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Hoteltest im Ahlbecker HofFischbrötchen & Thai-Massage


 

Spa: Thailand auf Usedom

 

Ob man ein Spa auf einer Ostseeinsel heute noch nach einer thailändischen Göttin benennen und es ihrem Heimatland widmen würde? In Zeiten, in denen Nachhaltigkeit und Regionalität immer mehr Bedeutung beigemessen wird, auch und gerade in der Hotellerie, wohl kaum. Genauso, wie man heutzutage ein Spa kaum mehr unterirdisch anlegen würde. Das ist aufgrund der architektonischen Vorgaben zwar verständlich, aber – in meinen Augen – das größte Problem des »Kinnaree Spa« im Hotel Ahlbecker Hof. Man steigt vom Zimmertrakt aus über schmale Treppen ins Untergeschoss, läuft durch relativ schummrige Flure auf Teppichboden vorbei am Gymnastikraum und dem Behandlungstrakt bis zum Eingang des Nassbereichs, in dessen Vorraum die Spa-Rezeption angesiedelt ist. Schwimmbad, Saunen, Ruheraum, Behandlungsräume – alle tageslichtlos. Die geschmackvolle Einrichtung und Gestaltung, liebevoll akzentuiert durch kleine Details wie beispielsweise hölzerne Handtuchhaken in Elefantenrüsselform, machen dieses Manko sicher bis zu einem gewissen Grad wieder wett. Doch dürften im Rang um den attraktivsten Wellnessbereich andere, neuere Hotels auf der Insel dem Ahlbecker Hof längst den Rang abgelaufen haben. Konzeptionelle Schwächen offenbaren sich zudem darin, dass bei den Schwitzbädern Lakonium und Tepidarium den größten Raum einnehmen, aber am wenigsten genutzt werden. Die am stärksten frequentierte finnische Sauna hingegen fasst kaum drei bis vier Personen. Sie sollte übrigens einmal mit neuen Bänken ausgestattet werden. Ein Schmunzeln entlockt mir die Tatsache, dass Saunen und Dampfbäder mit zuziehbaren Vorhängen ausgestattet sind – ein Zugeständnis an andere Länder/andere Sitten? Nicht lustig finde ich hingegen die Berge an Einmal-Plastikbechern, die sich allabendlich im Papierkorb vor dem Wasserspender finden. Da gibt es mittlerweile wirklich umweltfreundlichere Lösungen. Bei einem meiner Spa-Besuche um 17:30 Uhr ist der Pool fest in Kinderhand – ihr fröhliches Geschrei kann die schön geschnitzte Tür des Ruheraums nicht draußen halten. Für ein Wellnesshotel fehlen hier notwendige klare Vorgaben für den Aufenthalt von Kindern im Nassbereich.
Wertung: befriedigend

 

16:30
Kräuter-Fußritual & Rückenintensivmassage: Genuss mit Einschränkungen

Liebe D., du musst jetzt ganz stark sein. Du bist echt ein nettes Mädchen und eine prima Masseurin. Aber du musst dir den folgenden Satz einprägen: Weniger ist mehr. Weniger im Hinblick auf deine Redseligkeit und Leutseligkeit, weniger aber vor allem im Hinblick auf das, was du deinen Gästen erzählst. Dass dein Papa, der gerade zu Besuch ist, nicht im Hotel übernachten darf, weil es über den Feiertag keinen Mitarbeiterrabatt gibt, gehört beispielsweise zu den Dingen, die man »Interna« nennt. Und dass deine männlichen Gäste, wie du – ungefragt und amüsiert – schilderst, »während der Behandlung schon einmal einen St… kriegen« – nun ja, dazu erübrigt sich jeder Kommentar. Das Fußritual mit Fußbad, Peeling, Packung und Massage könnte so angenehm sein, wenn ich es in Ruhe genießen dürfte. Aber zum einen ist da dein ständig plätscherndes Geplauder, und zum anderen muss ich irgendwie dauernd auf die bunten Ringelsocken an deinen Füßen gucken, denn die Schuhe hast du dir gleich als erstes abgestreift, als du den kleinen Behandlungsraum betreten hast. Dass die anschließende Rücken-Intensivmassage nicht allzu intensiv verläuft, führe ich jetzt einmal darauf zurück, dass du mich noch in der Migränephase wähnst. Aber gerade du solltest wissen, dass bei Migräne vor allem eines hilft: Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe.
Wertung: mangelhaft

 

Turndownservice: Nur das Nötigste – aber Champagner

Die Mülleimer sind geleert, ein Handtuch wurde ausgetauscht und das benutzte Glas gespült. Die Vorhänge sind im Schlafbereich zugezogen und das Bett aufgedeckt. Doch weder wurde die Frühstückskarte aufs Bett gelegt noch die herumfliegenden Kleidungsstücke geordnet oder der leere Flakon mit Body Lotion ersetzt. Über die Tatsache, dass das Betthupferl aus einem sehr einfachen Schokoladentäfelchen besteht, sehe ich großzügig hinweg. Schließlich steht in der Minibar ein frischer Champagner-Piccolo.
Wertung: noch gut

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