MissbrauchsvorwürfeHotelier Steve Wynn tritt aus Republikaner-Vorstand zurück

©pixabay/jaygeorge

Hotelmogul Steve Wynn wird nach der #metoo-Debatte in Hollywood nun ebenfalls der sexuellen Belästigung seiner Angestellten begeschuldigt. Er soll mehr als 150 Frauen belästigt haben und sogar übergriffig geworden sein, berichten mehrere Medien. Als Folge tritt er als Finanzchef des Republikanischen Parteivorstands zurück, er bleibt aber CEO der Wynn Resorts.

Wie die „Tagesschau“ berichtet, werfen rund 150 Angestellte dem 76-jährigen Wynn vor, sie sexuell belästigt zu haben und übergriffig geworden zu sein. Die Frauen berichteten, sie hätten sich angesichts von Wynns Macht und aus Angst, ihre Jobs zu verlieren nicht getraut, sich ihm zu widersetzen. Manche Angestellte hätten sich aus Angst vor ihm im Toilettenraum versteckt, wenn er das Wellness Center im “Wynn”-Hotel aufgesucht habe.

Steve Wynns Konzern beschäftigt rund 23.000 Mitarbeiter. Zu seinen Hotels und Kasions gehören unter anderem Bellagio, Encore, Mirage, Treasure Island und Wynn in Las Vegas. Außerdem war Wynn wichtiger Parteispender für die Republikaner, US-Präsident Donald Trump hatte ihn zum Finanzchef des republikanischen Parteivorstands ernannt.

Wynn bezeichnete die Vorwürfe als absurd, sie seien Teil eines Rechtsstreits über Scheidungsvereinbarungen mit seiner Ex-Frau Elaine. Dennoch trat er angesichts der Beschuldigungen als Finanzvorstand der Republikaner zurück. Steve Wynn teilte aber auch mit, dass er weiterhin CEO der Wynn Resorts bleibe und sich weiterhin ohne Ablenkung um die Belange der Gruppe, ihrer Angestellten und Teilhaber kümmern wolle.

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