Hotelmarkt NRW Verhaltene Performance in Düsseldorf

Das Düsseldorfer Tourismusjahr verlief nach dem starken Anstieg in 2017 eher verhalten. Ausschlaggebend ist der turnusmäßigen Wegfall einiger Messen.

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres konnte nach Informationen der der Dr. Lübke & Kelber GmbH im gesamten Düsseldorfer Beherbergungsgewerbe mit 2.368.753 Übernachtungen nur ein geringer Zuwachs von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum erzielt werden. Im Gesamtjahr 2017 betrug das Plus noch 4,6 Prozent, was zu einem neuen Übernachtungsrekord führte. Der Anteil internationaler Gäste stieg in 2017 um vier Prozent auf rund zwei Millionen Übernachtungen, was ungefähr 41 Prozent aller Übernachtungen entspricht. Die Zahl deutscher Gäste hat sich mit einem Anstieg von 5,1 Prozent auf knapp 2,8 Millionen Übernachtungen ebenfalls gut entwickelt. Insgesamt wurden in der Landeshauptstadt in 2017 mehr als 4,8 Millionen Übernachtungen gezählt.

„Der Zuwachs an Übernachtungen im vergangenen Jahr lag annähernd auf dem durchschnittlichen Niveau des letzten Jahrzehnts. Das starke Messejahr in Düsseldorf hat hieran einen maßgeblichen Anteil gehabt“, sagt Daniela M. Bense, Project Manager Hotel bei Dr. Lübke & Kelber GmbH. „Wir rechnen zwar mit einem weiteren Anstieg der Übernachtungszahlen. Allerdings dürfte das Messejahr 2018 in Düsseldorf aufgrund des turnusmäßigen Wegfalls einiger Leitmessen schwächer ausfallen als 2017. Deshalb wird die Steigerungsrate der vergangenen Jahre wahrscheinlich nicht erreicht werden“, sagt Bense. 

RevPAR leicht gesunken

Im vergangenen Jahr erlöste die Düsseldorfer Kettenhotellerie durchschnittlich 85,00 Euro pro Zimmer (RevPAR) und generierte damit 1,40 Euro weniger als im Vorjahr. Damit rangiert die Landeshauptstadt auf Platz zwei im RevPAR-Ranking der deutschen Top-10-Hotelstandorte, hinter München. Die Zimmerraten in der Kettenhotellerie gingen 2017 leicht zurück auf durchschnittlich 118,80 Euro und verzeichneten damit ein durchschnittliches Minus von rund 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Mit einer Abnahme von 3,2 Prozent gaben die Zimmerpreise am deutlichsten im Upscale- und Luxus-Segment nach, lagen im Schnitt damit aber weiterhin an erster Stelle im Ranking der Top-10 Hotelstandorte “, erläutert Bense.