Konjunkturumfrage Hoteliers sind "heiß" auf den Sommer

Reiselust und Kosumfreude sorgten in den vergangenen Monaten für steigende Umsätze im Gastgewerbe; höhere Betriebs- und Personalkosten drücken allerdings auf die Erträge. Das geht aus dem aktuellen Dehoga-Branchenbericht hervor. Die Erwartungen an die anstehendende Sommersaison sind bei den Hoteliers sehr ausgeprägt.

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Laut dem DEHOGA-Branchenbericht konnten 37,3 Prozent der Hotels von Oktober 2018 bis März 2019 ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöhen. Aber nur 26,9 Prozent der Betriebe gelang es auch, höhere Erträge zu erwirtschaften. Hauptprobleme für die Unternehmer sind die Suche nach Mitarbeitern, steigende Betriebs- und Personalkosten, die ausufernde Bürokratie sowie starre Arbeitszeiten.

Deutschland ist für Touristen wie Geschäftsreisende aus dem In- und Ausland attraktiv“, erklärt DEHOGA-Präsident Guido Zöllick. „Die heimischen Hotels und Restaurants überzeugen mit verlässlichem Service, hoher Angebotsqualität und einem außerordentlich guten Preis-Leistungs-Verhältnis.“ Für eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung reiche eine starke Nachfrage alleine nicht aus. Auch die Politik sei gefordert. „Mit Blick auf die wachsenden Belastungen erwartet die Branche konsequenten Bürokratieabbau, eine Reform des lebensfremden Arbeitszeitgesetzes, fairen Wettbewerb durch gleiche Steuern für Essen sowie effiziente flankierende politische Maßnahmen zur Fachkräftesicherung“, sagt Zöllick.

Die Konjunktur in der Hotellerie zeigt sich weiterhin stark

37,3 Prozent der Betriebe konnten ihren Umsatz erhöhen (Vorjahr 39,9 Prozent). Die Zahl der Umsatzverlierer blieb mit 30,9 Prozent auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr (30,3 Prozent). Weiter steigende Betriebskosten führten bei 39,3 Prozent der Unternehmen jedoch zu sinkenden Erträgen (Vorjahr 38,5 Prozent). 26,9 Prozent konnten höhere Erträge erwirtschaften (Vorjahr 27,0 Prozent). Der Hotelmarkt in Deutschland ist weiterhin von einem starken Verdrängungswettbewerb und einem hohen Kostendruck geprägt. Die Dominanz der großen Buchungsplattformen verstärkt den Kostendruck zusätzlich. Zudem drücken die allgemeinen Preissteigerungen die Erträge. Die Erwartungen der Hoteliers für den Sommer 2019 gestalten sich dennoch mehrheitlich positiv: 55,9 Prozent der Befragten rechnen mit besseren Geschäften, 8,1 Prozent mit schlechteren Geschäften.

Guter Start in die Sommersaison

Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, ist das Gastgewerbe mit einem Übernachtungs- und Umsatzplus in das zweite Quartal gestartet. Von Januar bis April erhöhte sich die Zahl der Gästeübernachtungen im Vergleich zum bereits starken Vorjahr um 4,0 Prozent auf 127,3 Millionen. Mit 23,8 Millionen Übernachtungen kam fast jeder fünfte Tourist oder Geschäftsreisende aus dem Ausland. Ein Plus von 3,0 Prozent. 103,5 Millionen Übernachtungen entfielen auf inländische Gäste (+4,2 Prozent). Die nominalen Umsätze in Gastronomie und Hotellerie lagen in den ersten vier Monaten des Jahres um 2,8 Prozent (real 0,9 Prozent) über dem Vorjahreswert.

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