MarktübersichtSaubere Sache mit Nachhaltigkeitsfokus

Anwender sollten immer das Material berücksichtigen, auf das Reiniger aufgetragen werden. (Bild: Dr. Schnell)

Sanitärunterhaltsreiniger sollen das Hotelbad nicht nur blitzblank machen, sondern auch möglichst wenig die Umwelt belasten. Vor der Entscheidung für eine bestimmte Lösung sollten Anwender außerdem die verbauten Materialien berücksichtigen.

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Die Sauberkeit im Zimmer ist für Reisende ein entscheidendes Kriterium bei der Beurteilung oder Weiterempfehlung eines Hauses. Neben tadelloser Hotelwäsche und gereinigten Nachttischen schauen Gäste vor allem im Sanitärbereich ganz genau hin. Armaturen müssen frei von Kalkflecken sein – und das so lange wie möglich. Der Reinigungseffekt darf nicht schon nach dem ersten Händewaschen wieder dahin sein. Im besten Fall sollten die Reinigungsmittel einen frischen Duft im Bad hinterlassen. Für Hotels ist daher das Reinigungsergebnis wichtig, aber die Wahl des Sanitärunterhaltsreinigers hat fast noch eine größere Bedeutung.

Ressourcenschonung im Fokus

Aspekte des Umweltschutzes werden von vielen Herstellern selbstverständlich einbezogen: „Nachhaltigkeit ist derzeit in aller Munde, und die Nachfrage nach umweltfreundlichen und kennzeichnungsfreien Produkten steigt“, bestätigt Sandra Wenz vom Produktmanagement bei Diversey. Damit verbunden ist auch, möglichst ressourcenschonend zu arbeiten. „Das betrifft auch den Wasserverbrauch bei Reinigungsprozessen“, ergänzt Sebastian Scholl von Ecolab. Er rät dazu, bei der Auswahl von Siegeln auf neutrale Organisationen zu achten.
Bei aller Rücksicht auf die Umwelt ist nach wie vor auch der Preis ausschlaggebend bei der Entscheidung für einen Reiniger. Dementsprechend legen Hoteliers großen Wert auf Kostensicherheit. „Es gibt eine große Preisunschärfe. Bei automatischen Geräten ist die Dosierung meist vom Wasserdruck abhängig. Eine exakte Dosierung von Hand ist eine Herausforderung. Unser patentiertes Produkt aber dosiert immer präzise, völlig unabhängig vom Wasserdruck“, sagt Bernhard Peßenteiner von Hagleitner. Beim Sparen rät Marcel Esch von Tana-Chemie zur Vorsicht. Denn langfristig könne das einen gegenteiligen
Effekt haben: „Kürzungen führen oft genug dazu, dass Oberflächen schneller verschleißen und schneller wieder ausgetauscht werden müssen.“

Besonderheiten berücksichtigen

Anwender hätten oft auch widersprüchliche Anforderungen. „Es besteht der Wunsch nach einer einfachen Anwendung ohne große Einführungsschulungen. Im Nassbereich werden aber zunehmend aufwendig zu reinigende Materialien wie Holz verbaut“, sagt Irene von Büren, Head of Chemicals bei Wetrok. Daher empfiehlt sie, dass sich Hotels bei der Bauplanung für säurebeständige Oberflächen entscheiden. Mirjam Haag, Senior-Produktmanagerin bei Hollu, rät zum Einsatz von materialschonenden Reinigern. „Marmor darf zum Beispiel nicht mit sauren Produkten gereinigt werden“, sagt sie. Die Reinigung solle aber nicht nur einfach sein, Anwender wünschten zunehmend ein individuell auf den Betrieb abgestimmtes Hygienekonzept.

In die Entscheidung können also viele Faktoren hineinspielen. Deshalb rät Sandra Wenz, zu überlegen, was für den Betrieb am wichtigsten ist: eine unkomplizierte Reinigung, Umweltschutz oder die Schonung der verbauten Materialien?

Die folgende Marktübersicht zeigt acht Produkte im Überblick.

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