Kassen-Umrüstung Zwei weitere Bundesländer gewähren mehr Zeit

Am 30. September 2020 droht das endgültige Aus für nicht manipulationssichere Kassensysteme. (Bild: Rudy and Peter Skitterians/Pixabay)

Inzwischen haben neun Bundesländer die Frist zur Umstellung auf manipulationssichere Kassensysteme bis Ende März 2021 verlängert. In weiteren Ländern, so etwa in Thüringen, wird ebenfalls darüber beraten.

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Die vom Bundesfinanzministerium geforderte Frist zur Umstellung auf manipulationssichere Kassensysteme bis Ende September 2020 soll jetzt zumindest in sieben Bundesländern bis Ende März 2021verlängert werden (Tophotel berichtete). Entsprechenden Erlasse gibt es in Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Zuletzt haben auch das Saarland und Sachsen eine entsprechende Fristverlängerung beschlossen. Anderswo, wie etwa in Thüringen, ist die Sache noch nicht entschieden.

Umrüstungsaufträge müssen teilweise bis Ende August erteilt sein 

Wie die betroffenen Länder mitteilten, werde die jeweilige Steuerverwaltung die fehlende Umrüstung bis Ende März 2021 nicht beanstanden. Voraussetzung ist allerdings, dass die Unternehmen nachweisen können, bis spätestens 30. September 2020 eine verbindliche Bestellung oder einen Auftrag zur Umrüstung der Kasse mit einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) in die Wege geleitet zu haben.

Auch in Sachsen werden Kassensysteme bis 31. März 2021 nicht beanstandet. Dies gilt, “wenn der Einbau einer TSE bis zum 31. August 2020 nachweislich in Auftrag gegeben wurde. Das gilt auch, wenn der Einbau einer cloud-basierten TSE vorgesehen ist und eine solche jedoch nachweislich noch nicht verfügbar ist”, teilte das Ministerium Mitte Juli mit. Damit ist die Frist für die Auftragsvergabe in Sachsen und in Niedersachsen etwas früher als in den anderen Bundesländern.

Die Länder reagieren damit auf die angespannte Lage in den Unternehmen, die infolge der Corona-Krise und des Lockdowns ihre Kassensysteme noch nicht umrüsten konnten. Darüber hinaus habe die befristete Absenkung der Umsatzsteuer mit der notwendigen Umstellung der Kassen zu weiteren zeitlichen Verzögerungen geführt, heißt es weiter.

Quelle: DHZ.net

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