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StartBusiness & ManagementHoteltestLuxushotel-Test in Andermatt :: Wie performt das erste europäische Chedi?

Luxushotel-Test in Andermatt  Wie performt das erste europäische Chedi?

 

Housekeeping / Valet-Service

Kaum sind wir eingezogen, klingelt eine Housekeeping-Mitarbeiterin und tauscht das durch den Zimmerwechsel noch falsche Begrüßungskärtchen aus. »Ist mit dem Zimmer alles in Ordnung? Vielleicht möchten Sie anderes Obst? Nein? Dann einen schönen Aufenthalt für Sie.« Lächelnd verabschiedet sich die junge Frau. Der Mitarbeiter, der nach 30 Minuten endlich Koffer und Mäntel bringt, entschuldigt sich vielmals für die Wartezeit. Er hängt die Mäntel an die Garderobe, bittet uns, das restliche Gepäck auf Vollständigkeit zu kontrollieren und verstaut dann alles im begehbaren Kleiderschrank.
Wertung: gut

16:20 – Roomservice 1

Neben jedem Zimmertelefon liegt ein Kärtchen mit den wichtigsten Kurzwahlnummern. Beim Roomservice meldet sich sofort eine freundliche Mitarbeiterin, nennt ihren Namen und erkundigt sich, was sie für mich tun kann. Wenig später erscheint die junge Frau mit einem Tablett, zwei edlen Gläsern und einer offenen Flasche Taittinger Champagner, aus der sie mir zunächst einen Probeschluck einschenkt, bevor sie die Gläser füllt. Der Champagner ist frisch und kalt (20 Franken pro Glas), der Service durch die Mitarbeiterin herzlich und kompetent. Auch sie wünscht lächelnd einen schönen Aufenthalt.
Wertung: sehr gut

16:40 – Housekeeping Wäscheservice

Ob man mir wohl eine Strickjacke aufbügeln und dabei gleich ein Stück aufgegangene Naht reparieren kann? »Aber ja, gar kein Problem! Ich schicke gleich jemanden hoch«, heißt es am Housekeeping-Telefon, bevor mir noch ein schöner Tag gewünscht wird. Ich suche einen Wäschebeutel, finde aber keinen. Die Wäschereipreisliste liegt auf einem geflochtenen Korb, in den meine Schmutzwäsche einer ganzen Woche passen würde. Als die Mitarbeiterin nach zehn Minuten klingelt, gebe ich ihr die Jacke deshalb »ohne alles« mit. Zwei Stunden später hängt sie unter Zellophan im offenen Schrank, genäht und gebügelt. Ein Wäschezettel listet die Kosten für die Leistung mit 13 Schweizer Franken. Erst beim Anziehen der Jacke bemerke ich, dass beim Bügeln ein Ärmel vergessen wurde.
Wertung: gut

Spa

Im Spa-Bereich des Chedi drängen sich Superlative auf – der 35 Meter lange Innenpool mit sich anschließendem Außenpool, die fünf Meter hohen Räume, die ungewöhnlich großen Tauch- und Jacuzzi-Becken, Saunen und Dampfbäder. Wie alles im Chedi ist dieser mal geradlinig, mal geschwungen-verwunschen gestaltet, mit viel Stein, Holz und Glas, in überwiegend dunklen Tönen und mit asiatischen Dekorationen sparsam geschmückt. Superlativ sind auch die riesigen Saunalaken, die vielen Gaskamine (an jeder Ruhezone einer) und die unablässig patrouillierenden Mitarbeiter der Spa-Crew, die (Kunststoff-)Gläser abräumen, aromatisiertes Wasser, Handtücher und Body Lotion auffüllen, die saubermachen und ihre aufmerksamen Augen überall haben. Dazu die überaus freundliche Begrüßung und Verabschiedung an der stets besetzten Spa-Rezeption, an der man die 60-minütige Chedi-Jade-Massage für 350 Schweizer Franken buchen oder sich einen Termin beim Hausfriseur Pedro Sanchez geben lassen kann (laut Homepage ein »transformierendes Erlebnis«). Und doch gilt es auch in diesem scheinbar makellosen und wunderschönen Spa Abstriche zu machen: Der Saunabereich ist durch die Umkleiden und eine Treppe vom Poolbereich getrennt und man muss sich erst einmal orientieren, wo sich überhaupt was befindet. Im Saunabereich ist aus der Anordnung der Schwitzbäder nicht klar ersichtlich, wo der Nacktbereich aufhört und der Textilbereich anfängt. Es ist nicht erkennbar, ob überhaupt und wenn ja wo nackt geschwitzt werden darf. Es gibt keinerlei Hinweise an den Saunen und auch die schriftliche Spa-Etikette ist diesbezüglich nicht eindeutig. In den Duschen des Saunabereichs gibt es kein Duschgel, in den Dampfbädern steht das Wasser auf dem Boden und die schönen hölzernen Schiffsplanken, die anstelle von Fliesen den Boden um die Pools bedecken, sind ziemlich rutschig. Und last, but not least: So originell und trendy die Futons, Daybeds und Sofalandschaften auch sind, die hier zum Herumlümmeln einladen – der echte Saunagänger vermisst schmerzlich einen Ruheraum – kühl, still und mit bequemen Liegen zum Nachruhen.
Wertung: gut

Fitnessraum

Nicht nur der bestens ausgestattete Fitnessraum lässt keine Wünsche offen, es gibt zudem einen ebenfalls professionell gestalteten Kursraum mit Parkettboden und Spiegelwand, in dem Yoga, Fitnesskurse und Personal Trainings abgehalten werden. Was fehlt, sind Verhaltenshinweise zur Nutzung des Fitnessbereichs, insbesondere was Kinder betrifft. Die in Regalen vor dem Eingang gestapelten Pyramiden aus gerollten Handtüchlein beziehungsweise Wasserflaschen werden so schnell wieder nachgefüllt, dass sie immer ein tadelloses Bild abgeben.
Wertung: sehr gut

Housekeeping / Turndown­service

Als wir aus dem Spa ins Zimmer zurückkehren, erschrecken wir dort eine Mitarbeiterin beim Turndownservice. Kein Kärtchen oder ähnliches hatte von außen dar-
auf hingedeutet, dass sich jemand im Zimmer aufhält – für beide Seiten unangenehm. Ansonsten wird an diesem wie auch am folgenden Tag das Zimmer bestens für die Nacht gerichtet. Nur die Champagnergläser wurden vergessen mitzunehmen.
Wertung: noch sehr gut

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