Motel One Auf erfolgreiches 2019 folgt eine "massive Störung des Geschäftsverlaufs"

Motel One im Berliner Upper West Tower. (Bild: Motel One)

Branchenprimus Motel One hat auch im vergangenen Jahr seine herausragende Geschäftsentwicklung fortsetzen können. Der Umsatz stieg um 75 Millionen Euro. Aufgrund der Coronakrise rechnet CEO Dieter Müller in den kommenden Monaten mit “hohen Umsatzeinbrüchen, die sich heute noch nicht beziffern lassen.”

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Dieser Artikel ist Teil unserer umfassenden Berichterstattung über die Coronakrise. >>> zur Übersicht

Wie erwartet hat die Budget-Designhotelgruppe den Umsatz in 2019 abermals steigern können. Von 487 Millionen Euro in 2018 stiegen die Erlöse um 15 Prozent auf 562 Millionen Euro in 2019. Der EBITDA kletterte von 150 auf 176 Millionen Euro. Zum Wachstum trugen auch drei Neueröffnungen bei, darunter dem Markteintritt in Polen. Aktuell listet Motel One 74 Hotels mit 20.851 Zimmern.

Coronakrise überschattet weitere Geschäftsentwicklung – Kurzarbeit wurde angeordnet

Die erfolgreiche Bilanz 2019 wird von der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderung durch das COVID-19 Virus überschattet. „Insgesamt sehen wir die Entwicklung besorgt, wissen aber auch um die Verantwortung als Unternehmen und Hoteliers, die Vorsorgemaßnahmen gegen eine schnellere Verbreitung des Coronavirus soweit möglich aktiv zu unterstützen,“ so Dieter Müller Gründer und CEO von Motel One.

Nicht nur die gesundheitlichen Auswirkungen machen Motel One betroffen, auch die wirtschaftlichen Folgen sind erheblich. Aktuell rechnet Motel One mit einer massiven Störung des Geschäftsverlaufs und hohen Umsatzeinbrüchen in den kommenden Monaten, die sich heute noch nicht beziffern lassen. Aus diesem Grund werden Kostenanpassungen in allen Bereichen vorgenommen und mit Augenmaß konsequent umgesetzt. In den Hotels in Deutschland und dem Headoffice in München wurde Kurzarbeit angeordnet. Über die Dauer und den Umfang lässt sich derzeit noch keine Aussage treffen. Alle weiteren internationalen Märkte und Standorte werden gemeinsam mit dem Management intensiv beobachtet und die Strukturen angepasst.

Dieter Müller, Motel One

„Die kommenden Monate werden uns allen viel abverlangen und wir hoffen auf Verständnis und einen starken Zusammenhalt, aber auch auf die staatlichen Instrumente, solche außerordentlichen Krisen solidarisch zu überstehen,“ so Dieter Müller.

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