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StartBrandsNewsMobile Advertising: Kreativ statt kopflos

Mobile Advertising Kreativ statt kopflos

Das Smartphone ist aus dem digitalen Alltag nicht mehr wegzudenken. Mobile first gilt heute nicht nur für Websites, sondern auch für digitale Werbeformen, zumindest in mobilitäts-affinen Branchen wie dem Gastgewerbe.

 

Im März 2015 verkündete Google, dass künftig mobil-optimierte Seiten bei der Suche auf mobilen Endgeräten bevorzugen würden. Im Mai 2015 berichtete der Konzern außerdem, dass im Vormonat mehr Suchen auf mobilen Endgeräten durchgeführt wurden als auf Desktop-Rechnern. Und im gleichen Monat informierte PayPal auf einer Fachkonferenz darüber, dass 60 Prozent aller Zahlungen von mobilen Endgeräten aus durchgeführt werden. In allen drei Definitionen zählen auch Tablets zu mobilen Endgeräten, obwohl diese häufig als PC-Ersatz zu Hause benutzt werden.

Es gibt keinen Zweifel: Die Schonzeit ist vorbei. Wer heute nicht den Fokus auf mobile Kunden legt, der verliert – und das nicht nur langfristig. Im gesamten deutschen E-Commerce hat rund die Hälfte aller Anbieter eine funktionierende mobile Seite. Ein Viertel arbeitet daran und ein weiteres Viertel denkt nur darüber nach. In der Hotellerie dürfte der Schnitt etwas höher liegen, aber längst noch nicht alle haben begriffen, dass jede schlechte mobile Erfahrung den OTAs neue Kunden zutreibt. So zeigt das Fairmont Vier Jahreszeiten in Hamburg tatsächlich seine Standard-Homepage (HVJ.de) sowohl auf iPad und iPhone als auch auf dem Android-Telefon. Das iPad versucht die Größe anzupassen und zerschießt das an sich schöne Hintergrundbild komplett. Hier wurde offensichtlich schlecht programmiert. Und auf dem Android-Smartphone funktioniert die Seite nur mit ständigem rein- und rauszoomen. Das ist insofern besonders tragisch, als die Seite des gleichen Hauses auf Fairmont.de wunderschön mobil in Szene gesetzt wird. Also betrachten wir das als Übergangsproblem.

Interessanter wird es, wenn man sich die Angebote der Mitbewerber ansieht. Sowohl Atlantic als auch Royal Méridien haben mobil-optimierte Seiten, doch beide setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Die Seite des Royal Méridien ist eher schlicht, stellt dafür aber die Buchungsmöglichkeit auf den ersten Bildschirm. Das Atlantic zeigt hingegen einen für mobile Webseiten untypischen langen Beschreibungstext auf der Startseite. Das ist per se nicht schlecht gemacht und folgt hoffentlich einer klugen Strategie.

Denn das Geheimnis guten mobilen Webdesigns ist eben nicht, dass eine Seite mobil »funktioniert«. Es geht darum, zu antizipieren, was der Kunde in der jeweiligen Situation wünscht. Das Atlantic startet zum Beispiel mit einem englischen Text. Je nach Kundenmixtur ist das genau der richtige Ansatz. Generell kann man an diesem Punkt viel von etablierten Onlinehändlern lernen. Der Anzugverkäufer Suitsupply ändert zum Beispiel seinen Schwerpunkt je nach Gerät. Während auf der Desktop-Variante die Produkte im Mittelpunkt stehen, rückt in der mobilen Version der Storefinder ins Zentrum. Vielleicht ist ja gerade eine Filiale in der Nähe des Users. Übrigens hat Suitsupply für beide Varianten nur eine Seite in Responsive Design. Es geht also um mehr, als nur um das Verkleinern des Layouts.

Was für die Website gilt, muss ebenso im Marketing berücksichtigt werden. Jeder QR-Code in jeder Anzeige muss heute auf eine mobil-optimierte Seite verweisen. Fernsehspots bilden da keine Ausnahme, denn die User haben das Tablet als SecondScreen auf dem Schoß. Auch hier gibt es an allen Ecken Nachbesserungsbedarf. So wirbt Opel in der Bundesliga-App des Kicker mit Banneranzeigen für den »Insignia«, die auf die normale Konzern-Homepage verweisen. Das klickt der User definitiv nicht wieder an.

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