Meliá Hotels InternationalUmsatz 2019 stagniert auf Vorjahresniveau

Die spanische Hotelgruppe Meliá Hotels International meldet für 2019 rückläufige Gewinne. (Bild: Meliá Hotels International)

Die spanische Hotelgruppe Meliá Hotels International meldet für das Geschäftsjahr 2019 stagnierende Umsätze im Vergleich zum Vorjahr. Der Nettogewinn ging um 19,8 Prozent zurück, Ebitda um 2,3 Prozent. Als Ursachen nennt das Unternehmen außergewöhnliche Ereignisse, der Ausblick für 2020 sei jedoch positiv.

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Die Ergebnisse von Meliá Hotels International für das Jahr 2019 seien demnach durch eine Kombination außergewöhnlicher Ereignisse unterschiedlichen Ursprungs stark beeinflusst worden, wie beispielsweise von einer negativen Kampagne der US-Medien gegen den Ruf
der Dominikanischen Republik, Sargassum-Algen in Mexiko oder der Verlangsamung
einiger Segmente in Kuba. Andere Ereignisse wie das Coronavirus in China hätten sich bisher nur unerheblich auf die Unternehmensergebnisse ausgewirkt.

Gewinnrückgang um 19,8 Prozent im Vergleich zu 2018

Ohne Berücksichtigung der Kapitalgewinne, erzielte die Hotelgruppe wiederkehrende Einnahmen, die denen von 2018 (EUR 1.789,5 Millionen) ähnlich sind, und ein Ebitda von  470,9 Millionen Euro, das -2,3 % unter der des Vorjahres liegt. Der konsolidierte Nettogewinn (121,7 Millionen Euro) lag 19,8 % unter den Zahlen von 2018, beeinflusst durch weniger außerordentliche Posten.

“Die Ergebnisse von Meliá für das Jahr 2019 entsprechen den Erwartungen, da sie von
gleichzeitigen außergewöhnlichen Ereignissen betroffen sind, die sich in beispielloser Weise auf bestimmte Reiseziele ausgewirkt haben, von denen wir uns aber bereits wieder erholen”, sagte Gabriel Escarrer Jaume, stellvertretender Vorsitzender und CEO von Meliá Hotels
International.

Umsatz pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) stagniert nahezu

Was die Betriebsergebnisse betrifft, so erzielte das Unternehmen einen Anstieg des Umsatzes pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) in eigenen und gepachteten Hotels um +0,6 %, ein Wert, der im vierten Quartal des Jahres auf +1,8 % anstieg. Der Anstieg des RevPAR wurde nach Unternehmensangaben dank der Markenstrategie sowie der Verbesserungen im Hotelportfolio und trotz der Probleme in der Abteilung Nord- und Südamerika durch eine Verbesserung des durchschnittlichen Zimmerpreises (+2,3 %) erzielt.

Die Verkäufe über melia.com lagen bei 582,2 Millionen Euro (+3,1 % gegenüber 2018), während der B2B-Kanal MeliaPro bei den Verkäufen an Reisefachleute um +14,9 % auf 75,7 Millionen Euro anstieg.

EMEA-Region: Deutschland mit 4,7 Prozent Plus bei RevPAR

Nach Ländern betrachtet, finden sich die Höhepunkte des anhaltenden RevPAR-Wachstums in
Deutschland (+4,7 %) und in Italien (+7,5 %). Negativ fällt auf, dass Frankreich in den ersten neun Monaten weiterhin eine negative Entwicklung (-5,6 % auf vergleichbarer Basis) verzeichnete, die unter anderem durch den Streik im Verkehrssektor beeinflusst wurde, obwohl eine rasche Erholung erwartet wird, wenn sich die Situation wieder normalisiert.

Ausblick 2020: Positiver Ausblick für Europa

Das Unternehmen erwartet ein positives Jahr in den europäischen Großstädten – trotz der Renovierung mehrerer Hotels in Großbritannien, Frankreich und Italien. Zudem wird erwartet, dass die spanischen Städte ihre positiven Trends trotz der Absage des Mobilen Weltkongresses in Barcelona fortsetzen können.

Bei den Resorthotels seien die Aussichten sowohl auf den Kanarischen Inseln – wo sich das Geschäft nach dem vorherigen Abschwung stabilisiert habe – als auch im übrigen Mittelmeerraum mäßig optimistisch, wobei wichtige konkurrierende Reiseziele wie die Türkei bereits eine hohe Belegung erreicht hätten. Was die Auswirkungen der beginnenden Ausbreitung des Coronavirus Covid-19 außerhalb Chinas betrifft, so ist das Unternehmen von der Absage einiger MICE-Veranstaltungen wie der MWC in Barcelona und bestimmter
Veranstaltungen in Mailand betroffen. Das Unternehmen bleibt in Bezug auf seine Prognosen vorsichtig, vorbehaltlich der Entwicklung des Managements des Covid-19-Virus und der daraus resultierenden Auswirkungen.

 

 

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