KMK-Bildungskongress Zöllick fordert »Qualitätsoffensive an Berufsschulen«

Guido Zöllick

Das System der dualen Berufsausbildung sei jetzt und in Zukunft der wichtigste Weg für die Qualifizierung des Branchennachwuchses, erklärte Dehoga-Präsident Guido Zöllick mit Blick auf den heute in Stuttgart stattfindenden KMK-Bildungskongress „Berufliche Bildung – Analysen, Trends und Perspektiven”. Fünf Forderungen hat Zöllick an die Politik.

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Zöllick Forderungen für Gastronomie und Hotellerie in Richtung Politik:
 
• Im Rahmen der Allianz für Aus- und Weiterbildung sollte sich der Bund gegenüber der Kultusministerkonferenz für eine Qualitätsoffensive an Berufsschulen einsetzen, die vor allem eine praxisnahe Lehrerfortbildung, die Sicherung des Fachpraxisunterrichts, eine zeitgemäße Ausstattung und die Bildung von Fachklassen umfasst.

• Von zentraler Bedeutung für eine gute Ausbildung ist die Unterrichtsqualität in den Berufsschulen. Gefordert ist eine zeitgemäße Ausstattung. Mit Sorge beobachten wir die Tendenz zur Reduzierung oder Abwertung von Fachpraxisunterricht. Praktisches Üben von Grundlagen muss nicht nur in den Betrieben, sondern auch im Berufsschulunterricht erfolgen, um die großen Unterschiede im betrieblichen Ausbildungsalltag auszugleichen. Berufsschulen müssen dafür z.B. über moderne Küchentechnik  oder EDV-Reservierungssysteme verfügen.

• Wir brauchen Lehrer, die mit Fachkompetenz und Überzeugung einen praxisbezogenen Unterricht anbieten und Lernort-Kooperationen zwischen DEHOGA, Ausbildungsunternehmen und Schule nutzen. Dafür ist die Lehreraus- und -fortbildung von besonderer Bedeutung. Der DEHOGA weiß das große Engagement vieler Berufsschullehrer für unseren Nachwuchs und den intensiven Austausch außerordentlich zu schätzen.

• Was den betrieblichen Teil der Ausbildung angeht, so müssen die Unternehmen bei der Ausbildung pragmatisch unterstützt werden. Hohe Bedeutung hat die Förderung der betrieblichen Ausbildung lernschwächerer Jugendliche, z.B. durch ausbildungsbegleitende Hilfen.

• Ausbildungsordnungen und die Aufstiegsfortbildungen müssen gegenüber hochschulischen Bildungsgängen wettbewerbsfähig gemacht werden, etwa dadurch, dass sie in Strukturen, Inhalten und Sprache leichter an Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt angepasst werden können.

Weitere Infos: www.dehoga.de

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