Hoteltest im Roomers Baden-Baden: Flamingo im Schwarzwald

Öffentliche Bereiche

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Es macht Spaß, im Roomers umherzuschlendern. Da ist die Lobby mit ihren vielen unterschiedlichen Sitzgruppen, dem Billardtisch, der Kunst, die vom Ölgemälde über meterhohe Fotos bis zur Metallskulptur reicht, da sind die Bildbände des Taschen-Verlags im riesigen Raumteiler-Regal, deren Bandbreite von Kunst über Architektur und Design bis zu den berühmtesten Pin-up-Girls und »The Big Penis Book« reicht. Da sind die Flure auf den Etagen, wo in Schaukästen witzige Pop Art zu sehen ist – immer mit regionalem Bezug, wie beispielsweise ein grüner Hulk, der eine Konservendose mit Schwarzwälder Kirschkuchen auf den Schultern trägt. Und da sind die öffentlichen Toiletten mit einem großen Steinbecken in der Mitte und von der Decke kommenden Kupferrohren als Wasserleitung. Alles präsentiert sich sehr gut gepflegt und über allem liegt immer ein passender Klangteppich: Das spitzenmäßige Sound System spielt zu unterschiedlichen Tageszeiten unterschiedliche Musik ein – von Hip Hop bis Swing. Das macht richtig Laune.
Wertung: sehr gut

Sicherheit

Würde jede der Kameras im Roomers zu einem Monitor führen, müsste die Überwachungszentrale wie in einem James-Bond-Film aussehen. Allein vom Aufzug bis zu meinem Zimmer zähle ich fünf Stück. Das Zimmermädchen spricht kaum Deutsch, vergewissert sich jedoch meines Namens, ehe sie mir mein Zimmer öffnet. Auch an der Rezeption handelt Caroline korrekt, als sie dem Anrufer meine Zimmernummer nicht nennt. Doch eine – wirklich wichtige – Sicherheitsvorkehrung versagt. Mein Drücken des Sauna-Notrufes um 7.30 Uhr am Morgen bleibt ohne Folgen. Ich zähle langsam bis 500, bevor ich das Spa verlasse. Wäre ich in der Sauna kollabiert, könnte ich jetzt tot sein.
Wertung: mangelhaft

Front Office / Concierge

Ein klassisches Concierge Desk gibt es im Roomers nicht. An einem der runden Tische in der Lobby treffe ich auf Guest Relation Manager Philipp, der nett und eifrig ist und sehr bemüht, mir zu helfen. Von der aktuellen Ausstellung im Museum Frieder Burda zeigt er mir sogar Fotos auf seinem Handy. Vielleicht sollte er seine Vorschläge für einen Tag in Baden-Baden noch etwas mehr der Jahreszeit anpassen. Die Parkanlagen sind im Winter jetzt nicht unbedingt das Highlight. Und wenn er eine Führung durchs Casino empfiehlt, sollte der GRM auch die Führungszeiten kennen. Dann hätte ich es nämlich dorthin schaffen können. Aber Philipp kümmert sich vorbildlich um meine schmutzigen Stiefel und Rezeptionistin Caroline um alles andere. Die gebürtige Österreicherin ist eine Gastgeberin par excellence. Als ich nach den Tagungsräumen frage, bedauert sie, mir diese gerade nicht zeigen zu können – sie sind alle belegt –, doch sie überreicht mir ein Visitenkärtchen der Bankettmanagerin, damit ich mich an diese wenden kann.
Wertung: sehr gut

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