Hotelmarkt DresdenMehr Berg- als Talfahrt

Schon heute die Entwicklung des Marktes von morgen kennen – das ist die Intention des Trendbarometers der Fairmas Gesellschaft für Marktanalysen mbH, exklusiv in Kooperation mit Tophotel. Diese Ausgabe im Fokus: der Hotelmarkt in Dresden

Eigentlich waren die Hoteliers in Dresden von einem weniger guten Geschäft im November vergangenen Jahres ausgegangen. Deutlich im negativen Bereich sollten sich vor allem Zimmerpreis und RevPAR bewegen, so die Prognose jener Hoteliers, die ihre aktuellen Forecasts dem Benchmark-Spezialisten Fairmas zur Verfügung stellen. Doch es kam anders. Das über Wochen anhaltend schöne Wetter in Deutschland zum Ende des vergangenen Jahres spülte zahlreiche Städtetouristen nach Elbflorenz, sodass am Ende des Monats in allen Bereichen positive Werte zu Buche standen. Vor allem der RevPAR machte mit rund sieben Prozent einen deutlichen Sprung nach oben.

Der November spiegelt auch die aktuelle Performance auf dem Dresdner Hotelmarkt wider, denn über das gesamte Jahr 2011 konnte ein kontinuierlicher Aufwärtstrend beobachtet werden. So lag die Auslastung mit 52 Prozent um einen Prozentpunkt über dem Wert von 2010, allerdings immer noch weit entfernt vom Spitzenergebnis aus 2006, als 58,7 Prozent Belegung erreicht wurden. Beim Zimmerpreis bleibt die Lage für die Hoteliers nach wie vor unbefriedigend, denn mit einer durchschnittlichen Rate von 73 Euro im November bewegt sich die sächsische Landeshauptstadt im Vergleich zu anderen deutschen Top-Destinationen auf niedrigstem Niveau. Nun steht auch noch die Einführung der Bettensteuer im Raum, bei der sich allerdings ein Verwaltungsstreit abzeichnet. Während die Stadtverwaltung ein bis zwei Euro je Übernachtung erheben will, drohte das Sächsische Wirtschaftsministerium damit, die Fördermittel für den Tourismus zu streichen, da die Bettensteuer aufgrund ihres steuerlichen Charakters nicht die dringend gebotene Zweckge­bundenheit für den Tourismus erfülle. Als Alternative wurde eine Fremdenverkehrsabgabe vorgeschlagen, bei der nicht nur Hotels zu Kasse gebeten werden, sondern auch andere Wirtschaftsbereiche, die vom Touris­mus profitieren. 

Mag der Blick in die Zukunft unter diesem Gesichtspunkt nicht gerade hoffnungsvoll stimmen, machen doch zumindest die Forecast-Werte für die kommenden Monate Mut. Vor allem für Februar rechnen die Hoteliers mit einem deutlichen Anstieg der Belegung, das mit einem Plus von zwölf Prozent beziffert wird. Zimmerpreis (+7%) und RevPAR (+20%) bewegen sich auf ähnlich gutem Niveau.

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