KassensystemeNoch immer Steuerbetrug im Gastgewerbe

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Seit über einem Jahr ist die Frist abgelaufen: Im Gastgewerbe dürfen nur noch Registrierkassen und elektronische Kassensysteme eingesetzt werden, die alle elektronischen Einzeldaten dauerhaft und unveränderbar speichern. Dass die Umstellung allerdings nicht ganz reibungslos war, berichtet jetzt die „Tagesschau“. Demnach ist Steuerbetrug in der Branche immer noch ein Leichtes.

Die neuen Kassensysteme sollen den Fiskus im Kampf gegen Steuerhinterziehung unterstützen. Laut „Tagesschau“ sind noch immer gut die Hälfte der Gastronomiebetriebe nicht mit adequaten Systemen ausgestattet. Ein Großteil der Kassen entspreche demnach nicht den gesetzlichen Anforderungen. Nach einer sechsjährigen Übergangsfrist ist das „Kassengesetz“ zum 1. Januar 2017 in Kraft getreten. Seitdem dürfen nur noch Registrierkassen und elektronische Kassensysteme eingesetzt werden, die alle elektronischen Einzeldaten dauerhaft und unveränderbar speichern sowie jederzeit wieder lesbar und auswertbar machen können. Dauerhaft bedeutet für den Archivierungszeitraum von zehn Jahren ab dem Jahr ihrer Erfassung.

Dem Bericht zufolge herrsche noch eine große Unwissenheit, der Dehoga verteidigt die Branche: Nicht jeder Gastronom sei auf dem aktuellsten Stand. Selbst viele neuere Modelle würden den gesetzlichen Anforderungen nicht ganz genau entsprechen. Zudem gebe es auch für die konformen Kassen Softwares, die das Gesetz umgehen und Steuerhinterziehung ermöglichen. Etwa ziehe eine dieser Softwares automatisch zehn Prozent des Gesamtumsatzes ab.

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