Jumeirah expandiertImmer weiter

»Stay Different« heißt das Jumeirah-Motto – gerade in den vergangenen Monaten scheint die 1997 in Dubai gegründete Hotelgruppe dies besonders genau zu nehmen. Allein in diesem Jahr kamen Hotels in Rom, auf Mallorca, in Istanbul und in Dubai hinzu, zwei weitere folgen.

Nach drei Hotels in Dubai eröffnete Jumeirah erste Häuser außerhalb des Emirats. Den Anfang machten 2001 zwei Hotels in London: das Lowndes und das Carlton Tower. Seit Sommer vergangenen Jahres gibt es auch eines in Deutschland: Im August 2011 ging das Jumeirah Frankfurt an den Start.

2012 geht es Schlag auf Schlag: Im Januar kam das Grand Hotel Via Veneto in Rom hinzu, im April das Port Soller Hotel & Spa auf Mallorca, im Mai das Pera Palace in Istanbul und im Juli das Creekside in Dubai. Und bei jedem einzelnen Hotel kommt wiederum das Jumeirah-Motto zum Tragen.

Das erste Jumeirah Italiens befindet sich in einem historischen Gebäude im Herzen der Hauptstadt, das unter dem Schutz der römischen Behörde für Bildende Künste steht. Im Inneren des Via Veneto definiert es sich durch zeitlos elegante, handgearbeitete Möbelstücke im Stil von Ruhlmann, dem Vater des Art Déco der 1920er-Jahre. Kein Widerspruch: Das Hotel beherbergt ein Sammlung an Ölgemälden und Lithografien von Künstlern wie Burri, Carrà, Dalí, Miró und Picasso. Das 116-Zimmer-Haus verfügt neben den beiden Restaurants »Magnolia« und »Time« sowie der »Sky Bar & Grill« auch über vier Räumlichkeiten für Veranstaltungen jeder Art und den »Aqva«-Spa auf rund 500 Quadratmetern. Auch hier entsteht eine Symbiose zwischen Tradition und Moderne: Die Marmor-Räumlichkeiten erinnern an ein römisches Bad, während zum Beispiel die Licht- und Aroma-Therapie auf neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zurück- greift.

Ein wahres »Schmankerl« im Jumeirah-Portfolio ist das an der Nordwestküste Mallorcas gelegene Port Soller Hotel & Spa. Das Resort mit elf separaten Gebäuden ist auf eine Klippe gebaut, von wo aus man das Meer, ein Fischerdorf und den Tramuntana-Gebirgszug, ein Unesco-Weltkulturerbe, überblickt. Die Architektur des Hotels wurde an die natürliche Umgebung angepasst; die Anlage ist – typisch für die Baleareninsel – mit Pflanzen und Steinen gestaltet. Auch die Kunstsammlung ist speziell auf das Hotel abgestimmt: Die 400 Gemälde, Collagen, Fotografien und Steinskulpturen lokaler Künstler spiegeln die mallorquinische Seele wider. Die Auswahl unter den 120 Zimmern reicht von 35 Quadratmeter großen Superior-Rooms bis hin zur 157-Quadratmeter-Observatory-Suite, die allesamt durch ihre Aussicht bestechen. Auch die drei Bars und die Lounge sowie die beiden Restaurants »Cap Roig« und »Es Fanals« bieten einen Blick auf die atemberaubende Umgebung. Das Hotel ist auf Familien, aber auch auf Geschäftsreisende ausgelegt, denen vier Meeting-Räume zur Verfügung stehen. Im Port Soller findet der Gast eine Jumeirah-Besonderheit vor: »Talise« ist eine eigens von der Hotelgruppe entwickelte Spa-Marke, die 2007 ins Leben gerufen wurde. Die ganzheitliche Behandlung wird individuell auf jeden Gast zugeschnitten und berücksichtigt Elemente wie Ernährung und Sport.

Auch der dritte Jumeirah-Streich dieses Jahres zeichnet sich vor allem durch seine Lage aus: Vom Pera Palace in Istanbul aus genießt man die Sicht auf das Goldene Horn. Das 1892 errichtete Gebäude ist insofern »different«, als dass es Jugendstil mit orientalischen und neoklassischen Elementen sowie moderner Technik vereint. Alle 115 Zimmer, darunter 16 Suiten, sind mit handgeknüpften Teppichen, besonderen Stoffen und Kunstwerken versehen, das Marmorbadezimmer gleicht einem Hamam. Auch das 380 Quadratmeter große »Pera Spa« ist ein traditionell türkisches Bad.

Das mittlerweile neunte Jumeirah in Dubai, das Creekside Hotel, liegt auf dem Areal des Sport- und Freizeitkomplexes »Aviation Club« mit Blick auf den Dubai Creek Golf- und Yachtclub. Es vereint zeitgemäßes Design mit ausgeprägten architektonischen Besonderheiten wie sichtbare Betonwände, hohe Glasdecken, arabisch inspirierte Teppichmuster und ein Infinity-Pool mit Glasboden, der direkt über der Lobby liegt. Zum Angebot des Hotels gehören 292 Zimmer und Suiten, eine Kunstsammlung mit mehr als 480 Werken, sechs unterschiedliche Restaurants und Bars sowie 26 Konferenzräume – inklusive eigenem Pressezentrum, Kino, Ballsaal und Meeting Academy.

Bis Ende 2012 wird die Jumeirah Gruppe ihre Häuser auf 22 verdoppelt haben und die Zahl der Länder, in denen sie präsent ist, fast vervierfacht. Noch im Herbst 2012 kommen das Bilgah Beach Hotel (176 Zimmer und Suiten sowie 14 private Villen) in Aserbaidschan und das Messilah Beach Hotel und Spa in Kuwait (370 Zimmer und Suiten, 80 Appartements und zwölf Chalets) hinzu. Dann offeriert Jumeirah weltweit 5987 Zimmer und beschäftigt rund 13.000 Angestellte.

Und es geht immer weiter. In den kommenden Jahren will Jumeirah im Nahen Osten (drei Hotels geplant), in Afrika (ein Hotel), in Asien (sieben Hotels) und in Mittelamerika (ein Hotel) expandieren.

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