Luthe für Vorab-Überwachung von NutzerwertungenBundeskartellamt sieht Probleme bei Online-Bewertungen

"Wir pflichten dem Bundeskartellamt auch in der vorläufigen Schlussfolgerung bei, dass insbesondere Portale im Bereich von Dienstleistungen wie beispielsweise Hotels oder Ärzte eine Vorab-Überwachung hinsichtlich manipulierter Bewertungen vornehmen sollten", sagt IHA-Chef Markus Luthe. (Bild: Julia Baumgart Photography)

Das Bundeskartellamt hat am heutigen Donnerstag vorläufige Ergebnisse seiner Sektoruntersuchung zu Nutzerbewertungen im Internet, darunter auch sieben Reiseportale, vorgestellt. Die Erkenntnisse kommentiert Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer des Hotelverbandes Deutschland (IHA):

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Luthe sagt: „Die Sektoruntersuchung hat Missstände bei Nutzerbewertungen aufgedeckt. Nicht-authentische Bewertungen sind nicht nur ökonomisch schädlich, sie stellen auch Verbraucherrechtsverstöße dar. Nach derzeitigem Recht und der hierzu entwickelten Rechtsprechung haften die Plattformbetreiber jedoch nur sehr eingeschränkt für die auf ihren Seiten veröffentlichten Inhalte.” Die Portale sollten daher stärker in die Pflicht genommen werden, nicht-authentische Bewertungen auf ihren Seiten zu identifizieren und zu entfernen, meint Luthe.

“Wir pflichten dem Bundeskartellamt auch in der vorläufigen Schlussfolgerung bei, dass insbesondere Portale im Bereich von Dienstleistungen wie beispielsweise Hotels oder Ärzte eine Vorab-Überwachung hinsichtlich manipulierter Bewertungen vornehmen sollten. Generell wäre es aus Sicht des Hotelverbandes zu begrüßen, wenn das Bundeskartellamt zusätzlich die Befugnis erhielte, etwaige Rechtsverstöße auch per behördlicher Verfügung abzustellen.“

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