MarketingBesser schlafen gegen Aufpreis

Jede Nacht ein anderes Bett – Alltag für Geschäftsreisende. Das kann manchen um den Schlaf bringen. Das Berliner Swissôtel hat sich zum Förderer des besseren Schlafs aufgeschwungen. Zusammen mit dem Kölner Schlafforscher Dr. Michael Feld wurde das »DeepSleep«-Package entwickelt – Höhenluft atmen, binaurale Beats einschalten und einschlafen

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Klar und frisch ist die Luft hier oben auf 2500 Metern Höhe. Eine Aussicht gibt es nicht. Dafür konnte der Geschäftsmann seinen Pyjama anbehalten; und der Bergausflug, der immerhin rund 2400 Höhenmeter umfasst, dauert auch nur eine halbe Stunde. »Das reicht, um gut einschlafen zu können«, versichert Dr. Michael Feld. Der Kölner muss es wissen, schließlich ist er Schlafmediziner. Seine Probanden sind allerdings keine Patienten – und schon gar keine Bergsteiger –, sondern Hotelgäste. Vielmehr ist der Luftkurort das Swissôtel in Berlin. Die Hauptstadt hat bekanntermaßen keine Berge. Doch ein exklusives Schlafprogramm, von Medizinern und dem Hotelmanagement entwickelt, macht’s möglich: Tiefer Schlaf – »DeepSleep« – kann seit Anfang März für einen Aufpreis von 60 Euro gebucht werden.

Rund 15 Prozent aller Deutschen – das sind über zwölf Millionen Menschen – leiden an Schlafstörungen. Die Ursachen können unterschiedlicher Natur sein und reichen von zu viel Kaffee- und Alkoholkonsum über Schichtarbeit und Stress bis hin zur Depression. Egal was der Grund ist, die Betroffenen haben schwer unter den Folgen zu leiden: Die Leistungs-, Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit ist beeinträchtigt, das allgemeine Wohlbefinden gestört. Langfristig führt zu wenig Schlaf zu Bluthochdruck, Herzerkrankungen und psychischen Störungen. Manchmal helfen schon einfache Maßnahmen, um wieder durchschlafen zu können, ohne stundenlang wach zu liegen – zum Beispiel: regelmäßig Sport treiben, nicht rauchen, abends keine koffeinhaltigen Getränke zu sich nehmen und auf Alkohl bestenfalls ganz verzichten. In schwierigen Fällen reicht das nicht. Dann müssen offensivere Maßnahmen ergriffen werden – solche, wie sie beim »DeepSleep«-Package angewendet werden. Dieses hat aber nichts mit einem Besuch im Schlaflabor zu tun. Vielmehr bucht man damit einen »bewussten Tag des Schlafs« – oder, wie Swissôtel-Direktorin Bettina Schütt es formuliert, den ersten »Night Spa«.

Um die innere Uhr wieder richtig zu takten, hat der Schlafmediziner Feld ein auf Licht und Höhenluft basierendes Chrono-Health-Concept entwickelt und »DeepSleep« ist ein Auszug davon, allerdings mit Wellness-Komponente und vornehmlich gedacht für gestresste Geschäftsreisende mit Schlafproblemen. Der Vorteil: Businessgäste können aktiv etwas gegen ihre Schlafstörung tun, ohne dass sie dafür ihre Geschäftsreise unterbrechen oder Urlaub nehmen müssen.

Für das »DeepSleep-Package« checkt der Hotelgast im Idealfall ­bereits mittags ein. Auf den Lunch folgt ein Nickerchen in der ­»PowerNap-Lounge«. Diese ist mit drei lindgrünen halbmondförmigen Liegen bestückt und befindet sich in einem separaten Raum zwischen Lobby und Restaurant. »Die meisten Menschen haben zwischen 14 und 16 Uhr ein biologisches Tief, das kann durch 20- minütiges Power-Napping erfolgreich überbrückt werden«, sagt die Berliner Schlafmedizinerin Dr. Samia Little Elk, »DeepSleep«-Mitstreiterin von Dr. Michael Feld.

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