Wegen Betriebsschließung Wirt in Bayern klagt gegen Versicherung

Bei der mündlichen Verhandlung in München ließ die Richterin durchblicken, dass die Betriebsschließungsversicherung möglicherweise für die behördlich angeordnete Schließung zahlen muss. (Bild: Pixabay/qimono)

Der Versicherungskonzern Allianz muss vor Gericht bei seinen Auseinandersetzungen mit coronageschädigten Wirten möglicherweise schlagzeilenträchtige Niederlagen fürchten. Bei der mündlichen Verhandlung um seine Betriebsschließungs-Versicherung am Donnerstag ließ das Gericht durchblicken, dass der klagende Paulaner-Wirt Christian Schottenhamel die Richterin auf seiner Seite wissen könnte.

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Das Münchner Landgericht hatte bei der mündlichen Verhandlung am Donnerstag durchscheinen lassen, dass die Betriebsschließungsversicherung der Allianz möglicherweise für die behördlich angeordnete Schließung von Gaststätten im Frühjahr zahlen muss. Auch wenn “Corona” in den entsprechenden Policen nicht explizit genannt ist, berichtet die dpa.

Man sehe im vorliegenden Fall nichts, was dem Anspruch der Klägerin entgegen stehe,  sagte die Vorsitzende Richterin. Gegen die Allianz geklagt hatten die Wirte des Paulaner am Nockherberg in München. In der Festhalle der Wirtschaft finden jährlich der Starkbieranstich inklusive Singspiel und Fest statt. Geschäftsführer Christian Schottenhamel fordert 1,1 Millionen Euro als Ausgleich für sechs Wochen Umsatzausfall, berechnet nach dem im Versicherungsvertrag benannten Tagessatz.

 

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