ITB-Nachlese Meliá lüftet sein Boutiquehotel-Geheimnis

©Premier Inn, Meliá

Mit exklusiven Boutiquehotels wie dem neuen Meliá Bavi Mountain Resort in Vietnam will die spanische Gruppe wachsen.

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Der derzeit am stärksten wachsende Markt liegt für Meliá in Asien, genauer gesagt in Vietnam. Wohlbehütet und gut versteckt in den Bergen um Hanoi entstand in den vergangenen zwei Jahren ein Hotel-Kleinod, über das der Konzern lange Zeit Stillschweigen bewahrte, weil es der Fingerzeig in eine vollkommen neue Hotel-Richtung für Meliá ist: hochexklusive Boutiquehotels an einzigartigen Destinationen, für eine zahlungskräftige Klientel. Das neue Resort Meliá Bavi Mountain liegt idyllisch gut eine Fahrtstunde von Hanoi entfernt, mitten im tropischen Regenwald von Vietnam. Offeriert werden hier insgesamt 100 Zimmer, darunter zwölf Bungalows und drei Villen, allesamt nach historischen Bauplänen errichtet. Und auch der Hintergrund ist unique: Ursprünglich unterhielten die französischen Besatzer in den Bergen von Bavi Wohnhäuser für ihre Offiziere. Nach dem Ende der Besatzungszeit machten die Vietkong diese Gebäude dem Erdboden gleich, um zu verhindern, dass bei einer Rückkehr der Franzosen diese dort wieder wohnen könnten. Meliá beauftragte nun vor ein paar Jahren Architekten in Paris damit, nach den historischen Bauplänen zu suchen. Die wurden in den Archiven tatsächlich fündig und nach diesen Plänen entstand jetzt das brandneue Resort, das sich derzeit im Soft-Opening befindet.

Auf dem Hotel Investment Forum hat jetzt Maria Zarraluqui, verantwortlich für die weltweite Entwicklung, die Pläne der spanischen Gruppe erläutert. »Wir haben uns am Rande etwas kontrastreicher positioniert und wollen auch Gäste erreichen, die einen besonders exklusiven Anspruch haben und dafür auch zahlen können.« Für Meliá sei zudem Asien schon seit 30 Jahren ein lukrativer Markt, wo man derzeit 18 Hotels betreibe. Geplant sei, diesen Anteil in den nächsten drei Jahren fast zu verdoppeln, erläutert die Managerin. Und auch auf anderen Kontinenten werde ganz konkret expandiert, besonders in Afrika. So wurde just inmitten des Serengeti Nationalparks die Meliá Serengeti Lodge mit 50 Zimmer eröffnet. Internationale Flugverbindungen bestehen nach Arusha oder Kilimanjaro. Das Zimmer inklusive Vollpension kostet 620 Euro pro Nacht, eine halbtägige Safari 175 Euro pro Person. Ende des Jahres will Meliá zudem ein weiteres Opening in Zimbabwe an den Viktoria-Wasserfällen vermelden. Ob es sich dabei um einen Neubau oder eine Übernahme handelt, wollte Maria Zarraluqui in Berlin allerdings noch nicht verraten. 

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