HotelmarktGhotel an Kölner Art-Invest Real Estate Gruppe verkauft

Die Ghotel-Gruppe wurde verkauft und soll weiter expandieren. (Bild: Ghotel Hotel & Living)

Das Unternehmen Aurelius Equity Opportunities hat seine Tochtergesellschaft Ghotel Hotel & Living an die Art-Invest Real Estate Gruppe mit Sitz in Köln veräußert. Der Kaufpreis liegt bei über 50 Millionen Euro.

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Ganz exakt wurde Ghotel für einen Preis in Höhe von 63 Millionen Euro verkauft. Seit 2006 hatte die Ghotel-Gruppe zum Portfolio des Aurelius-Konzerns gehört. In dieser Zeit entwickelte sie sich zu einem dynamischen Betreiber von Business-Hotels mit aktuell 17 Standorten. Der Verkauf von Ghotel soll laut Aurelius noch im Verlauf des ersten Quartals 2020 abgeschlossen werden. “Aurelius wird aus dieser Transaktion einen positiven Ergebniseffekt von fast 50 Millionen Euro verbuchen”, heißt es in einer offiziellen Mitteilung.

Vom Post-Wohnheim zur dynamischen Drei- und Vier-Sterne Hotelkette

2006 erwarb Aurelius die Ghotel-Gruppe, damals noch unter „Deutsche Post Wohnen“ firmierend, von der Deutschen Post im Rahmen der Veräußerung eines Konzernrandbereiches. Die Ursprünge des Unternehmens gehen zurück auf Wohnheime, welche die Deutsche Post in den 1960er- und 70er-Jahren für eigene Mitarbeiter betrieben hatte. Geringe Belegung führte in der Folgezeit zur Umwandlung in eine Hotelkette. Mit der Übernahme stand die Modernisierung der Hotels sowie die Veränderung der Organisation im Fokus. Im Rahmen einer erfolgreichen Neuausrichtung wurde das Unternehmen in „Ghotel Hotel & Living“ umbenannt und auf Basis umfangreicher Marketing- und Vertriebsmaßnahmen zu einer modernen Hotelkette für Geschäftskunden im Drei- bis Vier-Sterne-Bereich ausgebaut. Hierzu gehörte die Verbesserung der Online-Buchbarkeit über Hotelreservierungssysteme sowie die intensivere Vermarktung über klassische Vertriebskanäle wie Reiseveranstalter, Reisebüros und Fachmessen. Nach dem Rebranding wurden umfassende Investitionen in Renovierung und Modernisierung der einzelnen Standorte getätigt.

Wachstum vor allem durch Buy-and-Build-Strategie

“Die Ghotel-Gruppe ist seit der Zugehörigkeit zu Aurelius vor allem durch eigene Neueröffnungen und erfolgreiche Add-on-Akquisitionen dynamisch gewachsen”, so die Verantwortlichen. “Allein in den vergangenen drei Jahren konnte der Umsatz dadurch auf aktuell rund 60 Mllionen Euro mehr als verdoppelt werden. Neben Neueröffnungen unter der Eigenmarke in Koblenz, Würzburg, Essen und Bochum sowie dem erst im Dezember 2019 unterzeichneten Mietvertrag für ein Ghotel Hotel & Living in Hamm (Eröffnung 2023) wurde das Portfolio durch Zukäufe signifikant erweitert.” Insgesamt sieben Hotels wurden seit 2016 im Rahmen von Nachfolgelösungen erworben und unter den Eigenmarken und Nestor sowie unter Franchisemarken wie Holiday Inn betrieben. Zusätzlich schloss man langfristige Rahmenvereinbarungen mit Franchisegebern wie Accor und Intercontinental. Mit Accor konnten bereits sechs Verträge für zukünftige Standorte unterzeichnet werden: Novotel und ibis Düsseldorf airport, ibis Styles und ibis budget Bayreuth, ibis Styles München Neuperlach sowie greet am Flughafen in Wien.

“Der Markt der Drei- bis Vier-Sterne-Hotellerie in Deutschland, insbesondere im Bereich der Business-Reisen, befindet sich seit Jahren in einem ungebrochenen Wachstumstrend. Dieses positive Wachstum zeichnet sich auch für die kommenden Jahre für die Ghotel- Gruppe ab und ist bereits durch Verträge über Eröffnungen von acht weiteren Hotelstandorten bis 2023 hinterlegt”, heißt es in dem offiziellen Schreiben.

Art-Invest Real Estate will Expansion fortsetzen

„Die Ghotel-Gruppe war eines unserer ersten Konzernunternehmen. Nach langen Jahren der Zugehörigkeit freuen wir uns, mit der Art-Invest Real Estate den idealen Käufer gefunden zu haben“, so Dr. Dirk Markus, Vorstandsvorsitzender der Aurelius Equity Opportunities. „Unser Team hat das Unternehmen auf einen erfolgreichen Wachstumspfad gebracht, den der Käufer durch seine Expertise im Immobilien- und auch im Hotelsektor sowie durch seine Finanzkraft weiter ausbauen kann.“

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