Internet of Things 5 Tipps für den sicheren Einsatz

Die Nutzung von Internet of Things Plattformen hat im Hotel- und Gastgewerbe um Vergleich zum Vorjahr stark zugenommen. (Bild: Quelle und Grafik: Kaspersky)

Das Internet der Dinge (IoT) ist längst im Hotel- und Gastgewerbe angekommen. Laut einer aktuellen Kaspersky-Studie über den Einsatz und die Herausforderungen hinsichtlich der IT-Sicherheit von IoT verzeichnet der Hospitality-Sektor sogar die höchste Zuwachsrate innerhalb eines Jahres.

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So nutzten im vergangenen Jahr 63 Prozent der befragten Organisationen IoT-Plattformen für ihre Geschäftsanwendungen; im Jahr 2018 waren es noch 53 Prozent. Damit liegt der Hospitality-Bereich beim IoT-Nutzungszuwachs (plus zehn Prozentpunkte) im Branchenvergleich mit dem Gesundheitswesen auf dem ersten Rang – vor dem Finanzwesen (plus acht Prozentpunkte). Allerdings gehen mit den Vorteilen (neue Geschäftsfelder oder moderne Kundenbetreuung) auch größere Risiken bei der Cybersicherheit einher. So konnten die Experten von Kaspersky allein für die erste Jahreshälfte 2019 weltweit 105 Millionen Angriffe auf IoT-Geräte identifizieren.

Sicherheitsprobleme durch Nutzung von IoT-Plattformen

Die neue Kaspersky-Studie „With superpower comes super responsibility: Benefits and challenges of IoT in business“ zeigt auch, dass Unternehmen und Organisationen zunehmend mit IT-Sicherheitsherausforderungen, die das Internet der Dinge betreffen, beschäftigt sind. So gaben 28 Prozent der von Kaspersky Befragten (branchenübergreifend) an, im Jahr 2019 Sicherheitsprobleme in Zusammenhang mit der Nutzung von IoT-Plattformen gehabt zu haben. Hinzu kommt, dass vernetzte Geräte und Sensoren Daten im Terabyte-Bereich übertragen. Dazu gehören oft auch kritische Geschäftszahlen oder Kundendaten.

“IoT-Plattformen können dem eigenen Geschäft einen mächtigen Schub verleihen. Doch um von den Vorteilen zu profitieren, müssen Unternehmen einen beträchtlichen Aufwand treiben. Die effektive Anwendung des Internet der Dinge setzt ganz bestimmte Geschäftsprozesse und eine entsprechende Expertise voraus”, sagt Grigory Sizov, Leiter der Business Unit KasperskyOS, und ergänzt: “Unsere Studie zeigt, dass die Sicherheitsfrage auch im IoT-Umfeld beantwortet werden muss. Neben anderen Faktoren geht es hier um die Sicherheit des Equipments, um technische wie organisatorische Schutzmaßnahmen, und um Datenschutz. Dabei ist es wichtig, Sicherheitsfragen in einem frühen Stadium der IoT-Implementierung zu betrachten.”

Tipps für den sicheren IoT-Einsatz im Unternehmen

Kaspersky empfiehlt Unternehmen, für eine sichere und erfolgreiche IoT-Nutzung die folgenden Punkte zu beachten:

  • Vor dem Einsatz von vernetzten Geräten muss deren Sicherheit evaluiert werden. Haben die Geräte Sicherheits-Zertifikate? Ist der Hersteller bekannt für sein Augenmerk auf Informationssicherheit?
  • Das für die IT-Sicherheit verantwortliche Team sollte über aktuelle Threat Intelligence verfügen. Sicherheits-Audits müssen regelmäßig durchgeführt werden.
  • Eine geeignete und rasche Vorfallreaktion setzt voraus, dass Verfahren eingeführt wurden, über die das Wissen über wesentliche Sicherheitslücken in Software und in Anwendungen sowie zu verfügbaren Updates stets vorhanden ist.
  • Es empfiehlt sich, Cybersicherheitslösungen einzusetzen, die den Netzverkehr analysieren und mögliche Angriffe auf IoT-Geräte erkennen und verhindern können. Die Erkenntnisse können dann in das komplette Netzwerksicherheitssystem des Unternehmens einfließen.
  • Zum Einsatz sollten nur IoT-Geräte kommen, die speziell auf Sicherheit ausgelegt sind.
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