Ticker Aktuelle Informationen zur Coronakrise

+++ Ungarn will Grenzverkehr einschränken +++

(21.08.2020) Ungarn plant, den Grenzverkehr ab dem 1. September einzuschränken, um die weitere Virus-Ausbreitung zu verhindert, sagte Ministerpräsident Viktor Orban im staatlichen Rundfunk mit Verweis auf steigende Infektionszahlen in den Nachbarländern. Orban erklärte weiter, seine Regierung werde einen Zwei-Jahres-Plan zur Ankurbelung der Wirtschaft auf den Weg bringen.

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+++ RKI erklärt Teile Kroatiens zu Risikogebieten +++

(20.08.2020) Das Robert-Koch-Institut hat Teile Koratiens als Risikogebiete deklariert, darunter die Regionen Sibenik-Knin und Split-Dalmatien. Reiserückkehrer aus diesen Gebieten müssen sich verpflichtend einem Corona-Test unterziehen. Bis das Testergebnis vorliegt, gilt häusliche Quarantäne.

+++ Große Einbrüche bei griechischem Tourismus +++

(20.08.2020) Der griechische Tourismus ist fast völlig eingebrochen. Die Einnahmen der Branche sanken im Juni auf Jahressicht um 99,7 Prozent, von 2,56 Milliarden Euro auf 64 Millionen Euro, wie die Notenbank mitteilte. Jüngst hatte der weltgrößte Tourismuskonzern TUI allerdings erklärt, dass nach dem Ende vieler Einschränkungen vor allem das Griechenland-Geschäft inzwischen wieder an Fahrt aufnehme.

+++ Niederländer sollen in Gaststätten und nicht zu Hause feiern +++

(20.08.2020) Die Niederländer sollen keine größeren Feste mehr zu Hause, sondern in den Gastronomien feiern, sagte Ministerpräsident Mark Rutte in Den Haag. “Wir geben jedem den sehr dringenden Rat: Feiert keine Feste zu Hause mit größeren Gruppen.” Die Niederländer sollten stattdessen mit Gruppen in Gaststätten feiern, wo der Sicherheitsabstand von 1,5 Meter eingehalten werden könnte.

+++ Lufthansa und Piloten einigen sich auf Sparpaket +++

(20.08.2020) Die Lufthansa und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit haben sich auf ein erstes Sparpaket in der Corona-Krise geeinigt. Demnach soll ab September die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes und die Arbeitgeberbeiträge zur Altersversorgung reduziert werden. Betriebsbedingte Kündigungen schließt Lufthansa bis 31. März 2021 aus.

+++ Spahn erwägt Karnevals-Absage: Dehoga lehnt Pauschalverbot ab +++

(19.08.2020) Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich dafür ausgesprochen, den Karneval in der Saison 2020/2021 bundesweit komplett ausfallen zu lassen. Wie die Rheinische Post nun unter Berufung auf Teilnehmer einer Telefonschalt-Konferenz des Gesundheitsausschusses des Bundestags berichtet, soll Spahn diesbezüglich seine Bedenken geäußert haben. Auch Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann glaubt derzeit eher nicht, dass der nächste Karneval stattfinden kann. Darauf reagierte unter anderem der Dehoga NRW, welcher ein Pauschalverbot von Karnevalsveranstaltungen ablehnt. “Wir sehen die gesundheitlichen Gefahren der Pandemie. Wir erleben die wirtschaftlichen Auswirkungen jeden Tag. Und wir müssen dem Gesundheitsschutz weiterhin oberste Priorität einräumen. Trotzdem müssen Verbote immer am Ende einer Diskussion stehen, nicht am Anfang. Davor gibt es über Hygiene- und Abstandsmaßnahmen andere Möglichkeiten, Infektionsrisiken zu minimieren, damit die Gesundheit zu schützen und Betriebe nicht in ihrer Existenz zu gefährden. Unsere Diskussionen fangen jetzt immer mit Verboten an“, kritisiert Bernd Niemeier, Präsident des Dehoga Nordrhein-Westfalen. Der Dehoga Bundesverband bezeichnet einen eventuellen Ausfall des Karnevals als “weiteren möglichen Corona-Tiefschlag für das Gastgewerbe”. Auch der Bund Deutscher Karneval ist gegen eine pauschale Absage von Fastnachts- und Karnevalsveranstaltungen.

+++ Politische Unterstützung für Verlängerung von Kurzarbeitergeld und Überbrückungshilfen +++

(19.08.2020) In der Politik mehren sich die Stimmen, die eine längere Bezugsdauer des Kurzarbeitergelds von 24 Monaten für denkbar halten. Nachdem sich bereits Vizekanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz wie auch die Ministerpräsidenten Markus Söder und Stephan Weil dafür stark gemacht hatten, erklärte ein Regierungssprecher, dass auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dem „grundsätzlich positiv“ gegenüberstehe. Möglicherweise beschäftigen sich die Koalitionsspitzen mit diesem Thema bereits bei den Beratungen des Koalitionsausschusses am 25. August.

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, sprach sich derweil angesichts der anhaltend schwierigen Lage der Branche für die Verlängerung der Überbrückungshilfen über Ende August hinaus aus. Dies wäre aus seiner Sicht ein Signal, dass die Politik die Branche nicht alleine lasse. Das Bundeswirtschaftsministerium habe sich bereits vor der Entscheidung zu den Überbrückungshilfen dafür eingesetzt, diese bis Ende Dezember zu gewähren, sich aber damit nicht durchsetzen können. Bislang läuft die Überbrückungshilfe bis Ende August. Die Antragsfrist war bis Ende September verlängert worden. Angesichts der verheerenden Folgen der Corona-Pandemie für das Gastgewerbe fordert auch der Dehoga Bundesverband sowohl die Verlängerung des Programms der Überbrückungshilfen über den 31. August hinaus wie auch des Kurzarbeitergeldes auf 24 Monate.

+++ Dehoga warnt vor Corona-Betrugsmasche +++

(19.08.2020) Wie der Dehoga Bundesverband mitteilt, ist in Rheinland-Pfalz in dieser Woche ein Betrugsversuch bekannt geworden, wobei gezielt eine Gaststätte kontaktiert wurde. Ein Unbekannter meldete sich dabei telefonisch bei einer Gaststätte und gab vor, vom Veterinäramt und zuständig für eine „Corona Nachbeschulung in Sachen Hygiene Vorgaben“ zu sein. Der Anrufer versucht, Suggestivfragen zu stellen und kündigt letztlich die Übersendung einer kostenpflichtigen Broschüre zu 189 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer an. Bei Nichtbegleichung des Rechnungsbetrages droht der Anrufer ein hohes Bußgeld an. Es wird vermutet, dass der Anruf aus einem Call Center kommt. Hierbei handelt es sich um einen Betrugsversuch. Sofern Wirte einen derartigen Anruf erhalten sollten, sollen sie diesen ihrer örtlichen Polizeibehörde melden. Der vom Betrüger geforderte Rechnungsbetrag sollte keinesfalls gezahlt werden.

+++ Bald wieder Tagesgäste in Mecklenburg-Vorpommern? +++

(19.08.2020) Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern erwägt einem Bericht der “Neuen Osnabrücker Zeitung” zufolge, wieder Tagesgäste zuzulassen. “Wir sind dabei, für diesen Schritt alles vorzubereiten”, wird Staatskanzleichef Heiko Geue (SPD) zitiert. Damit sollen Hoteliers und Gastwirte auch nach der Urlaubshochsaison unterstützt werden.

+++ Luftverkehr erholt sich nur langsam +++

(19.08.2020) Die deutsche Luftfahrtbranche ist durch die Corona-Maßnahmen noch immer stark eingeschränkt, wie aus der Halbjahresbilanz des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) hervorgeht. In den ersten sechs Monaten fehlten demnach an deutschen Flughäfen rund 66 Prozent der Passagiere. Eine Erholung auf Vorkrisenniveau werde erst in den kommenden Jahren erreicht. Die Passagierzahlen dürften frühestens 2024 wieder den Stand von 2019 erreichen, heißt es in dem Bericht. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass die Corona-Infektionen im nächsten Jahr unter Kontrolle seien.

+++ Berlins Bürgermeister droht mit neuen Einschränkungen im Gastgewerbe +++

(19.08.2020) Michael Müller, Berlins Regierender Bürgermeister, hat wegen diverser Corona-Verstöße in der Gastronomie mit der Rücknahme von Lockerungen gedroht. Wenn mit den Regeln nicht durchsetzbar sei, “was uns wichtig ist”, müsse die Landesregierung vielleicht “die nächsten Lockerungen wieder verzögern, aussetzen oder sogar Dinge zurücknehmen”, sagte Müller nach einer Senatssitzung.

+++ Tourismusbeauftragter für Nachbesserungen bei staatlichen Hilfen +++

(18.08.2020) Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), hat sich angesichts der schwierigen Lage der Reisebranche für Nachbesserungen bei staatlichen Hilfen ausgesprochen. Die Überbrückungshilfen sollen über Ende August hinaus verlängert werden, sagte der Tourismusbeauftragte gegenüber der dpa. “Die Reisebranche steht schwer unter Druck und wird auch noch eine schwierige Durststrecke durchstehen müssen. Man denke nur an das schleppende Hochfahren der Geschäftsreisen. Deswegen sollten die Überbrückungshilfen über Ende August hinaus verlängert werden.”

+++ Staatshilfe für Lufthansa-Töchter Swiss und Edelweiss +++

(18.08.2020) Die Lufthansa-Tochtergesellschaften Swiss und Edelweiss können auf Finanzhilfen der Schweizer Regierung zugreifen. Auf deutscher Seite stimmte der Wirtschaftsstabilisierungfonds des Wirtschaftsministeriums dem Bankkredit in Höhe von 1,5 Milliarden Franken (1,4 Milliarden Euro) zu. Die Schweiz sichert den staatlichen Kredit zu 85 Prozent ab. Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds stimmte auch Hilfen aus Belgien und Österreich zu. Denn die Lufthansa-Gruppe sei ein europäischer Luftfahrtkonzern mit den Heimatmärkten Österreich, Belgien, der Schweiz und Deutschland, erklärt das Finanzministerium.

+++ Deutscher Städte- und Gemeindebund ruft wegen Lockdown-Gefahr zu Solidarität auf +++

(18.08.2020) Der Deutsche Städte- und Gemeindebund ruft nach der Warnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), sich angesichts steigender Corona-Infektionszahlen bei privaten Feiern auf den Familienkreis zu beschränken, zu einer gesamtgesellschaftlichen Anstrengung auf, damit ein weiterer Lockdown verhindert werden kann. “Dieser hätte schwere Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Gesellschaft”, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem “Redaktionsnetzwerk Deutschland”.

+++ Einheitliche Vorgaben für Feste gefordert +++

(18.08.2020) Der Ärzteverband Marburger Bund fordert im Kampf gegen das Coronavirus bundesweit einheitliche Vorgaben für Feste und Feierlichkeiten. “Um Ansteckungsrisiken auch im Herbst und Winter zu verringern, sollten sich die Länder bald auf einheitliche Regeln für private und öffentliche Feiern aller Art verständigen”, sagte die Vorsitzende Susanne Johna den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wichtig seien etwa Obergrenzen für Gäste und Konzepte fürs Lüften.

+++ Dehoga NRW warnt vor pauschalen Feier-Verboten +++

(18.08.2020) Die Corona-Neuinfektionen steigen derzeit wieder an, was laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nicht nur an Reiserückkehrenden, sondern auch an lokalen Ausbrüchen liegt. Erneute Veranstaltungsverbote schloss er in einem ZDF-Interview vor zwei Tagen nicht aus. Der Dehoga Nordrhein-Westfalen lehnt ein pauschales Verbot für Feiern in Gaststätten oder Hotels ab: “Die professionelle Gastronomie hat das Infektionsgeschehen bei uns in NRW bis jetzt nicht nennenswert beeinflusst, weil wir auch gerade bei den Feierlichkeiten auf die Einhaltung der Hygieneregeln pochen. Sicherer feiern als bei uns geht nicht. Auf Privat-Partys in Parks oder Zuhause haben wir natürlich keinen Einfluss. Wir nehmen die Gefahren der Pandemie und den Gesundheitsschutz sehr ernst, aber deshalb darf man aus etwaigen Einzelfällen kein generelles Verbot von privaten Feiern, die in unseren Betrieben stattfinden, ableiten”, betont Bernd Niemeier, Präsident des Dehoga Nordrhein-Westfalen.

+++ Corona-Verstöße in Münchner Bars +++

(17.08.2020) In der Nacht auf Samstag hat die Münchner Polizei Gaststätten kontrolliert und dabei einige Verstöße festgestellt. Dabei stießen die Beamten gegen 3.10 Uhr in einem Restaurant mit Bar und Club am Lenbachplatz auf eine Tanzfläche, auf der 150 Gäste weder auf den vorgeschriebenen Abstand achteten noch Masken trugen. Die Polizisten schritten ein und schickten die Gäste weg, die Verstöße wurden angezeigt. Ein ähnliches Bild hatte sich der Polizei bereits um 2.15 Uhr in einer Bar an der Sonnenstraße geboten, allerdings in kleinerem Maßstab: Dort hatten sich laut Polizei etwa 50 Gäste aufgehalten.

+++ Ryanair reduziert Flüge wegen steigender Infektionszahlen +++

(17.08.2020) Europas größter Billigflieger Ryanair plant, sein Angebot wegen steigender Corona-Infektionszahlen in Spanien und anderen Ländern wieder zurückzufahren. Wie das Unternehmen mitteilt, seien die Vorausbuchungen in den vergangenen zehn Tagen bereits deutlich gesunken. Im September und Oktober werde man daher die angebotene Flugkapazität um 20 Prozent kappen.

+++ Volle Erstattung auch ohne Reisewarnung möglich +++

(17.08.2020) Wenn Kunden wegen Corona-Gefahr eine Reise stornieren, muss der  Veranstalter unter Umständen auch ohne eine vorliegende Reisewarnung den Preis voll erstatten. Dazu hat das Amtsgericht Frankfurt nun ein Urteil gefällt. Hintergrund ist, dass ein Kläger am 7. März 2020 eine für Mitte April geplante Reise in den Golf von Neapel storniert hatte. Doch der Veranstalter hatte auf einem Teil des Reisepreises als Stornierungsgebühr bestanden. Zu diesem Zeitpunkt habe noch keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes vorgelegen, so der Veranstalter. Das Gericht stellte aber geringere Ansprüche an einen Rücktritt vom Reisevertrag aus unvermeidbaren und außergewöhnlichen Umständen, bei denen der Veranstalter voll erstatten muss. Es genüge bereits eine gewisse Wahrscheinlichkeit für eine gesundheitsgefährdende Ausbreitung des Virus. Dies sei zum Zeitpunkt der Reisestornierung bereits für ganz Italien der Fall gewesen.

+++ Reisewarnung für Spanien: Aktien-Einbrüche und Reise-Absagen +++

(17.08.2020) Bereits am Freitag hat Deutschland eine Reisewarnung für das spanische Festland und die Balearen ausgesprochen – mitten in der Urlaubszeit. Reisende müssen sich bei der Rückkehr nach Deutschland einem aktuell kostenfreien Corona-Test unterziehen oder in eine 14-tägige Quarantäne treten. TUI hat bereits am Freitagabend unmittelbar auf die Nachricht aus Berlin reagiert und Pauschalreisen nach Spanien – mit Ausnahme der Kanarischen Inseln – abgesagt. Wie ein Sprecher sagte, bedauere man die Reisewarnung.

Die Reisewarnung für fast ganz Spanien sowie die steigende Zahl der Neuinfektionen haben auch an den Börsen die Aktien der Reise- und Tourismusanbieter belastet. Am deutschen Markt traf es erneut die Papiere der Lufthansa, die im Dax um 1,7 Prozent nachgaben. Auch die Aktien des Flughafenbetreibers Fraport verloren im MDax 1,5 Prozent. Der europäische Reise- und Freizeitsektor war mit minus 0,6 Prozent der schwächste aller 19 Sektoren.

+++ Dehoga warnt vor weiterem Shutdown +++

(12.08.2020) Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Dehoga, hat angesichts der weiter steigenden Infektionszahlen auch in Deutschland vor einem weiteren Lockdown gewarnt. Gegenüber der “Passauer Neuen Presse” sagte sie: “Ein zweiter Shutdown wäre eine Katastrophe für unsere Branche.” Man solle die Entwicklung der Infektionszahlen zwar ernst nehmen, aber nicht dramatisieren. Auch die erhöhte Zahl von Corona-Tests führe zu den gestiegenen Infektionszahlen. Trotz der Lockerung der Corona-Einschränkungen seit dem Frühjahr sei die Branche “nicht über den Berg”, sagte Hartges. Sie forderte wie am gestrigen Dienstag bereits Dehoga-Präsident Guido Zöllick weitere Staatshilfen sowie eine Ausweitung des Kurzarbeitergeldes und eine Verlängerung der Mehrwertsteuersenkung, um eine Insolvenzwelle zu verhindern. Ebenso sei eine Änderung im Miet- und Pachtrecht notwendig.

+++ Österreich veröffentlicht Test-Zahlen in Beherbergungsbetrieben +++

(12.08.2020) Damit sich Gäste und Gastgeber in Österreich sicher fühlen, hat die Bundesregierung die österreichweite Initiative „Sichere Gastfreundschaft – Testangebot Tourismus“ erarbeitet. Bereits seit Anfang Juli 2020 stehen Beschäftigten in gewerblichen Beherbergungsbetrieben regelmäßig freiwillige Testungen auf das neuartige Coronavirus zur Verfügung. Die Kosten für die Tests werden vom Bund durch eine eigene Förderung vorerst bis 31. Oktober 2020 übernommen. Im Sinne der Transparenz werden nun auch die aktuellen Testungszahlen in Beherbergungsbetrieben veröffentlicht. Mit Stand 11. August 2020, 16 Uhr, wurden seit Vollbetrieb der Initiative österreichweit 65.002 Tests in 2.256 Betrieben durchgeführt. Auf einer Österreich-Landkarte auf der Homepage wird zudem sichtbar, in welchem Bundesland wie viele Tests durchgeführt wurden.

+++ Mallorca fürchtet deutsche Reisewarnung +++

(12.08.2020) Angesichts steigender Corona-Zahlen fürchtet man auf Mallorca und weiteren balearischen Inseln, dass von deutscher Seite eine Reisewarnung ausgesprochen werden könnte. Am gestrigen Dienstag hatte das Auswärtige Amt in Berlin die Reisewarnung für Teile Spaniens um Madrid und das spanische Baskenland wegen der erneut hohen Infektionszahlen erweitert.

+++ China lockert Einreisebestimmungen auch für Deutschland +++

(12.08.2020) China hat die Einreisebestimmungen für 36 europäische Staaten gelockert. Darunter Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Wer eine Aufenthaltsgenehmigung für die Volksrepublik besitzt, kann sich seit Anfang der Woche auch ohne Einladungsschreiben für ein China-Visum bewerben.

+++ Weitere Staatshilfen für TUI +++

(12.08.2020) Wie das Unternehmen TUI in Hannover miteilte, erhält der weltgrößte Reisekonzern weitere staatliche Hilfen. Ein bereits bestehender Kredit der Förderbank KfW soll um 1,05 Milliarden Euro aufgestockt werden. TUI hatte bereits ein erstes Hilfsdarlehen über 1,8 Milliarden Euro zugesprochen bekommen. “Die Inanspruchnahme steht unter dem Vorbehalt, dass die TUI eine Wandelanleihe in Höhe von 150 Millionen Euro an den Wirtschaftsstabilisierungsfonds  begibt und die Gläubiger einer im Oktober 2021 fälligen Anleihe auf eine Begrenzung der Verschuldung der TUI verzichten”, so TUI-Chef Friedrich Joussen.

+++ Lambrecht will Pflicht zum Insolvenzantrag länger aussetzen +++

(10.08.2020) Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) will überschuldete Unternehmen, auch im Gastgewerbe, noch länger von der Pflicht zum Insolvenzantrag befreien. Konkret nennt sie einen Zeitraum bis Ende März 2021, wie sie gegenüber der “Bild” sagte. “Um pandemiebedingt überschuldeten Unternehmen Zeit zu geben, sich durch das in vielen Branchen wieder anziehende Wirtschaftsgeschehen oder staatliche Hilfsangebote zu sanieren, werde ich vorschlagen, die Insolvenzantragspflicht für diese Unternehmen weiterhin auszusetzen, so die Politiker. Aktuell ist die Pflicht bis September ausgesetzt.

(Lesetipp: Wann ein Unternehmen einen Insolvenz-Antrag stellen muss)

+++ Teile Bulgariens und Rumäniens zu Risikogebieten erklärt, Testpflicht seit dem Wochenende +++

(10.08.2020) Wegen eines deutlichen Anstiegs von Corona-Infektionen in Bulgarien und Rumänien warnt die Bundesregierung nun vor touristischen Reisen in mehrere Regionen der beiden EU-Länder. Dazu zählt auch die bulgarische Touristenhochburg Warna mit dem bei deutschen Party-Touristen beliebten Urlaubsort Goldstrand, der oft mit dem “Ballermann” auf Mallorca verglichen wird. In Warna liegt auch einer der beiden wichtigsten Flughäfen an der bulgarischen Schwarzmeerküste. Die insgesamt zehn Regionen in Bulgarien und Rumänien wurden gleichzeitig vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiete ausgewiesen. Urlauber, die aus solchen Gebieten zurückkehren, müssen sich seit Samstag, 8. August 2020, verpflichtend auf Corona testen lassen. Die Tests sind bislang noch kostenfrei, woran es von Seiten der Politik aber immer mehr Kritik gibt.

Neben Bulgarien und Rumänien gibt es innerhalb der Europäischen Union Reisewarnungen für Luxemburg, die belgische Provinz Antwerpen und drei Regionen in Spanien: Aragon, Navarra und Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und den Stränden der Costa Brava. Eine Übersicht über alle aktuellen Risikogebiete finden Sie auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts.

+++ Polizei-Zugriff auf Corona-Gästelisten: Regierung sieht keine Notwendigkeit für gesetzliche Regelung +++

(05.08.2020) Eine Meldung der DPA zufolge will das Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­ri­um den Zu­griff auf Daten aus Co­ro­na-Gäs­te­lis­ten durch die Po­li­zei ak­tu­ell nicht ge­setz­lich re­geln. Es be­stün­den keine Be­den­ken gegen die Nut­zung der Daten zur Straf­ver­fol­gung, so­lan­ge die ge­setz­li­chen Vor­ga­ben in der Straf­pro­zess­ord­nung dafür ein­ge­hal­ten wür­den, heißt es in einer Aus­kunft des Mi­nis­te­ri­ums an den tou­ris­mus­po­li­ti­schen Spre­cher der FDP-Frak­ti­on im Bun­des­tag.

+++ Schweizer Halbjahresstatistik: 47,5 Prozent weniger Übernachtungen als im Vorjahr +++

(05.08.2020) Insgesamt registrierte das Gastgewerbe in der Schweiz im ersten Halbjahr 9,9 Millionen Übernachtungen. Das sind knapp 48 Prozent weniger als im gleichen Vorjahressemester. Damit hat die Schweizer Hotellerie von Januar bis Juni kumuliert 8,9 Millionen Logiernächte eingebüsst. Im Mai hatte das Bundesamt für Statistik nur 0,6 Millionen Logiernächte gezählt, im April waren es gar nur 0,2 Millionen gewesen.

+++ Personalabbau: HolidayCheck AG will sich von 100 Mitarbeitern trennen +++

(01.08.2020) Als Reaktion auf die Covis-19-Pandemie und die damit einhergehende Reisezurückhaltung plant der Vorstand der HolidayCheck Group AG im Rahmen eines umfassenden Sparprogramms einen deutlichen Abbau des Personals. Dieser betrifft voraussichtlich rund 100  Mitarbeiter, was rund 20 Prozent der Gesamtbelegschaft betrifft. Bis Ende 2020 soll der Personalabbau vollzogen sein, um auf diesem Weg die Personalkosten nachhaltig zu senken.

+++ Fakten-Basis für politische Gespräche: Dehoga fordert Gastgewerbe zur Teilnahme an Umfrage auf +++

(01.08.2020) Viele gastgewerbliche Betriebe kämpfen auch nach der Wiedereröffnung um ihr Überleben bzw. dürfen immer noch nicht öffnen. Betriebe in touristischen Destinationen erfreuen sich hingegen wieder größerer Nachfrage. Für die politische Arbeit des Dehoga sei es daher elementar wichtig, einen repräsentativen Überblick zur aktuellen wirtschaftlichen Lage der Branche zu erhalten. Aus diesem Grund richtet der Verband eine Bitte an das Gastgewerbe, sich zahlreich bis zum 10. August an einer neuen Umfrage zu beteiligen. Die Antworten würden selbstverständlich vertraulich behandelt und nur anonymisiert weiterverarbeitet werden. >>> Hier geht es zur Umfrage

+++ Überbrückungshilfen: Frist für Anträge bis 30. September verlängert +++

(01.08.2020) Die Bundesregierung hat die Antragsfrist für Überbrückungshilfen um einen Monat verlängert. Die Hilfen können somit bis zum 30. September 2020 beantragt werden. Es werden jedoch weiterhin nur Kosten erstattet, die vor dem 31. August anfallen.
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+++ Corona: Aerosole vom RKI als Hauptübertragungsweg anerkannt – gute Belüftung von hoher Bedeutung +++

(31.07.2020) Bereits seit einiger Zeit verdichten sich die Hinweise, dass Aerosole, also kleinste Teilchen, die in der Luft schweben, ein wesentliches Risiko für eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 Erreger darstellen. Mehrere Infektionen z.B. bei Chorproben und in Fitnessstudios trotz Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Meter nährten diesen Verdacht und auch immer mehr wissenschaftliche Analysen sprechen dafür. Seit der letzten Woche bezeichnet nunmehr auch das Robert Koch Institut in seinem Covid-19-Steckbrief Aerosole neben der Tröpfcheninfektion als „Hauptübertragungsweg“.

Vor diesem Hintergrund weist der Dehoga Unternehmer und Beschäftigte des Gastgewerbes nochmals auf die große Bedeutung einer guten Belüftung beim Corona-Infektionsschutz hin. Denn: Häufiges und kräftiges Durchlüften von Innenräumen senkt das Infektionsrisiko erheblich. Wo Klimaanlagen im Einsatz sind, ist ein möglichst hoher Frischluftanteil wichtig. Im Außenbereich sei das Übertragungsrisiko durch Aerosole aufgrund der Luftbewegung verschwindend gering.

+++ Polizei-Zugriff auf Gästedaten: Dehoga fordert Klarheit +++

(30.07.2020) Wie unter anderem die Rheinische Post berichtet, sieht der Dehoga eine wachsende Verunsicherung bei Hoteliers und Gastronomen, da in Hamburg und München die Polizei die Gästedaten zur Strafverfolgung nutzte. „Das ist hochgradig sensibel. Da muss dringend für Klarheit gesorgt werden“, erklärte Ingrid Hartges gegenüber der Rheinischen Post.

+++ Konjunktur: Deutsche Wirtschaft bricht in Q2 historisch ein +++

(30.07.2020) Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 10,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung stehen die Zeichen aber auf Erholung.

+++ ITB-Studie: Deutsche möchten trotz Coronapandemie ins Ausland reisen +++

(29.07.2020) Einer ITB-Studie zufolge ist die Lust der Deutschen auf Reisen außerhalb des eigenen Landes deutlich höher als bei den meisten anderen Ländern. Gefragt nach den Reiseabsichten in Zeiten von Corona gaben über 70 Prozent der deutschen Auslandsreisenden an, nach wie vor in andere Länder reisen zu wollen – trotz fehlendem Impfstoff. Damit liegt Deutschland messbar über dem europäischen und insbesondere weltweiten Durchschnitt. Bevorzugtes Reiseziel ist Spanien (mit den Kanaren auf Rang eins), gefolgt von Italien, Frankreich und Österreich. Ein, im Vergleich zu den Zeiten vor Corona, überdurchschnittliches Interesse haben die Deutschen derzeit auch an der Schweiz, Griechenland, Kroatien und Dänemark. Die Lust auf Reiseziele außerhalb Europas liegt dagegen noch unter dem Durchschnitt.

+++ Bayern: Gericht kassiert Beherbergungsverbot für Gäste aus inländischen Risikogebieten +++

(29.07.2020) Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat das Beherbergungsverbot für Gäste aus inländischen Risikogebieten vorläufig außer Vollzug gesetzt. Demnach sei es nicht verhältnismäßig, dass eine Überschreitung des Grenzwerts von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner automatisch zu einem Beherbergungsverbot führt. Zudem werde dem “Publizitätsgebot nicht hinreichend Rechnung” getragen. Der Verweis auf die Veröffentlichung des RKI genüge nicht. Denn für Betreiber von Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen sei nicht erkennbar, wo sie die aktuellen Infektionszahlen finden können.

Der Dehoga Bayern betont, dass die Entscheidung zurzeit keine unmittelbaren Auswirkungen für Hoteliers hat. Der derzeit einzige Kreis, der den Grenzwert überschreitet, ist Dingolfing-Landau in Niederbayern und eine “Beherbergung von Bayern zu Bayern ist möglich”.

+++ Niedersachsen: Ausländische Gästeankünfte verschwindend gering +++

(28.07.2020) Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, kamen im Mai 2020 mit knapp 382.000 Gästen insgesamt 75,4 Prozent weniger nach Niedersachsen als im Mai des Vorjahres. Die Zahl der Übernachtungen ging um 68,6 Prozent auf annähernd 1,4 Millionen zurück. Noch deutlicher sank die Zahl der Gäste aus dem Ausland. Im Vergleich zum Mai des Jahres 2019 sank ihre Zahl um 93 Prozent auf rund 11.000. Die ausländischen Gäste buchten im Mai dieses Jahres gut 47.000 Übernachtungen, ein Rückgang um 87,6 Prozent im Vergleich zum Mai des Vorjahres.

+++ Bayern: Strafen bei Missachtung der Corona-Regeln werden verfünffacht +++

(28.07.2020) Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat ein strenges Einhalten der Corona-Regeln angemahnt. In diesem Kontext werden nicht nur verpflichtende Tests für Reiserückkehrer eingeführt, sondern auch stärkere Kontrollen in Betrieben. Für Verstöße gegen Hygienekonzepte soll der Bußgeldrahmen von 5000 auf 25.000 Euro verfünffacht werden. Gleichzeitig werden diie Intervalle für betriebliche Kontrollen verkürzt. Dies betrifft auch das Gastgewerbe.

+++ IUBH: 200 Studierende arbeiten an Lösungen aus der Krise +++

(28.07.2020) Umdenken im Tourismus – das ist das Motto von über 200 Tourismus-Studierende, zwölf Professoren der IUBH Internationalen Hochschule sowie zahlreichen Touristikunternehmen aus ganz Deutschland: Gemeinsam arbeiten sie an Ideen und Lösungsansätzen, wie die Tourismusbranche neue Wege aus der Corona-Krise beschreiten kann. Nun wurden das Projekt und der dazugehörige Blog „#Umdenken im Tourismus“ offiziell mit einer Diskussionsrunde mit Vertretern aus Politik, Tourismus und Wissenschaft eröffnet. Valentina Kerst, Staatssekretärin im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, stellte gemeinsam mit Prof. Dr. Peter Neumann, IUBH, Norbert Kunz, Geschäftsführer Deutscher Tourismusverband, Anja Neumann, Thüringer Tourismus GmbH und Marcus Geßler, Gastronom, das innovative Projekt vor. Die Zusammenfassung gibt es hier: https://umdenken-im-tourismus.de/blog/

+++ Schleswig-Holstein: Dehoga-Landesverband rechnet mit Aus für jede dritte Gaststätte +++

(27.07.2020) Axel Strehl, Präsident des Dehoga Schleswig-Holstein, erklärte gegenüber der DPA, dass vielen Restaurants und Gasthöfen im nördlichsten Bundesland das Aus infolge der Coronapandemie drohe. Seiner Einschätzung nach sind 30 Prozent der Betriebe unmittelbar betroffen. Strehl fürhrte weiter aus, dass alls Betriebe an Hotsports an Nord- und Ostsee derzeit gut performen. Sämtliche Betriebe, die mit Geschäfts-Hotellerie, Tagungen und Seminaren zu tun hätten, würden hingegen am Boden liegen.

+++ Europa: STR meldet Auslastung von 22 Prozent im Juni  +++

(24.07.2020) Ähnlich wie in Deuschland stecken die Belegungszahlen in ganz Europa tief im Keller. So meldet STR für den Monat Juni eine Auslastung von 21,6 Prozent – das entspricht einem Minus von 73 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Durchschnittsrate fällt um 34,8 Prozent auf 84 Euro. Der RevPAR wird von STR mit 18,11 Euro notiert. 82 Prozent unter dem Ergebnis von Juni 2019.

+++ Berlin: TV-Köchin Sarah Wiener meldet Insolvenz für ihre Restaurants an +++

(24.07.2020) Die deutsch-österreichische TV-Köchin muss nach 30 Jahren ihre Restaurants schließen und ihren Catering-Dienst einstellen. „Es ist schmerzhaft, dass Corona nun auch unsere Gastronomie erwischt hat“, so Sarah Wiener auf Facebook. „Hoffen wir, dass viele viele Hotel- und Gastronomiekolleg*innen in ganz Deutschland und Österreich, in ganz Europa und darüber hinaus, durchhalten können und Licht am Ende des Tunnels sehen. Wir konnten es nicht mehr.“

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