Nach hohen Verlusten im ersten Halbjahr Motel One dank kontinuierlich steigender Belegungszahlen positiv gestimmt

Während die Geschäfte in den ersten drei Monaten des Jahres noch halbwegs normal verliefen, musste Motel One im zweiten Quartal 2020 erstmals in seiner Firmengeschichte einen Verlust hinnehmen. Insgesamt stand im ersten Halbjahr ein Minus von 51 Millionen Euro zu Buche. Für die kommenden Monate ist die Budget-Designgruppe von Dieter Müller aber positiv gestimmt.

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Bei Motel One sind nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2019 ab Mitte März die Umsätze weggebrochen. Durch striktes Kostenmanagement, Kurzarbeit und Gehaltsverzicht des Managements konnten die Verluste aber etwas abgefedert werden, wie das Management im Rahmen einer Halbjahresanalyse bekanntgegeben hat.

Das erste Halbjahr 2020 schließt Motel One mit einer Auslastung von 31 Prozent und einem Umsatz von 120 Millionen Euro ab. Das strikte Kostenmanagement der vergangenen Monate führte noch zu einem positiven EBITDAR von 44 (Vj. 144) Millionen Euro. Nach Zinsen, Abschreibungen und Steuern verzeichnet die Budget Design Hotelgruppe nach einem Plus im Vorjahr insgesamt einen Verlust von 51 Millionen Euro.

Mit einer Cashreserve von 204 Millionen Euro für die zweite Phase der Krise gut gerüstet

Für das gesamte erste Halbjahr lag der operative Cash Flow dank der Kaufpreiszahlung aus der Sale & Leaseback Transaktion des Vorjahres bei 107 Millionen Euro. In das Re-Design bestehender Hotels wurden 20 Millionen Euro investiert, in die laufenden Bauvorhaben 17 Millionen Euro. Trotz der coronabedingten operativen Verluste und der weiterhin hohen Investitionen stieg die Liquiditätsreserve dank der Sale & Leaseback Transaktion und dem Dividendenverzicht der Gesellschafter, um 21 Millionen Euro auf einen Cash-Bestand von 204 Millionen Euro zum 30.06.2020.

„Die wieder steigenden Auslastungen unserer Hotels und das Feedback der Gäste stimmen uns optimistisch. Dennoch müssen wir davon ausgehen, dass bis mindestens Mitte nächsten Jahres weitere Verluste und Liquiditätsabflüsse zu verkraften sind. Wir sind dank unserer Rücklagen auch für diese zweite Phase der Krise gut aufgestellt und werden mit unserer starken Plattform auch die sich bietenden Wachstumschancen konsequent nutzen“, so Dieter Müller, Gründer und CEO der Motel One Group. bereits vor zwei Wochen erklärte der Unternehmer: “Das Feuer brennt nicht mehr lichterloh. Wir verlieren aber weiter Liquidität.” Der Notfallbetrieb im Lockdown kostete Müller 20 Millionen Euro Liquidität pro Monat.

Seit Mitte Juni 2020 sind alle 74 Hotels der Budget Design Hotelgruppe wieder geöffnet, in UK jedoch bis Juli noch mit Einschränkungen. Hierfür hat Motel One seine bereits hohen Hygienestandards noch einmal ausgebaut und setzt auf neueste Technologien. Mit dem neuen Hygienekonzept „Motel One Health & Care“ stellt die Budget Design Hotelgruppe einen sicheren Aufenthalt in allen 74 Hotels sicher, unter anderem durch intensive Schulungen aller Mitarbeiter, technische Vernebelung zur Virenbekämpfung und Desinfektion in hoher Frequenz in allen öffentlichen Bereichen. Zudem wurden Audits aller Motel One durch das SGS Institut Fresenius durchgeführt und die Hotels zertifiziert.

 

 

 

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