Palais Namaskar - MarrakeschMasterpiece in Marrakesch

Vor den Toren der marokkanischen Metropole hat die Oetker Collection im April das Palais Namaskar eröffnet. Für die jetzt fünf Top-Häuser zählende Gruppe ist es das erste Hotel, das mit Managementkontrakt geführt wird.

Philippe Soulier ist offensichtlich kein Mann, der in kleinen Dimensionen denkt. »Think Big« war schon immer seine Devise, auch als er mit 24 Jahren – zunächst als Soldat – von Frankreich nach Nigeria ging und dort innerhalb von zehn Jahren ein millionenschweres Unternehmen im Bereich der maritimen Transportlogistik aufbaute. Auf einem ganz anderen Terrain, aber nicht minder erfolgversprechend, wurde Soulier jetzt in Marokko mit dem Luxushotel Palais Namaskar aktiv, an dessen Verwirklichung er sechs Jahre lang intensiv mit dem algerisch-marokkanischen Architekten Imaad Rahmouni gearbeitet hat. Herausgekommen ist ein auf fünf Hektar verteiltes, 50 Millionen teures, palastartiges Boutiquehotel zwischen dem Atlasgebirge und den Djebilet Bergen, rund 30 Fahrminuten von der marokkanischen Metropole entfernt.

Um hier eine einzigartige Kombination aus zeitgemäßen und traditionellen Elementen zu schaffen, hat Philippe Soulier nach Feng Shui-Prinzipien allein 1,5 Hektar an Wasserläufen und Seen sowie 16 Pools anlegen, über 100 Leuchter in Murano produzieren und sieben Kilometer Vorhangstoff drapieren lassen. Ebenso pragmatisch wie emotional geprägt war der Entschluss, sein Lebenswerk nicht – wie ursprünglich geplant – selbst zu managen, sondern zu einem Mitglied der Oetker Collection zu machen. Denn als er im Sommer 2011 erfuhr, dass sein Lieblingshotel Du Cap-Eden Roc in der Nähe von Nizza zur Masterpiece Collection des Bielefelder Familienunternehmens gehört, war er der festen Überzeugung, dass sein Hotel hier genau richtig platziert ist: in einer kleinen, europäisch ge- prägten Luxushotelgruppe, die sich derzeit auf dem Weg ins internationale Hotelmanagement befindet. »Unsere Strategie ist es, mit Managementverträgen weiter zu wachsen – mit etwa zehn Hotels bis 2020. Wir besitzen und managen vier in Europa bestens etablierte Hotels und verstehen damit die Belange der Eigentümer ebenso wie wir das Management beherrschen«, erklärt Frank Marrenbach, CEO der Oetker Hotel Management Company, die ab 2013 auch im Le Bristol Abu Dhabi – ein Projekt das noch vor dem Palais Namaskar geplant war – Regie führen wird.

In puncto Hardware ist das neue Masterpiece bereits ein wahres Meisterstück. Architekt Imaad Rahmouni, der unter anderem mit Philippe Starck gearbeitet hat, gelang ein euro-orientalischer Mix auf höchstem Niveau: Zeitgemäße, ausschließlich für das Palais Namaskar designte Möbel und Materialien von B&B Italia, Dedar und Minotti, hochwertige Teppiche der deutschen Firma OT aus Meerbusch, Glas und Kronleuchter aus Murano sowie Technik von Bang & Olufsen wurden mit maurischer Architektur kombiniert. Das Palais Namaskar beherbergt zwei Paläste, zehn Villen, 15 Suiten und 14 Zimmer mit privaten Gärten, Terrassen und Pools, hinzu kommen zwei Restaurants und ein 650 Quadratmeter großes Spa. Die Gebäude sind eingebettet in eine von Wasser dominierte Landschaft, in die bereits vorhandene Oliven- und Orangenbäume, Palmen und Bougainvillea-Büsche einbezogen wurden.

Beim Finetuning, sprich dem Training der rund 230 Angestellten, hat das Leading Hotel of the World durchaus noch Luft nach oben; die Schlüsselpositionen sind übrigens mit Oetker-Managern auch aus Deutschland besetzt, um den Standard auf höchstes Niveau zu heben. General Manager Frederic Picard, der zuletzt das Mazagan Beach Resort in El Jadida bei Casablanca geleitet hat, ist hinsichtlich des Erfolgs des neuen Oetker-Hotels überaus zuversichtlich. »Das Palais Namaskar ist eine Destination in sich selbst und verbindet europäische Maßstäbe der Luxushotellerie mit marokkanischer Kultur«, sagt er und nennt als wichtigste Klientel sowohl europäische und russische als auch Gäste aus Nahost. Diese haben im Übrigen die Möglichkeit, einen ganz besonderen Transfer zu nutzen: einen Flug mit dem hoteleigenen 40-Millionen-Dollar-Jet.

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