Jochen Oehler (Progros): Diese Lehren müssen Hotellerie und Zuliefermarkt im Einkauf ziehen

‚Think global, act local.‘: Die Hospitality Industry braucht einen gesunden Mix an internationalen, nationalen und regionalen Zulieferern und Alternativen für den ‚Ernstfall‘. Sortimentsgestaltung und Lagerhaltung sowie der Umgang mit Zulieferern sollte hinterfragt werden. Dieser Meinung ist Jochen Oehler, Geschäftsführer der Progros Einkaufsgesellschaft. “Und wir sollten jetzt die Chance ergreifen, ein ordentliches Bewusstsein für Preis und Leistung zu entwickeln, das wir auch an unsere Teams weitergeben, die Tag für Tag Waren beschaffen.“

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Dieser Artikel ist Teil unserer umfassenden Berichterstattung über die Coronakrise. >>> zur Übersicht

Key Facts des Skype-Interviews

  • Die Kooperationsbereitschaft aller Zulieferer, die Teil der Einkaufsgesellschaft Progros sind, hat Jochen Oehler positiv überrascht. Viele Zulieferer machen aktive Angebote etwa in puncto Optimierung von Zahlungsbedingungen oder Stundung von Rechnungen, welche jeder Hotelier auch nutzen sollte.
  • Die gesamte Prozesskette des Bestell- und Rechnungsmanagements muss künftig digitalisiert werden. Jene Hotels, die schon heute stark digitalisiert sind, können deutlich schneller und transparenter agieren. Auch die Liquiditätssteuerung ist mit zunehmendem Digitalisierungsgrad eines Hotels deutlich unkomplizierter.
  • Das aktuell beobachtbare partnerschaftliche Miteinander von Hotelbetreibern und Zulieferern sollte auch nach der Krise fortgeführt werden. Produktentscheidungen sollten dann, wenn sich die Hotellerie wieder erholt hat, nicht anhand von Unterschiedsbeträgen im Cent-Bereich gefällt werden.
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