Anzeige
Anzeige
Anzeige
Start Management Allgemein IHA kritisiert Politik: Hotellerie kann nicht als Pandemie-Treiber gelten

IHA kritisiert PolitikHotellerie kann nicht als Pandemie-Treiber gelten

Die IHA-Chefs Markus Luthe und Otto Lindner strafen die Politik in einem Blogpost mit klaren Worten ab. Sie sprechen von den Beherbergungsverboten als “beispiellose politische Kopflosigkeit” und zeigen zudem anhand einer Grafik des Robert Koch-Instituts: Hotels und Gaststätten können nicht als Pandemie-Treiber gelten.

“‘Beherbergungsverbot’ ist nicht nur das designierte Unwort des Jahres, es ist in Rekordzeit auch zum Synonym für kopfloses Symbolhandeln der Politik geworden”, so Otto Lindner (Vorsitzender des IHA) und Markus Luthe (Hauptgeschäftsführer IHA) in ihrem Blogpost. Was auf die Tatsache, dass sich Kanzlerin und Länder nicht auf eine Linie beim Beherbergungsverbot hätten einigen können, folgte, sei “ein in der Geschichte der Bundesrepublik beispielloses Exempel der Gewaltenteilung und eine Klatsche für politische Kopflosigkeit: Ein Gericht nach dem anderen setzte den Unfug der Beherbergungsverbote wegen fehlender Verhältnismäßigkeit wieder außer Kraft. Es begann – ohne Anspruch auf föderale Vollzähligkeit – mit Baden-Württemberg (15. Oktober) und Niedersachsen (15. Oktober), es folgten Brandenburg (16. Oktober), Mecklenburg-Vorpommern (20. Oktober) und Schleswig-Holstein (23. Oktober). Dem Bundesverfassungsgericht wurde bislang noch kein für eine Grundsatzentscheidung geeigneter Fall vorgelegt.”

Und weiter: “Von der Wucht des gerichtlichen Klartextes, der Einhelligkeit der öffentlichen Meinung und der Zunahme an Risikogebieten im eigenen Bundesland beeindruckt, machten zwischenzeitlich Rheinland-Pfalz (12. Oktober), Sachsen (15. Oktober), Bayern (17. Oktober) und Hessen (19. Oktober) Rückzieher. Stand heute verteidigen allein Hamburg und Sachsen-Anhalt ihren Renitenz-Status.”

Luthe und Lindner sprechen von einem Desaster mit Ansage: “Was für ein Schaden für die Hotellerie und ihre Gäste! Und nach dazu ohne epidemiologische Rechtfertigung.”

Hotellerie kein Pandemie-Treiber

Denn seit Beginn der Corona-Pandemie habe die Hotellerie widerspruchslos und vorbildlich alle Auflagen der Politik und Virologie umgesetzt. “Wir haben uns den Respekt und das Vertrauen der Verantwortlichen verdient und keine kopflose Symbolpolitik. So weist auch das Robert Koch-Institut kein berichtenswertes Infektionsgeschehen in Zusammenhang mit Hotels auf. Im täglichen Situationsbericht des RKI vom 20. Oktober 2020 muss man das ‘Infektionsumfeld Beherbergung’ jedenfalls mit der Lupe an der unteren Schwelle der statistischen Nachweisbarkeit suchen”, führen die IHA-Chefs aus.

Täglicher Situationsbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom 20. Oktober 2020, Seite 12, Abb. 8. (Bild: Robert Koch-Institut)

Und weiter: “Wir fordern die Politik auf, zu dem von ihr angerichteten Kurz-, Mittel- und Langzeitschaden zu stehen und der Hotellerie nun endlich wirksam zu helfen! Unsere so dermaßen hart und existenzgefährdend getroffene Branche muss entschädigt und allen Betroffenen angemessene Beihilfen gewährt werden!”

Die Hilfen müssten jetzt endlich unbürokratisch, unabhängig von der Größe der Unternehmen und frei von immer neuen Beschränkungen und ohne Diskussionen um verbundene Unternehmen, Umsatzgrößen und Unternehmerlohn erfolgen. Mit ein wenig nachfeilen und verlängern der unzureichenden Überbrückungshilfen I, II oder III sei es nicht getan. “Das ist das Beherbergungsgebot der Stunde!

Anzeige

Folgen Sie uns auf Instagram

Anzeige

Newsletter-Registrierung

Topaktuell auf den Punkt gebracht!
Werktäglich berichtet der kostenlose Tophotel-Newsletter über aktuelle Ereignisse in der nationalen und internationalen Hotelwelt. Profitieren Sie von journalistisch hochwertiger Information und Inspiration für das tägliche Business.
ANMELDEN
Sie interessieren sich für Produktnews und technische Innovationen in der Hotellerie? Testen Sie auch unseren kostenfreien HOTEL+TECHNIK-Newsletter​
close-link