Human ResourcesHDV befürwortet Ausbildungsreform

Die Ausbildung im Gastgewerbe soll modernisiert werden, wenn es nach Dehoga und HDV geht. (Bild: pixabay/LuckyLife11)

Die Hoteldirektorenvereinigung Deutschland (HDV) begrüßt die auf Initiative des Deutschen Hotel und Gaststättenverbands (Dehoga) beantragte Reform der Ausbildungsberufe. Das teilen die Verantwortlichen in einem offiziellen Schreiben mit. 

Auf Initiative des Dehoga haben das Kuratorium der Deutschen Wirtschaft und der Deutsche Gewerkschaftsbund beim Bundeswirtschaftsministerium einen Antrag auf Neuordnung der gastgewerblichen Ausbildungsberufe gestellt. „Die HDV begrüßt und unterstützt ausdrücklich die lange überfällige Modernisierung der Ausbildung in Hotellerie und Gastronomie“, kommentiert Jürgen Gangl, HDV-Vorsitzender, die zur Entscheidung anstehende Ausbildungsinitiative. „Die Ausbildung in den gastgewerblichen Berufen muss zeitgemäßer werden, damit die Branche für junge Leute auch zukünftig ein attraktiver Arbeitgeber bleibt,“ so Jürgen Gangl weiter.

Im Kern sollen die Rahmenpläne des Dualen Ausbildungssystems inhaltlich modernisiert und teilweise umstrukturiert werden. Unter anderem werden zukünftig mehr digitale Inhalte in den Lehrplan einfließen. So ist beispielsweise geplant, in der Hotelfachausbildung die Kompetenzen in den Bereichen Buchungssysteme, Bewertungsportale, Revenue Management oder auch Vertrieb zu stärken. Darüber hinaus soll der Ausbildungsberuf „Hotelkaufmann/-frau“ zu einem „Hotelkaufmann/-frau für Hotelmanagement“ weiterentwickelt werden. HDV-Chef Jürgen Gangl: „So soll sichergestellt werden, dass unsere Branche mittelfristig eine interessante Alternative zu einem Hochschulstudium bieten kann.“

Die Neuordnung der Ausbildungsinhalte betrifft alle sechs gastgewerblichen Ausbildungsberufe. Im Restaurantfach soll das Fachwissen zu Produkten, zum Verkauf und zum Veranstaltungsmanagement einen höheren Stellenwert bekommen. Bei den Köchen sollen zukünftig Kalkulation, Kostenkontrolle und Küchentechnik, Trends in der Gastronomie, Führungstechniken oder auch Verbraucherschutz einen größeren Platz im Lehrplan einnehmen. Die Umsetzung der Ausbildungsreform wird nicht vor 2021 erwartet.