Ticker Aktuelle Informationen zur Coronakrise

+++ Gastgewerbe: Auszahlung des Kurzarbeitergelds lässt auf sich warten +++

(28.04.2020) Die Einführung veränderter Kurzarbeitergeldregelungen stößt auf großen Zuspruch in Gastronomie und Hotellerie. Allerdings monieren 82,1 Prozent befragter Unternehmen aus dem Gastgewerbe, dass die Zahlungen für den Monat März immer noch nicht eingegangen sind. Das ist ein Ergebnis einer Umfrage, die der Dehoga bundesweit durchgeführt hat. Der Verband fordert deshalb eine Gesetzesänderung, die es den Arbeitsagenturen ermöglicht, das Kurzarbeitergeld künftig direkt an die Arbeitnehmer auszubezahlen. Momentan müssen die Unternehmer noch in Vorleistung treten und das KuG an ihre Beschäftigten überweisen, bevor die Arbeitsagenturen die Gelder erstatten.

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+++ Am Mittwoch: Bundesweite Demonstrationen der Tourismuswirtschaft +++

(28.04.2020) Vor allem Reisebüro-Mitarbeiter planen in mehreren deutschen Städten Demonstrationen, um auf ihre schwierige Lage aufmerksam zu machen. Die Allianz Selbständiger Reiseunternehmen hat auf ihrer Website eine Übersicht zu Demonstrationen in einzelnen Städten gelauncht.

+++ Österreich: Verband fordert Klarheit bei Grenzöffnungen +++

(27.04.2020) Drei Viertel aller österreichischen Nächtigungen kommen aus dem Ausland: „Diese werden heuer zum Großteil wegbrechen. Die einzige Hoffnung das zu erwartende Minus etwas zu schmälern ist verstärkt auf den Inlandsmarkt zu setzen“, erklärt Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Sollten die Grenzen im Sommer geschlossen bleiben, ist für Reitterer klar, dass es eine finanzielle Absicherung für die Betriebe geben muss: „Da geht es nicht um Almosen, sondern um das Überleben eines der zentralsten Wirtschaftszweige des Landes und den damit verbundenen Lieferanten und Gewerbebetrieben.“

+++ Schweiz: Hotels dürfen Wellness­an­lagen und Schwimm­bäder wieder öffnen +++

(27.04.2020) Laut HTR hotelrevie konnte HotellerieSuisse beim Bundesamt für Gesundheit erwirken, dass Hotelbetriebe Wellnessanlagen und Schwimmbäder wieder öffnen dürfen. Aufgrund der Gespräche, die zwischen dem Verband und dem BAG geführt wurden, sei es ab dem 27. April zulässig, dass Hotels ihre Wellnessanlagen und Schwimmbäder wieder öffnen, heisst es in einer Mitteilung.
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+++ Gutscheinlösung: Kein grünes Licht aus Brüssel +++

(24.04.2020) Es zeichnet sich ab, dass die von der Bundesregierung beschlossene verpflichtende Gutscheinlösung nicht auf Zustimmung des EU-Justizkommissars Didier Reynders stößt. Reynders hatte über Wochen nicht auf die Forderung der deutschen Bundesregierung reagiert. Zwar liegt der Bundesregierung noch keine offizielle Antwort vor, aber der Kommissar hat sich gegenüber einer Zeitung geäußert. Indessen haben zwölf EU-Mitgliedstaaten in einem Akt der Eigennothilfe nationale Regelungen beschlossen oder auf den Weg gebracht. Das ist eine Niederlage für die Bundesregierung und ein schwerer Schlag für die Reisewirtschaft, so der Deutsche Reiseverband (DRV).

+++ DTV: Perspektiven für einen bundesweit einheitlichen Neustart +++

(24.04.2020) Der Tourismus in Deutschland wird noch sehr lange mit den Folgen der Corona-Krise zu kämpfen haben. Seine Akteure brauchen jetzt nach Ansicht des DTV dringend eine klare Perspektive für den Neustart. „Wir können uns nicht tatenlos zurücklehnen und abwarten. Vielmehr müssen umgehend bundeseinheitliche Grundsätze für den Neustart des Deutschlandtourismus erarbeitet und zwischen Bund und Ländern vereinbart werden – bei denen auch weiterhin der Schutz der Gesellschaft und die Gesundheit der Menschen oberste Priorität haben“, sagt Reinhard Meyer, Präsident des Deutschen Tourismusverbandes (DTV).

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Szenario für schrittweise Öffnung des Tourismus ab Anfang Mai +++

(23.04.2020) Der Landestourismusverband und der Dehoga Mecklenburg-Vorpommern haben auf der Grundlage ihres am Ostermontag veröffentlichten Strategiepapiers „Lösungsskizze für den Neustart des Tourismus in MV“ ein konkretes, nach Angebotskategorien und Personengruppen detailliertes Szenario für den Neubeginn im Tourismus erarbeitet und der Landesregierung vorgelegt. Enthalten sind in dem „lebenden Dokument“ auch Überlegungen zu Schutz- und Hygienevorkehrungen für einzelne Bereiche sowie erste Einschätzungen zu Risiken bestimmter Maßnahmen. Neben den Phasen zum Wiedereinstieg mit klar definiertem Startdatum sprechen sich die Verbände zudem für ein Sonderhilfeprogramm für den stark betroffenen und für das Land außergewöhnlich wichtigen Tourismus aus, um im Bestand gefährdete Unternehmen und Arbeitsplätze auch für die Zeit nach der Corona-Krise zu sichern.

+++ NRW: Restaurant-Wiedereröffnung für 4. Mai in Aussicht gestellt +++

(23.04.2020) Landeswirtschaftsminister Pinkwart stellt Gastwirten eine Wiedereröffnung ihrer Betriebe ab dem 4. Mai in Aussicht. Das berichtet der “Deutschlandfunk“. Demnach arbeite Nordrhein-Westfalen mit Baden-Württemberg und anderen Bundesländern derzeit an einem gemeinsamen Konzept für erste Schritte. Weiter heißt es, dass das Konzept bis zur nächsten Beratungsrunde zwischen Bund und Ländern in der kommenden Woche vorliegen solle.

+++ Politik: Die Gastro-Mehrwertsteuersenkung kommt +++

(23.04.2020) Die Mehrwertsteuer für Speisen in der Gastronomie wird ab dem 1. Juli auf den ermäßigten Steuersatz von sieben Prozent gesenkt. Darauf haben sich gestern die Spitzen des Koalitionsausschusses geeinigt. Allerdings geschieht dies befristet.
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+++ Politik: Koalitionsausschuss berät heute über Reduzierung der Umsatzsteuer +++

(22.04.2020) Die Spitzem der Bundesregierung werden ab 17 uhr in Berlin darüber beraten, die Umsatzsteuer für das schwer angeschlagene Gastgewerbe deutschlandweit auf einheitlich 7 % zu reduzieren. DTV-Chef Norbert Kunz wäre diese Maßnahme ein richtiger Schritt. Er sagt aber darüber hinaus: „Notwendig ist unverzüglich ein Rettungsschirm Deutschlandtourismus des Bundes mit Soforthilfen für alle existenzbedrohten Betriebe bis 250 Mitarbeiter. Ein solcher Rettungsschirm sorgt zielgerichtet dafür, dass der Deutschlandtourismus in seiner Vielfalt die Krise übersteht.“

+++ EHL Group mit neuer Covid-19-Plattform +++

(22.04.2020) Die EHL Group lanciert ein Portal, das der Hospitality-Branche Forschungsarbeiten, Expertenberatung und Online-Kurse zur Coronavirus-Krise anbietet.
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+++ Offener Brief der AKZENTler an die Bundesregierung: “Wir brauchen eine Perspektive” +++

(21.04.2020) Der Marketingzusammenschluss von 90 privaten Hotels hat in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel eine sofortige Perspektive für die Zukunft des Gastgewerbes eingefordert. “Wir brauchen umgehend einen konkreten Plan mit festen terminlichen Zusagen – und keine Vertröstungen auf nächste oder übernächste Woche. Wir haben größtenteils keine Gäste mehr und somit auch keine Einnahmen”, herißt es in dem Schreiben. Gefordert wird u.a.:

  • Einen entsprechenden Rettungs- / Entschädigungsfond für alle Hotels auf Basis der Umsatzzahlen der letzten Jahre bzw. sich am tatsächlichen Schaden orientierende Entschädigungsleistungen.
  • Die rückwirkende Aufstockung des Kurzarbeitergeldes ab 01.03.2020 für unsere Mitarbeiter/-innen auf das Niveau des öffentlichen Dienstes und eine entsprechend schnelle Erstattung.
  • Stabilisierende steuerliche Entlastungen durch die Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes in der Gastronomie auf 7% ab Wiedereröffnung.

+++ “Das ist inakzeptabel”: DRV kritisiert Untätigkeit der EU scharf +++

(21.04.2020) Die Bundesregierung hatte in Berlin bereits am 2. April eine Regelung für die Ausgabe von Gutscheinen beschlossen. In Brüssel verzögert aber EU-Kommissar Reynders nach Ansicht des Deutschen Reiseverbandes (DRV) eine Gutschein-Entscheidung.

„Die Lage der Unternehmen in der Reisewirtschaft ist mehr als nur bedrohlich – und in der EU wird keine Entscheidung gefällt. EU-Kommissar Reynders verzögert die dringend notwendige Klarheit über die Gutschein-Regelung. Das ist inakzeptabel“, sagt der Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), Norbert Fiebig.

Reynders hat bis heute nicht auf die Forderung der deutschen Bundesregierung reagiert. Zwölf EU-Mitgliedstaaten haben in einem Akt der Eigennothilfe nationale Regelungen beschlossen oder auf den Weg gebracht. „Reynders schaut hier tatenlos zu. Die Geschwindigkeit politischer Entscheidungsprozesse in Brüssel hält den dramatischen ökonomischen Zersetzungsprozessen von Reisebüros und Reiseveranstaltern nicht Stand.

+++ “Soforthilfe”: Viele Gastronomen und Hoteliers noch ohne Kontoeingang +++

(21.04.2020) In der Branche mehren sich die Stimmen von Gastronomen und Hoteliers, die weiterhin auf die Auszahlung der NRW-Soforthilfen warten. Der Dehoga NRW fordert deshalb die Bezirksregierungen auf, möglichst schnell die Gelder freizugeben und zu überweisen. Wenn die Soforthilfen ihrem Namen gerecht werden sollen, dann sollten sie auch sofort überwiesen werden. Viele Mitglieder von uns warten händeringend auf die zugesagten Gelder, um Rechnungen bezahlen zu können.

Liquidität ist gerade eines der größten Probleme in der Branche“, betont Klaus Hübenthal, Hauptgeschäftsführer des Dehoga Nordrhein-Westfalen. „Wir wissen, dass die Verwaltung gerade sehr schnell arbeitet, trotzdem ist bei uns in den Betrieben die Not sehr groß.“ Viele der Unternehmerinnen und Unternehmer im Gastgewerbe hatten einen Antrag auf Soforthilfe gestellt, die am 27. März 2020 gestartet war.

+++ Söder sagt Oktoberfest ab – Merkel “sieht Not der Gastronomen” +++

(21.04.2020) Bei einer Pressekonferenz hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Absage des Münchner Oktoberfestes 2020 bekanntgegeben. Das Risiko sei zu hoch. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte bei einer Konferenz am gestrigen Montag betont, sie sehe die Not der Gastronomen.
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