Hotelmarkt Schweiz Preisüberwacher nimmt OTAs unter die Lupe

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Preisüberwacher Stefan Meierhans will im laufenden Jahr die Angebote der digitalen Wirtschaft genauer unter die Lupe nehmen. Gegen die Online-Buchungsplattform Booking.com ist bereits eine Untersuchung hängig. Das berichtet HTR hotelrevue aktuell.

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Neue wettbewerbsrechtliche Probleme ergeben sich aus Sicht des Preisüberwachers aus der fortschreitenden Digitalisierung der Wirtschaft, erklärte Stefan Meierhans am Freitag bei der Präsentation seines Jahresberichts. Unternehmen könnten die Digitaltechnik nutzen, um Märkte zu segmentieren und überhöhte Preise durchzusetzen. Ins Visier nimmt der Preisüberwacher dabei plattform- und netzbasierte Dienste und Leistungen. Eingeleitet hat er eine Untersuchung gegen Booking.com.

Erfolge konnte Preisüberwacher Meierhans bei den Verhandlungen mit der Post und den Transportunternehmen verbuchen. Dank einem Preis- und Massnahmenpaket von 50 Millionen Franken fielen die Preiserhöhungen beim Generalabonnement und bei anderen Billetten des öffentlichen Verkehrs für 2017 weniger drastisch aus als vorgesehen.

Im vergangenen Jahr erzielte der Preisüberwacher gemäss Jahresbericht elf neue einvernehmliche Lösungen. Von Behördenseite wurden ihm 577 Tarifvorlagen zur Stellungnahme unterbreitet. «Monsieur Prix» gab zudem 136 konkrete Empfehlungen ab, am meisten zu Preisen und Tarifen im Gesundheitswesen.

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