Umbau & ModernisierungKeep it simple

Hotelrenovierungen haben sich zu einem komplexen Prozess entwickelt. Nicht nur sind ­heutzutage durchschnittlich rund neun Parteien an der Entscheidungsfindung beteiligt, auch die Ansprüche und Erwartungen an Qualität, Budget und Effizienz haben sich ganz wesentlich verändert. Bei Projektverantwortlichen und Generalunternehmern ist daher mehr als fachliches Know-how gefragt. Als Hauptkoordinatoren müssen sie vor allem in der Lage sein, komplexe Beziehungskonstellationen zu meistern.

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»Mehr Beteiligte, mehr Kommunikation, aber weniger Entscheidung«, so charakterisiert Manfred Terliesner, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb bei Tenbrink Objekteinrichtungen, die gegenwärtige Situation. Generell kann gesagt werden: Je mehr Menschen beteiligt sind, umso schwieriger ist die Entscheidungsfindung. Aus Generalunternehmersicht bringt die Rollenbeschreibung »vom Koordinator zum Mediator« diese Veränderung am besten zum Ausdruck.

Auf neun, in einigen Fällen sogar noch mehr Parteien im Entscheidernetzwerk trifft das Stadtlohner Unternehmen Tenbrink als Generalunternehmer bei Renovierungsprojekten im In- und Ausland. So zieht der Investor als Eigentümer, Immobilien- oder Private-Equity-Gesellschaft häufig einen externen Projektsteuerer und einen Cost Manager hinzu, um über den Innenarchitekten zu entscheiden. Die Betreiberseite bringt die Hotelgesellschaft und den Verantwortlichen für Standards in das Entscheidungsgremium ein. Der Hoteldirektor vertritt die Sichtweise der operativen Führung. Tenbrink koordiniert als Generalunternehmer schließlich ein Netzwerk an Partnerunternehmen aus Gewerken und Technik. Viele Beteiligte mit unterschiedlichen Interessen und Meinungen, für die im Hinblick auf das Ziel – die Fertigstellung des Hotels am Tag X – eine gemeinsame Marschrichtung gefunden werden muss.

Durch die höhere Zahl an Beteiligten nimmt auch der Abstimmungsaufwand zu. »Wir haben es mit einer Vielzahl von Spezialisten zu tun, die in ihrem Fachgebiet eigene Entscheidungskompetenzen besitzen. Für das Projekt als Ganzes müssen diese fachspezifischen Entscheidungen gewichtet, bewertet und zu einer einvernehmlichen Lösung zusammengeführt werden«, erklärt Manfred Terliesner. »Verschärfend kommt hinzu, dass durch die vielen Abhängigkeiten die Entscheidungswege sehr komplex geworden sind; die Verantwortung des Einzelnen ist hoch. Um sicherzugehen, die richtige Entscheidung zu treffen, bedarf es vermehrt formaler Freigaben.« Intensiver Abstimmungsbedarf und aufwendige Entscheidungswege können einen erhöhten Zeitaufwand nach sich ziehen.

Diese Entwicklung kann im Einzelfall ­fatale Folgen haben:
• Die Fertigstellung des Projektes nach Plan gerät in Gefahr. Damit droht im Fall der Terminüberschreitung ein Umsatzausfall.
• Eine Zeitknappheit bei der Umsetzung kann zu Qualitätsverlust führen.
• Die Einhaltung des Budgets gerät in Gefahr, da Prozesse nicht mehr optimal ablaufen können und ein Mehraufwand für die zusätzliche Koordination entsteht.

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