Ticker Aktuelle Informationen zur Coronakrise

+++ STR-Prognose: Rückkehr zu letztjährigen Zahlen wohl erst wieder 2022 +++

(20.05.2020)  Die europäische Hotellerie wird nach Einschätzungen des Datenunternehmens STR im Jahr 2020 einen Rückgang beim RevPAR von 37 Prozent infolge der Coronakrise erfahren. Für 2021 wird eine Zunahme von 41 Prozent erwartet. Eine Rückkehr zum Niveau von 2019 wird für 2022 prognostiziert.

Anzeige

+++ Restart in Bayern: Jedes Zimmer darf belegt werden +++

(20.05.2020)  Zu den Ergebnissen der jüngsten Beratungen des bayerischen Kabinetts gehören, dass sämtliche Zimmer eines Hotels belegt werden dürfen. Gemeinsam dürfen ein Zimmer oder eine Wohnung nur Angehörige eines Haushalts oder Lebenspartner beziehen; Gruppenübernachtungen sind nicht erlaubt. Bezüglich der Hygieneregeln wurde bekannt, dass sowohl Mitarbeiter als auch Gäste in Gemeinschaftsbereichen einen Mund-Nasenschutz tragen müssen. Im Freien gilt diese Regelung nicht.

+++ Studie: Yourcareergroup zeigt auf, wie das Gastgewerbe durch die Krise steuert +++

(20.05.2020)  Der Online-Stellenbörsen Betreiber hat in einer großangelegten Umfrage Auswirkungen von COVID-19 auf die Arbeit im Gastgewerbe abgefragt. Die Ergebnisse zeigen, wie das Gastgewerbe von Kurzarbeit und Schließungen betroffen ist, wie der Restart geplant ist und wie Arbeitnehmer die Krisenfestigkeit, Maßnahmen und Kommunikation seitens ihrer Arbeitgeber einschätzen. Hier geht es zur Studie.

+++ Urlaub im Ausland: Außenminister Maas arbeitet auf Grenzöffnung vor Sommerbeginn hin +++

(19.05.2020)  Er hoffe, dass die noch bis zum 14. Juni geltende weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes anschließend durch Reisehinweise zu den einzelnen Ländern ersetzt werden könne, sagte Maas nach Informationen der Tagesschau. Verfolgt wird das Ziel, die wegen der Corona-Pandemie angeordneten Grenzkontrollen und Quarantäneregeln in Europa aufzuheben und die notwendige Hygiene an den Urlaubsorten zu gewährleisten.

+++ Entlohnung: Dehoga fordert Nullrunde beim Mindestlohn +++

(19.05.2020)  Nach Informationen des “Handelsblatt” setzt sich der Dehoga dafür ein, die Erhöhung des Mindestlohns auf Grund der wirtschaftlichen Lage auszusetzen. Zuletzt standen zwölf Euro Mindestlohn im Raum. Unterstützung erhält der Verband vom Einzelhandelsverband HDE, der sich ebenfalls für eine Verschiebung um zwölf Monate einsetzt. Erst dann könne man die Lage neu bewerten.

+++ Politik: Söder will den Sommerurlaub finanziell fördern +++

(19.05.2020)  Nach Aussage von CSU-Chef Markus Söder soll Bundesbürgern, die wenig Geld haben, ein Urlaub in der Bundesrepublik ermöglicht werden. Mit finanziellen Anreizen könnte man in den Sommermonaten “ein Stück Entlastung für die Branche, aber auch Freude für die Menschen bringen”, so der Ministerpräsident. Denkbar seien entweder Urlaubsgutscheine oder eine steuerliche Absetzbarkeit.

+++ Dorint: Aufsichtsratschef Dirk Iserlohe reicht Normenkontroll-Klage gegen das Land Mecklenburg-Vorpommern ein +++

(18.05.2020)  In Mecklenburg-Vorpommern, wo Dorint mehrere Hotel betreibt, besteht eine Beschränkung der Belegung auf 60 Prozent der vorhandenen Betten. Eine Bezugsgröße auf Gäste-Betten statt auf Gäste-Zimmer kann dazu führen, dass bei einer Familienbelegung – d. h. eine Buchung mit Zustellbett – die tatsächliche Zimmerbelegung im Extremfall auf 30 Prozent  beschränkt ist. Die Hotellerie wird nach Meinung von Dorint ohnehin schon als nicht systemrelevante Branche von der Politik vernachlässigt, obwohl dieses Gewerbe derzeit den stärksten Belastungen ausgesetzt ist. Die DHI Dorint Hospitaltiy & Innovation GmbH hat nun konkret gegen diese Beschränkung eine Normenkontroll-Klage gegen das Land Mecklenburg-Vorpommern eingereicht.

+++ Fritz Engelhardt (Dehoga BW): ” … täglich neue Nachrichten von Betriebsaufgaben und Insolvenzen +++

(18.05.2020)  Gegenüber der Deutschen Nachrichtenagentur (dpa) berichtet der Baden-Württembergische Dehoga-Landesvorsitzende Fritz Engelhardt über die immer prekärer werdende Lage im Gastgewerbe. Demnach spitze sich die Notlage zu, “uns erreichen täglich neue Nachrichten von Betriebsaufgaben und Insolvenzen”, so Engelhardt. Liquiditätshilfen in Form von direkten Zuschüsse seien jetzt das Gebot der Stunde. Auch in einem Video-Statement meldete sich Engelhardt zu Wort.

+++ Regierungsbeschluss: Grenzkontrollen fallen langsam weg +++

(13.05.2020)  Wie Tagesschau.de mit Verweis auf eine dpa-Meldung berichtet, sollen die Grenzkontrollen bereits ab Samstag vorsichtig gelockert werden. Weiter heißt es, dass ab dem 15. Juni die Kontrollen an allen deutschen Grenzen vollständig ausgesetzt werden.
weiter zu Tagesschau.de

+++ Globale Neuaufstellung: TUI streicht 8000 Stellen +++

(13.05.2020)  Die TUI ist nach eigener Aussage startklar für eine baldige Wiederaufnahme der Reiseaktivitäten in Deutschland und Europa. Die ersten Hotels der TUI auf Sylt und in Mecklenburg-Vorpommern öffnen in den kommenden Tagen ihre Türen für Gäste. Auch in den europäischen Destinationen sind die Hotels und Clubs der TUI bereit, Urlauber zu empfangen. Gleichzeitig teilt TUI-Chef Joussen mit, dass die “Overhead-Kosten” dauerhaft über den gesamten Konzern um 30 Prozent reduziert werden sollen. “Weltweit wird das Auswirkungen auf rund 8.000 Stellen haben, die wir nicht besetzen oder abbauen”, so Joussen.

+++ SOS-Signale an die Politik: Tourismuswirtschaft fordert Gipfel im Bundeskanzleramt +++

(13.05.2020)  Hotels, Restaurants, Reisebüros, Reiseveranstalter, Fluggesellschaften und Busunternehmen und weitere Akteure des Deutschlandtourismus stehen unverschuldet vor dem Aus. Auf finanzielle Unterstützung wartet die Branche aber bisher vergeblich, bilanzieren die Verbände BTW, Dehoga, DRV, DTV, IHA, RDA und VIR. Gemeinsam fordern die Verbände nun einen Tourismusgipfel unter Leitung der Bundeskanzlerin. Dort müsste aus Sicht der Verbände daher vor allem diskutiert werden, welche auf die Tourismus- und Reisewirtschaft, Busunternehmen, Hotellerie, Gastronomie und die Vielfalt des Deutschlandtourismus zugeschnittenen finanziellen Unterstützungsmaßnahmen aufgelegt werden müssen, um das Überleben der Branche zu sichern.

+++ TUI legt Zehn-Punkte-Plan für Hotelbetrieb nach Corona vor +++

(11.05.2020) Der Reiseveranstalter hat einen 10-Punkte-Plan zur Wiedereröffnung der Hotels erarbeitet. Die Maßnahmen sollen einen “sicheren und unbeschwerten Urlaub” erlauben, der den höchsten Hygienestandards in Bezug auf Covid-19 entspricht. Der Plan umfasst neben Organisation, Kapazitätsplanung und Hygienemaßnahmen auch intensive Schulungen der Mitarbeiter vor Ort. Die neuen Standards werden nicht nur bei den eigenen Hotelmarken wie TUI Blue, Robinson oder TUI Magic Life eingeführt, sondern darüber hinaus auch den Joint-Venture-Partner und Vertragshoteliers des Konzerns zur Verfügung gestellt. Er ist Teil eines umfassenderen Maßnahmenpakets, mit dem sämtliche Leistungsbestandteile des Reiseveranstalters betrachtet werden, vom Besuch im Reisebüro über den Flug und Transfer bis hin zum Hotelaufenthalt, der Exkursion vor Ort oder der Kreuzfahrtreise.

+++ Demo-Mittwoch: 13.05. Reisebranche mit bundesweitem Autokorso in Berlin +++

(11.05.2020) Am kommenden “Demo-Mittwoch”, dem 13. Mai, reiht sich die Allianz Selbständiger Reiseunternehmen – Bundesverband e.V. (asr) in die Reihen der zahlreichen Demonstrationen für die Belange der Touristikwirtschaft ein. Die für alle touristischen Unternehmen offene Kundgebung des asr wurde als Autokorso genehmigt, beginnt am 13. Mai um 12.30 Uhr und ist auf 50 Fahrzeuge von den örtlichen Behörden begrenzt worden. Angemeldet waren 1000 PKW. Die Route führt von der Straße des 17. Juni über Brandenburger Tor, Bundeskanzleramt und Bundeswirtschaftsministerium zurück zum Startpunkt.

+++ Nach Konferenz zwischen Bund und Ländern: Hotel- und Gastro-Öffnungen nach individuellen Fahrplänen +++

(06.05.2020) Angela Merkel hat am heutigen Mittwoch weitere Lockerungen in der Corona-Krise verkündet. Die erste Phase sei überstanden; trotzdem müssten die Kontaktbeschränkungen bis 5. Juni verlängert werden, so die Kanzlerin. Bei allen Schritten zur Öffnung sollen Abstands- und Hygieneregel weiter Bestand haben – also der Mindestabstand von 1,5 Metern sowie das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes, wie unter anderem tagesschau.de berichtet. Gastronomie und Hotellerie sollen nach individuellen Fahrplänen der Bundesländer und unter Auflagen bis Pfingsten nach und nach geöffnet werden. Bereits gestern hatten einige Bundesländer Exit-Pläne vorgestellt (siehe unten). 

+++ Nach Vorreiter Niedersachsen: Weitere Bundesländer fordern Ende des Lockdowns für Gastro- und Hotellerie, Bayern plant Öffnung der Hotels am 30. Mai+++

(05.05.2020) Dem Vorstoß Niedersachsens, Gastronomie und Hotellerie wieder öffnen zu wollen, folgen weitere Bundesländer. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, der bisher eine eher konservative Linie verfolgte, gab am heutigen Dienstag bekannt, dass Innengastronomien (bis 22 Uhr) in Bayern ab 25. Mai eröffnen, Hotels ab 30. Mai. Hotels sollen allerdings ohne Sauna und Schwimmbäder und unter strengen Hygieneauflagen an den Start gehen. Die Außengastronomie darf bereits am 18. Mai öffnen, allerdings nur bis 20 Uhr.

In Thüringen sollen die Corona-Auflagen für die Gastronomie ebenfalls schrittweise abgesenkt werden, wie Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee der dpa mitteilte. Am 22. Mai könnten dann, wie auch in Sachsen-Anhalt angepeilt, Kneipen, Restaurants, Cafés, Gasthäuser mit Einschränkungen bei den Gästezahlen und den Öffnungszeiten sowie strengen Infektionsschutzauflagen folgen. Am 25. Mai solle dann die Hotellerie mit eingeschränkten Kapazitäten folgen.

Lockerungen für den Bereich Tourismus und Gastronomie in Schleswig-Holstein hat zudem Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) in Aussicht gestellt. Er nannte als möglichen Starttermin für Wiedervermietungen von Ferienwohnungen den 18. Mai. Parallel dazu solle die Gastronomie eine Perspektive bekommen – unter sehr restriktiven Auflagen, wie unter anderem www.ndr.de berichtet. Vor oder nach Pfingsten könnte die Hotellerie folgen. Es solle ein “Hineintasten in den Tourismus” geben.

Im Saarland sollen Restaurants und Hotels noch vor Pfingsten wieder hochgefahren werden. Die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger hatte vor den Bund-Länder-Gesprächen am morgigen Mittwoch, 6. Mai 2020, laut dpa eine konkrete Öffnungsperspektive  für die Gastro-Betriebe und Hotels gefordert.

Anzeige