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StartBusiness & ManagementHoteltestHoteltest im Ahlbecker Hof::Fischbrötchen & Thai-Massage

Hoteltest im Ahlbecker HofFischbrötchen & Thai-Massage


 

Das Bad

 

»Nobel geht die Welt zugrunde.« An diesen Spruch muss ich denken, als ich den Fünf-Sterne-Aufkleber auf dem Toilettenpapier entdecke. Die Sanitärobjekte tragen den Schriftzug »Heritage« (= Erbe), wozu irgendwie passt, dass das – ich vermute mal – Messing der Armaturen stark abgenutzt ist. Oder nennt man das Patina? Kalk und Grünspan allerorten, auch in der Verfugung der Dusche. Hier hat der Zahn der Zeit doch schon kräftig genagt. Darüber täuschen auch die kristallenen Lüster nicht hinweg, deren Lichtausbeute schwach ist. Natürlich hat das Bad mit separater Toilette, Doppelwaschtisch, Streifentapete, schwer umrahmten Spiegeln und einer großen Whirlwanne eine luxuriöse Anmutung, die gut zum Zimmer passt. Als nützliches Detail darf das Fenster gelten, das in den Erker geht: Es lässt Tageslicht ins Bad und wenn man sich, in der Wanne liegend, ein bisschen streckt, kann man beim Whirlen sogar die Seebrücke sehen. Die Entspannung findet allerdings ein jähes Ende, wenn nach dem Baden plötzlich der Selbstreinigungsmodus der Wanne einsetzt und einen zu Tode erschreckt. Sehr komfortabel sind die dicken Handtücher mit Waffelmuster, auch wenn es nur Dusch- statt Badetücher gibt. Sie werden hübsch gefaltet – fast wie in Thailand. Auch die Anturie in der schmalen Vase vermittelt ein wenig asiatisches Flair. Die Dusche hat eine Mehrfachbrausearmatur, die vor 20 Jahren sicher als außergewöhnlich galt – so wie der Handtuchwärmer und die Wärmestrahler an der Decke. Die Toilette ist allerdings nicht mit Spülstopp-Funktion ausgestattet. Als Gästekosmetika werden hochwertige Produkte von Bogner angeboten, einschließlich eines Badesalzes für die Wanne. Das Bad wurde ordentlich geputzt – nur das Abluftgitter ist dick mit Staub zugesetzt.
Wertung: noch gut

 

Front Office: Mitgefühl und Service

Schon beim Check-in habe ich eine beginnende Migräne erwähnt, die mich in meinem Wohlbefinden stark beeinträchtigt. Per Telefon bitte ich nun den Empfang darum, mir ein – rezeptfreies – Migränemittel aus der Apotheke zu besorgen. Frau J. bezeugt mir auf nette Weise ihr Mitgefühl und sichert Hilfe zu. Doch es ist Samstag und die Apotheken auf Usedom sind – kurios – geschlossen. Die Kollegin von Frau J. fährt zur Notfallapotheke nach Bansin und »rettet« mich.
Wertung: sehr gut

 

14:05
Roomservice 1: Antimigräne-Food

Zu meiner kompletten Migräne-Behandlung gehört ein doppelter Espresso und frisch gepresster Zitronensaft (erweitern in Kombination die Gefäße) sowie eine kräftige Hühnerbrühe (damit verträgt sich das Medikament besser). 40 Minuten nach meinem Anruf schiebt ein junger Mann einen Servierwagen herein, auf dem all das Gewünschte platziert ist. Ich frage, wo der Servierwagen hin soll, woraufhin der junge Mann schüchtern vorschlägt, den Couchtisch einzudecken. Genauso schüchtern entschuldigt er sich dafür, dass er die Suppe hat überschwappen lassen. Der Espresso ist nur noch lauwarm, die Suppe aber gut und heiß. Schade, dass kein Brot dazu gereicht wird. Auf der Zimmerrechnung sind Espresso und Zitronensaft nicht aufgeführt. Nur die Suppe (9,50 Euro) – und 10 Euro Zimmerzuschlag.
Wertung: gut

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