Markenhotellerie Keine Stadt überbietet Frankfurt

Bis 2021 entstehen unter dem Namen Myhattan 200 Serviced-Apartments in Frankfurts Innenstadt. (Bild: Frankfurt Tourismus/Holger Ullmann)

86,6 Prozent der deutschen Hotelbetriebe sind nach wie vor der Individualhotellerie zu zuordnen. Wie sehr sich das Bild in den Großstädten in Richtung Markenhotellerie verschiebt, ist imposant.

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Im Jahr 2018 waren 86,6 Prozent der am Markt operierenden Betriebe der Individualhotellerie zu zuordnen. Bei den Marktanteilen der Zimmer- und Umsatzverteilung zeigte sich allerdings eine stark asymmetrische Verteilung. Die mit 13,4 Prozent geringe Anzahl der Markenhotels verfügt über 46,4 Prozent der Zimmerkapazitäten und generiert einen relativen Umsatzanteil zwischen 65 – 70 Prozent. Das geht aus einer Erhebung des Düsseldorfer Beratungsunternehmen Hotel Affairs Consulting hervor.

Großstädte: Frankfurt vor Dresden und Berlin

Der höchste Anteil von Markenhotels findet sich mit 63,1% in der Finanzmetropole Frankfurt wieder. Lediglich 36,9% der am Markt teilnehmenden Beherbergungsbetriebe sind der Individualhotellerie zuzuordnen. Das Verhältnis verschärft sich, bei der Zuordnung der Zimmereinheiten, hier hält die Markenhotellerie rund 84,4% aller Zimmer bereit. Dieses Ergebnis verwundert nicht vor dem Hintergrund der Internationalität der Gäste. Maßgeblich hierfür ist Frankfurt als internationaler Finanzmarkt, als Drehkreuz im Flugverkehr und als attraktiver Messestandort.

Aktuelle Verteilung der Marken- zu Individualhotellerie. (Quelle: Hotel Affairs Consulting GmbH)

Somit geht der erste Platz an einen „klassischen“ Businessstandort, während der zweite Top-Performer in der Erhebung die touristisch getriebene Destination Dresden ist. Hier gehören fast 55% aller Hotelbetriebe der Markenhotellerie an und stellen einen relativen Zimmeranteil von 80,5%. Gründe für den hohen Anteil an Markenhotels sind beispielsweise der Bauboom nach der Wende, sowie die attraktive Revitalisierung der Dresdner Innenstadt.

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