Jugendherbergen in BayernZimmervermietung an Studierende

Mit dem Angebot der Bayerischen Jugendherbergen sollen Studierende bei der Wohnungssuche entlastet werden. (Bild: Pixabay)

Die Jugendherbergen in Bayern leiden weiter unter dem Verbot von Klassenfahrten, das voraussichtlich noch bis Januar 2021 gilt. In Folge dieser Reisebeschränkungen bleiben aktuell viele Zimmer leer. Der Landesverband Bayern macht nun aus der Not eine Tugend und vermietet diese Zimmer befristet als Studentenappartements.

Anzeige

Die Jugendherbergen in den Universitäts- und Hochschulstädten München, Passau, Regensburg, Würzburg, Bayreuth und Eichstätt bieten ab sofort und befristet Zimmer für diejenigen Studierenden an, die noch keinen eigenen Wohnheimplatz oder eine andere Unterkunft gefunden haben. Die Preise der Zimmer reichen von 350 bis 649 Euro monatlich – inklusive aller Nebenkosten (wochenweise ab 100,00 Euro). Die Ausstattung umfasst jeweils ein Bett, einen Tisch und einen Stuhl. Toiletten und Duschen werden in der Regel gemeinschaftlich mit anderen Gästen genutzt. Zimmer mit eigener Dusche und WC sind gegen Aufpreis buchbar – in den Jugendherbergen in München und Bayreuth werden grundsätzlich nur Zimmer mit eigener Dusche und WC vermietet. Die Zimmer können jeweils auch mit zwei Personen belegt werden. Darüber hinaus können optional Frühstück, Lunchpaket beziehungsweise Abendessen hinzugebucht werden.

Ohne Zeitdruck

Die Vermietung von Zimmern in den sechs Jugendherbergen soll die Studierenden bei ihrer Suche nach einer Unterkunft zeitlich entlasten. „Besonders die Erstsemester brauchen in der Regel ein wenig Zeit, bis sie sich auf die örtlichen Gegebenheiten eingestellt, Kontakte geknüpft und eine Bleibe gefunden haben. Diesen Zeitdruck wollen wir ihnen nehmen, damit sie möglichst reibungslos und ungestört den Studienbetrieb aufnehmen können“, erläutert Winfried Nesensohn, Vorstand im Landesverband Bayern des Deutschen Jugendherbergswerks.

Die Jugendherbergen in Bayern wollen die Unterkünfte für Studierende nicht als Dauerlösung anbieten, sondern zeitlich begrenzt den Nachfragemarkt entlasten und freie Kapazitäten in den Häusern nutzen. In der Regel werden die Mietverträge wochen- oder monatsweise geschlossen und sind auch kurzfristig wieder kündbar.

Anzeige