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StartBusiness & ManagementHoteltestHoteltest im Ahlbecker Hof::Fischbrötchen & Thai-Massage

Hoteltest im Ahlbecker HofFischbrötchen & Thai-Massage


 

19:00
Thailändisches Restaurant: Drei Chilis für das »Suan Thai«

 

Eines muss man Inhaber-Familie Seelige-Steinhoff lassen: Das »Suan Thai« ist der Hammer. 2008 wurden Baumaterial und Interieur komplett aus Thailand nach Ahlbeck transportiert und hier von thailändischen Handwerkern in liebevoller Handarbeit zusammengebaut. Dergestalt entstand ein wintergartenähnlicher, hoher Bau mit dunklem Holzboden und kunstvoll geschnitztem Mobiliar um einen original thailändischen Tempel in der Raummitte. Ein außergewöhnliches und in keiner Weise kitschiges Ambiente, mit dem sich das Restaurant und damit das Hotel von jeglicher sonstigen asiatischen Gastronomie in weitem Umkreis abhebt. Genau das war wohl auch der Sinn der Sache, erklärt mir Herr D., der in Vertretung von Gastronomieleiter Fornarelli hier nach dem Rechten schaut. Ich sitze an einem Randtisch, schön weit weg von der lärmenden Gruppe Schweden, und beobachte gerade fasziniert, wie der thailändische Koch in seiner offenen Küche mit Pfännchen und Töpfchen hantiert. Es sei nicht immer leicht mit den thailändischen Mitarbeitern, räumt Herr D. auf meine Nachfrage ein. Schon wegen der zeitlich begrenzten Arbeitserlaubnis, aufgrund derer Köche und Servicemitarbeiter immer wieder wechseln müssten. Ich werde an diesem Abend jedenfalls sehr aufmerksam und herzlich betreut und verwöhnt von Frau B., die zwar ein langes, asiatisches Gewand trägt, aber durch und durch deutsch ist. Das für mich vorgesehene Probier-Menü kann ich beliebig mit Speisen aus der Karte variieren, die im Übrigen erfreulich überschaubar und sehr informativ gestaltet ist. Ich lerne einiges über thailändische Tischsitten und versuche im Anschluss ebenso ambitioniert wie erfolglos, meine Reisbandnudelsuppe mit Stäbchen zu essen. Vielleicht wäre mir dies leichter gefallen, hätte sich der als Zutat zur Suppe angekündigte Pak Choi tatsächlich auch darin befunden. Als Hauptgang habe ich das grüne Curry vom Huhn mit Auberginen, Zucchini, Bambussprossen, grünen Bohnen, Thai-Basilikum, Limettenblatt, roter Chili, Kokosmilch und Fischsauce gewählt. Mit drei Chilischoten in der Karte als »sehr scharf« bezeichnet – »europäisch scharf«, wie mir Frau B. versichert, also essbar. Tatsächlich übertönt die Schärfe des Gerichts nicht die feinen Aromen seiner Zutaten, sondern unterstreicht sie und macht das Curry so zu einem feurigen Genuss. Zum Nachtisch kühlt gebackenes Vanilleeis auf Mangoragout meine Geschmacksnerven, hübsch verziert mit geschnitztem Apfel und Drachenfrucht.
Wertung: sehr gut

 

22:10
Bar »Kaisers Lounge«: Von Leichtmatrosen und Ladykillern

Cocktails sind »Hansis« Steckenpferd, und der gestandene Barkeeper versteht es, sie zu verkaufen und zu zelebrieren. Dergestalt ist die gemütliche kleine Bar am Abend proppenvoll entspannter Gäste, die an Tischchen oder in Sesseln um den Bartresen sitzen, Hansi beim Mixen zuschauen und sich entertainen lassen. Das ist sehenswert: Der Mann bespielt den Bartresen wie ein Schauspieler die Theaterbühne, jongliert mit Worten wie mit seinem Mixbecher und versteht es sogar, seine Gäste untereinander zu vernetzen. Ein Prachtexemplar von Barkeeper. Ich lerne den Unterschied zwischen »Leicht-« und »Schwermatrosen« kennen – das sind Cocktails – und erfahre, woher der »Ladykiller« seinen Namen hat. Zwischendurch wird laut gelacht, von Hansi fast am lautesten. Ich habe »Hansis Favorit« bestellt, einen Basilikum Daiquiri, bestehend aus drei Jahre altem Havana Club Rum, Zitronensaft, Zuckersirup, frischem Basilikum und Martinischaum. Der Drink ist schön grün, schön herb und – so Hansi – hat »Bums«. Deshalb bleibt es auch bei diesem einen, obwohl der Barkeeper mich schon fast zu einem zweiten überredet hat. Er gibt schließlich klein bei: »Ich hoffe aber, Sie morgen Abend wiederzusehen!« Der Umsatz wird am Point of Sale gemacht. Hansi hat das verstanden.
Wertung: sehr gut

 

MO. 01/05, 07:30
Weckruf

Das Telefon klingelt pünktlich. Eine freundliche weibliche Stimme spricht mich mit Namen an, wünscht mir einen guten Morgen und sagt: »Es ist halb acht – Sie wollten geweckt werden. Bis später dann.«
Wertung: noch gut

 

09:00
Roomservice 2 – Zimmerfrühstück

Pünktlich läutet es an meiner Tür. Eine polnische Frühstücksdame wünscht freundlich guten Morgen und schiebt einen Servierwagen ins Zimmer. Nach zwei Metern lässt sie ihn stehen und hält mir den Beleg zur Unterschrift hin. Als ich frage, wie ich das denn jetzt machen soll mit dem Frühstück, deutet die Mitarbeiterin tief Luft holend auf den Servierwagen und versichert: »Wagen bleibt hier!« Aha. Ich schiebe also im Erker den kleinen Couchtisch zur Seite, den Servierwagen vor das Sofa und mir selbst dessen Rückenkissen unter den Po. Mit Sonne im Gesicht und der Seebrücke im Blick – ich habe schon an hässlicheren Orten gefrühstückt. Kurz überlege ich allerdings, mir noch ein paar Gäste einzuladen, denn was sich da – mit Metern und Abermetern von Alu- und Frischhaltefolie zugeklebt – vor mir auf dem Wagen türmt, würde eine vierköpfige Familie satt machen. Habe ich wirklich so viel bestellt? Schon, aber doch nur für eine Person! Eine Blume und ein Abräumhinweis haben da wohl einfach nicht mehr draufgepasst. Das Rührei mit Tomaten unter dem Zelt aus Alufolie ist tatsächlich noch heiß und schmackhaft zubereitet. Der Orangensaft ist frisch gepresst und um das obligatorische Apfel-Johannisbeer-Säftchen ergänzt. Die halbe Grapefruit ist ausgelöst und hat einen guten Reifegrad, in zwei großen Schüsseln warten leckeres Birchermüsli und Naturjoghurt – jeweils geschätzte 500 Gramm – auf ihre Vernichtung. Es gibt Marmelade, Honig und Nutella in Portionspackungen, den Serranoschinken, den ich auf dem Buffet vermisst habe, und anstelle des schlichten Seccos vom Buffet gönne ich mir zu diesem Frühstück – genau – meinen dritten und letzten Champagner-Piccolo. Der Teecaddy des Earl Grey, den ich bestellt habe, hing nämlich bei Ankunft des Servierwagens schon im Wasser und ein Teatimer ist Fehlanzeige. Folglich schmeckt der Tee bitter. Von diesen Essensmengen hätte ich mir ein opulentes Lunchpaket zubereiten können – Folie zum Einwickeln hätte ich jedenfalls genug gehabt. Ich stärke mich, so gut ich kann.
Wertung: gut

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