Kassenfiskalisierung 2020Tipps zur KassenSichV von Gastronovi

Mit der KassenSichV besteht eine Belegausgabepflicht für den Gastronom eines Hotelrestaurants. (Bild: Taras Vyshnya/Shutterstock.com)

Was ändert sich ab 2020 mit der neuen Kassensicherungsverordnung (KassenSichV)? Andreas Jonderko, Geschäftsführer von Gastronovi, beantwortet die wichtigsten Fragen zur Kassenfiskalisierung 2020.

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Was sehen die wesentlichen Neuerungen der Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) vor?

Das deutsche Bundesministerium der Finanzen (BMF) führt die KassenSichV zur Bestimmung elektronischer Sicherungs- und Aufzeichnungssysteme ein. Sie legt fest, dass bis zum 01.01.2020 alle Registrierkassen in Deutschland mit einem Manipulationsschutz versehen werden. Diese nennt sich Technische Sicherheitseinrichtung (TSE). Sie sorgt dafür, dass alle getätigten Kasseneingaben protokolliert werden. Die KassenSichV regelt also die Anforderungen an digitale Kassensysteme und deren Führung. Diese Daten muss zum Beispiel der Gastronom in einem Hotelrestaurant bei einer Betriebsprüfung oder einer Kassen-Nachschau über eine einheitliche digitale Schnittstelle zur Verfügung stellen. Neben der Kassensicherungsverordnung treten noch zwei weitere Neuerungen in Kraft: Die Kassenmeldepflicht und die Belegausgabepflicht. Aber: Am 6. November verkündete das Bundesfinanzministerium in einem Schreiben, dass es in bestimmten Fällen eine Übergangsfrist gibt.

Was verbirgt sich hinter der TSE?

Das Sicherheitsmodul stellt die Basis der Sicherungseinrichtung dar. Sie erstellt für jeden Kassenvorgang eine digitale Signatur und speichert diese verschlüsselt ab. Da ausnahmslos jeder Vorgang signiert wird, können Änderungen, Lücken und somit eine mögliche Manipulation der Aufzeichnungen leichter festgestellt werden. Stornierungen bleiben auch weiterhin möglich, diese werden aber wie alle anderen Vorgänge lückenlos protokolliert.

Worauf muss bei einer bereits bestehenden Kasse beziehungsweise Kassensystem geachtet werden?

Alle digitalen Registrierkassen sowie Systeme zur Sicherung, Aufzeichnung und Abrechnung müssen ab dem 1. Januar 2020 über eine technische Sicherheitseinrichtung verfügen. Die bestehenden Kassensysteme müssen also entweder aufgerüstet oder ersetzt werden. Nicht nachrüstbare Kassen dürfen übergangsweise bis 2022 weiter genutzt werden.

Wie sieht die Umsetzung in der Praxis aus?

Bei der Umsetzung in der Praxis herrscht bei vielen immer noch große Unsicherheit. Grundsätzlich gibt es entweder eine Hardware- oder eine Cloud-TSE. Die Cloud-TSE hat den Vorteil, dass keine zusätzliche Hardware nötig ist. Die Aktivierung kann per Mausklick erfolgen, alles weitere übernimmt Gastronovi. Bei der Belegausgabepflicht empfiehlt es sich, das Servicepersonal dahingehend zu schulen, dass sie verpflichtet sind, jeden Gast zu fragen, ob dieser einen Beleg haben möchte.

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