in der Branche mehrheitlich zwischen 50 und 75 Prozent bewegten. Die Personalkosten seien logischerweise darin enthalten. Das Kurzarbeitergeld werde von den Hilfen jeweils abgezogen. “Auch insoweit sind die Ausführungen des IW nicht zutreffend gewesen”, so der Dehoga.

Dehoga legt Zahlen offen

Die Umsatzverluste bis Ende November hätten sich auf rund 33 Milliarden Euro belaufen. Erhalten habe die Branche 1,37 Milliarden Euro Soforthilfen sowie 450 Millionen Euro Überbrückungshilfe I. Somit habe das Gastgewerbe insgesamt von den zur Verfügung gestellten Hilfsgeldern in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse rund 1,8 Milliarden Euro bis Ende August erhalten. Diese Zahlen belegten, dass von einer Überkompensation nicht die Rede sein kann, so der Dehoga.

Statement des IW

Aus dem IW zitiert der Dehoga: “(…) Auf Basis von Jahresabschlussdaten der Deutschen Bundesbank wurde eine überschlägige Rechnung für die Dienstleistungsbranche angestellt und dabei nach fixen und variablen Kosten unterteilt. Die Aussage war, dass die jetzige Regelung unbürokratisch und schnell umsetzbar ist. Gleichzeitig ist sie in der Höhe mit Blick auf November und Dezember großzügig, da sie im Durchschnitt zu mehr als der Deckung der anfallenden Kosten in diesen beiden Monaten reicht. Dabei wurde auch betont, dass es große Unterschiede zwischen einzelnen Bereichen gibt. Auf die Frage, welche Alternative es für die Erstattung gebe, wurde auf eine Orientierung an den Fixkosten plus Gewinnmarge verwiesen.” In keiner Weise sei es darum gegangen, die Hilfen infrage zu stellen.

Und weiter: “Zudem wurde in einem einordnenden Zitat darauf hingewiesen, dass die jetzt stark betroffenen Branchen wie die Gastronomie – anders als die Industrie – nach dem ersten Lockdown nicht richtig gut in Gang gekommen sind und dies eine befristete Großzügigkeit rechtfertigen kann. Die Welle und auch der Tenor der medialen Berichterstattung überraschten.”

 

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