Katja Henke, GM des Peninsula Bangkok Die richtige Entscheidung

The Peninsula Bankok

Das Interesse an fernen Ländern und anderen Kulturen hat sich bei Katja Henke  schon im Kindesalter entwickelt. Nach Stationen in der Schweiz und in den USA ist die Hamburgerin vor vier Jahren in Asien gelandet, wo sie inzwischen als General Manager für das Peninsula Bangkok und über 700 Mitarbeiter verantwortlich zeichnet.

Selbst mit seinem Fuhrpark macht das Peninsula in der thailändischen Hauptstadt klar, in welcher Liga das Haus spielt: zehn BMW 730Lds, zwei Rolls-Royce Silver Spur, vier Teakholzboote und ein luxuriöses Elektro-Tuk Tuk im typischen Peninsula-Grün mit beigefarbenen Ledersitzen und kostenfreiem WIFI gehören dazu. Das 1998 eröffnete Fünf-Sterne-Domizil liegt am Westufer des Chao Phraya-Flusses, einer der schnellsten Verkehrsadern der Stadt. Der Standort und die Architektur des 37 Stockwerke hohen Gebäudes fasziniert die deutsche Hoteldirektorin: »Grundriss und Form ähneln einer geschwungenen Welle, die an den Fluss erinnern sollen. Alle 370 Zimmer und Suiten haben sowohl Stadt- wie auch Flussblick.« Seit Ende 2012 lenkt die Deutsche die Geschicke des Hotels, nachdem sie zuvor eineinhalb Jahre Hotelmanagerin im Peninsula Shanghai war.

Was die Destinationen betrifft, hat Katja Henke die entgegengesetzte Richtung ihrer Eltern eingeschlagen – ihre Schweizer Mutter und ihr deutscher Vater lebten lange in Südamerika, wo sie sich auch kennengelernt hatten. Die Lust, andere Länder und Kulturen kennenzulernen, bekam sie quasi in die Wiege gelegt. »Wir hatten immer viel Besuch. Ich lernte Speisen anderer Länder kennen, bekam exotische Geschenke, hörte viele Sprachen«, erinnert sie sich an ihr Zuhause in Hamburg. Die Faszination für Tourismus entwickelte sich da fast wie von selbst. Inzwischen hat sie auch Länder wie Nepal, Laos und Bhutan besucht. »Weil ich aber auch Kunst liebe, hatte ich mich zunächst für den Job als Antiquitätenrestauratorin interessiert.« An der dafür notwendigen Tischlerlehre aber scheiterte die Berufswahl schließlich: »Im potenziellen Ausbildungsbetrieb gab es leider nur Umkleide- und Sanitärräume für Männer.«

Mit 18 Jahren zog es die Hamburgerin, die auch die Schweizer Staatsangehörigkeit hat, in das eidgenössische Nachbarland: zunächst nach Gstaad in den Bernerhof und dann nach Luzern, wo sie die Hotelfachschule besuchte sowie im Hotel Palace arbeitete. Zwischenstation waren das Bristol Paris und für zwei Jahre das Chewton Glen in Hampshire, England. »Ich habe dann eigentlich mit den USA geliebäugelt«, sagt sie. Stattdessen packte sie jedoch ihre Sachen und reiste erst einmal zu Freunden nach Australien. »Das Thema Amerika stand aber immer noch im Raum und ich bekam schließlich ein Angebot für 18 Monate«, erzählt Katja Henke. Am Ende wurden daraus 13 Jahre. Sie war GM des Relais & Châteaux Hotel Blantyre in Massachusetts sowie Hotel Manager des Four Seasons in Washington DC und des Beverly Wilshire, ebenfalls ein Four Seasons-Domizil.

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